Heidelbeer-Chutney mit Thymian mache ich immer dann, wenn ich einen Karton Heidelbeeren übrig habe, der sonst niemand mehr essen will. In 31 Minuten wird daraus eine fruchtig-würzige Soße, die sich im Kühlschrank wochenlang hält.
Genau wie bei meinem Stachelbeer-Chutney landen bei mir Obstreste am liebsten im Kochtopf statt im Müll. Bei mir steht das Chutney meistens neben dem Käsebrett, wenn Besuch kommt. Ich habe es zum ersten Mal an einem Sonntagnachmittag gekocht, als im Kühlschrank noch zwei Packungen Heidelbeeren vom Wochenmarkt lagen und ich keine Lust auf noch einen Kuchen hatte. Mein Mann hat den Thymian aus dem Balkonkasten geholt, während ich die Schalotten geschnitten habe.
Mein Tipp: Wer die Küche nicht nach Balsamico riechen lassen möchte, macht kurz das Fenster auf, sobald der Essig in den Topf kommt. Seitdem kommt das Chutney bei mir immer dann auf den Tisch, wenn ich Reste retten will, statt sie wegzuwerfen. Die Gläser stehen jetzt schon im Kühlschrank für den nächsten Grillabend.
Table of Contents
Zutaten für Heidelbeer-Chutney mit Thymian
Das nehme ich dafür, ein paar Alternativen funktionieren auch, wenn gerade nicht alles im Haus ist. Ähnlich wie bei meinem Mango-Chutney darf es auch hier ruhig fruchtig-süß werden.
- 200 g Schalotten
- 30 g Olivenöl
- 500 g Heidelbeeren (TK oder frisch, ich nehme meistens tiefgekühlte, weil sie das ganze Jahr verfügbar sind)
- 1 ½ TL frische Thymianblättchen
- 50 g dunkler Balsamico (kann bei industrieller Herstellung Spuren von Sulfiten enthalten)
- 100 g Ahornsirup (Aus meiner Erfahrung geht auch brauner Zucker, dann etwas mehr Essig dazugeben)
- 3 Prisen Piment
- ½ TL Salz
- ¼ TL Pfeffer
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, alles in einem normalen Topf zu kochen, ganz ohne Spezialgerät.
Schritt 1: Schalotten fein hacken.
Schritt 2: Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotten bei mittlerer Hitze 4 Minuten glasig dünsten, ohne dass sie Farbe nehmen.
Schritt 3: Heidelbeeren und Thymian zugeben und 7 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren aufplatzen und Saft ziehen.
Schritt 4: Balsamico, Ahornsirup, Piment, Salz und Pfeffer einrühren. Weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis die Masse glänzt und eingedickt ist. Ich rühre in den letzten Minuten öfter um, sonst setzt es am Topfboden an.
Schritt 5: Abschmecken, heiß in 3 saubere Schraubgläser füllen, sofort verschließen und kühl aufbewahren.

Heidelbeer-Chutney mit Thymian
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Schalotten fein hacken.
- Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotten bei mittlerer Hitze 4 Minuten glasig dünsten.
- Heidelbeeren und Thymian zugeben und 7 Minuten köcheln lassen.
- Balsamico, Ahornsirup, Piment, Salz und Pfeffer einrühren, 10 Minuten köcheln lassen, bis die Masse eingedickt ist, dann abschmecken.
- Heiß in 3 saubere Schraubgläser füllen, sofort verschließen und kühl aufbewahren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Heidelbeer-Chutney mit Thymian
Das Chutney ist fruchtig genug für Süßes und würzig genug für Herzhaftes.
Kräftiger Käse: Camembert oder Ziegenkäse bringt den Kontrast zur Fruchtsüße, genau wie bei meinem Kräuterquark, der ebenfalls gern aufs Käsebrett kommt.
Wildgerichte: Passt zur würzigen Note von Hirsch oder Reh.
Gegrilltes Geflügel: Ersetzt normale Grillsoße, wenn es etwas Besonderes sein soll, so wie meine scharfe Grillsauce, die ich sonst dafür nehme.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet hält sich das Chutney im Kühlschrank mehrere Wochen, weil es heiß abgefüllt wird. Angebrochene Gläser sollte man innerhalb von ein bis zwei Wochen aufbrauchen.
Zum Aufwärmen reicht ein kurzes Erwärmen im Topf bei kleiner Hitze, im Kühlschrank direkt aus dem Glas schmeckt es aber genauso gut.
Statt Heidelbeeren funktionieren auch Brombeeren oder eine Mischung aus beiden, und wer es milder mag, lässt den Pfeffer weg.

Fazit
Dieses Chutney landet bei mir inzwischen öfter auf dem Käsebrett als jede gekaufte Soße. In 31 Minuten ist es fertig, und die Gläser halten sich lange genug für mehrere Anlässe. Beim nächsten Mal probiere ich eine Variante mit Brombeeren aus dem Garten, oder ich greife zu meinem Apfel-Cranberry-Chutney, wenn es herbstlicher werden soll.






