Pflaumen-Zwiebel-Chutney ist für mich der schnellste Weg, reife Pflaumen in etwas zu verwandeln, das noch Wochen später auf dem Tisch steht. Mit roten Zwiebeln, einem Schuss Obstessig und einer Prise Zimt ist es in 27 Minuten fertig und reicht für zwei Gläser.
Letzten Samstag stand meine Nachbarin mit einer Tüte Pflaumen aus ihrem Garten vor der Tür, deutlich mehr, als ich in einer Woche verbacken kann. Statt noch einmal mein Zwetschgen-Chutney zu kochen, habe ich aus der Hälfte diesmal ein Pflaumen-Zwiebel-Chutney gemacht, und die ganze Küche roch nach Zimt und karamellisierten Zwiebeln.
Mein Großer hat beim Wort „Zwiebelmarmelade“ erst mal die Nase gerümpft. Am Abend saß er dann mit Bauernbrot, einem Stück Camembert und einem ordentlichen Klecks Chutney am Tisch und wollte wissen, ob noch ein Glas übrig ist. Das zweite habe ich ihm vorsichtshalber nicht gezeigt.
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Zutaten für Pflaumen-Zwiebel-Chutney
Du brauchst nur sieben Zutaten, die meisten davon hast du wahrscheinlich schon im Vorratsschrank. Die roten Zwiebeln bringen eine ähnlich milde Süße wie in meiner Zwiebelmarmelade mit Vanille, hier liefern aber die Pflaumen die Fruchtnote. Bei drei Zutaten verrate ich dir, was bei mir am besten klappt.
- 300 g Pflaumen (halbiert, entsteint). Ich nehme dafür am liebsten späte Zwetschgen, die sind fester und nicht so wässrig.
- 300 g rote Zwiebeln (geschält, halbiert)
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Zimt
- 20 ml Obstessig. Aus meiner Erfahrung klappt Apfelessig genauso gut, dunkler Balsamico macht das Chutney etwas kräftiger. Hinweis für Allergiker: Balsamico und manche Obstessige enthalten Sulfite, bitte aufs Etikett schauen.
- 200 g Gelierzucker 2:1. Mein Tipp: nicht durch normalen Zucker ersetzen, sonst wird das Chutney nicht fest genug.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist ein breiter Topf statt eines hohen. So verdampft die Flüssigkeit schneller und das Chutney brennt nicht so leicht an.
Schritt 1: Pflaumen und Zwiebeln klein würfeln, etwa erbsen- bis haselnussgroß. Mit einem Zerkleinerer geht das in ein paar kurzen Pulsen, aber nicht zu Mus hacken, ein bisschen Biss darf bleiben.
Schritt 2: Die Schraubgläser mit kochendem Wasser ausspülen und kopfüber auf ein sauberes Tuch stellen.
Schritt 3: Pflaumen, Zwiebeln, Pfeffer, Salz, Zimt, Obstessig und Gelierzucker in den Topf geben. Alles unter Rühren aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat.
Schritt 4: Bei mittlerer Hitze etwa 12 Minuten köcheln lassen und häufig umrühren. Das Chutney ist fertig, wenn die Zwiebeln glasig und weich sind und die Masse dunkelrot glänzt. Ein typischer Fehler ist zu hohe Hitze, dann setzt der Zucker am Topfboden an.
Schritt 5: Das heiße Chutney bis knapp unter den Rand in die Gläser füllen, sofort verschließen und abkühlen lassen. Beim Abkühlen dickt es noch deutlich nach, also nicht wundern, wenn es im Topf flüssiger wirkt.

Pflaumen-Zwiebel-Chutney
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Pflaumen und Zwiebeln klein würfeln oder im Zerkleinerer kurz grob hacken.
- Die Schraubgläser mit kochendem Wasser ausspülen und kopfüber auf ein sauberes Tuch stellen.
- Pflaumen, Zwiebeln, Pfeffer, Salz, Zimt, Obstessig und Gelierzucker in einen breiten Topf geben und unter Rühren aufkochen.
- Bei mittlerer Hitze etwa 12 Minuten köcheln lassen und häufig umrühren, bis die Zwiebeln weich sind und die Masse eindickt.
- Das heiße Chutney in die Gläser füllen, sofort verschließen und abkühlen lassen. Kühl und trocken aufbewahren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Pflaumen-Zwiebel-Chutney
Mein Pflaumen-Zwiebel-Chutney ist süß, leicht säuerlich und hat durch die Zwiebeln eine herzhafte Note. Deshalb passt es am besten zu allem, was cremig, salzig oder deftig ist.
Weichkäse: Camembert oder Brie sind mild und cremig, das fruchtige Chutney gibt ihnen den nötigen Kontrast.
Kalter Bratenaufschnitt: Schweinebraten oder Roastbeef vom Vortag bekommen damit eine süß-säuerliche Begleitung, fast wie eine kalte Soße.
Gebackener Camembert: Warm, knusprig und außen herzhaft, dazu ein Löffel Chutney statt Preiselbeeren.
Bauernbrot mit Butter: Meine Familie liebt das ganz schlicht als Abendbrot, gerade wenn der Kühlschrank sonst nicht mehr viel hergibt. Ist noch ein Rest von meinem bunten Obatzten da, kommt der gleich mit aufs Brett.
Raclette oder Ofenkäse: Der würzige, geschmolzene Käse verträgt die Süße gut und das Chutney bringt etwas Frische auf den Teller.
Aufbewahrung & Serviertipps
Verschlossen hält sich das Pflaumen-Zwiebel-Chutney kühl, trocken und dunkel gelagert mehrere Monate. Ein geöffnetes Glas stelle ich in den Kühlschrank und brauche es innerhalb von zwei bis drei Wochen auf.
Aufwärmen musst du es nicht, ich hole das Glas nur etwa 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank. Zimmerwarm schmeckt es aromatischer als direkt aus der Kälte.
Das Rezept lässt sich gut abwandeln. Mit einem Stück frisch geriebenem Ingwer wird es würziger, für Erwachsene passt auch eine Prise Chiliflocken. Auf Burgern, in einem Wrap mit Ziegenkäse oder zu Frikadellen funktioniert es ebenfalls prima.

Fazit
Für mich ist dieses Pflaumen-Zwiebel-Chutney die beste Antwort auf zu viele Pflaumen im September. Mit sieben Zutaten und einem Topf ist es in 27 Minuten fertig, und die Brotzeit am Sonntagabend schmeckt gleich nach Herbst. Ein Glas behalte ich, das zweite verschenke ich meistens. Im Oktober ist dann mein Chutney aus Kürbis und Apfel dran.






