Mango-Chutney selber machen lohnt sich, sobald du reife Mangos günstig bekommst. Ich koche es in einem Rutsch in großen Mengen ein, und es hält sich im Vorratsschrank monatelang. Die Kombination aus süßen Mangos, scharfer Chili und warmer Kurkuma macht es zu einem Allrounder für Käseplatte, Grillfleisch oder einfach aufs Brot, ganz ähnlich wie meinem Stachelbeer-Chutney, das bei uns im Sommer genauso oft auf den Tisch kommt.
Ich habe letzten Sommer eine ganze Kiste Mangos geschenkt bekommen, weil eine Nachbarin im Urlaub war und ihre Vorräte nicht schlecht werden lassen wollte. Meine Kinder standen mit großen Augen in der Küche, als der Topf anfing zu blubbern und der Duft von Ingwer und Chili durchs ganze Haus zog. Mein Sohn wollte sofort probieren, noch bevor alles durchgekocht war, und hat sich prompt die Zunge verbrannt.
Am Ende hatte ich sechs Gläser Chutney, drei davon habe ich verschenkt, den Rest habe ich bis Weihnachten aufgebraucht. Seitdem mache ich es jedes Jahr, wenn Mangos reif und günstig sind, so wie später im Jahr auch mein Apfel-Cranberry-Chutney. Für dieses Rezept brauchst du nicht viel außer etwas Geduld beim Köcheln.
Table of Contents
Zutaten für Mango-Chutney
Ich nehme dafür reife, weiche Mangos, die sich schon leicht eindrücken lassen, das macht das Chutney am Ende cremiger. Ein paar Alternativen funktionieren auch: Statt Sultaninen passen auch getrocknete Aprikosen in kleinen Stücken, und wenn du nur eine Essigsorte im Haus hast, kannst du auch komplett mit Apfelessig oder komplett mit Weißweinessig arbeiten.
- 1 TL schwarze Pfefferkörner
- 2 Knoblauchzehen
- 10 g frischer Ingwer (in dünnen Scheiben)
- 1 frische rote Chilischote
- 80 g Zwiebeln (halbiert)
- 20 g Wasser
- 250 g Rohrohrzucker
- 2 reife Mangos, geschält, entkernt, in Stücken (ca. 600–650 g Fruchtfleisch)
- 60 g Apfelessig
- 60 g Weißweinessig
- 1 TL Salz
- ½ TL Kurkuma
- 80 g Sultaninen
- 1 TL Schwarzkümmelsamen
Mein Tipp: Kauf die Mangos ein paar Tage vorher und lass sie auf der Fensterbank nachreifen, wenn sie im Laden noch fest sind. So bekommst du mehr Fruchtaroma ins Chutney.
Allergenhinweis: Dieses Rezept ist von Natur aus glutenfrei, vegan und laktosefrei; es enthält keine der EU-Hauptallergene aus der Standardliste.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt sich hier etwas Geduld beim Köcheln, denn je länger das Chutney köchelt, desto dicker und aromatischer wird es.
Schritt 1: Die Pfefferkörner in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze kurz rösten, bis sie duften. Danach im Mörser oder mit der Gewürzmühle grob zerstoßen.
Schritt 2: Knoblauch, Ingwer und Chili sehr fein hacken.
Schritt 3: Die Zwiebeln fein würfeln.
Schritt 4: Wasser und Zucker in einem großen Topf erhitzen, bis sich der Zucker vollständig löst.
Schritt 5: Pfeffer, Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebeln dazugeben und kurz mitschwitzen, bis es aromatisch duftet.
Schritt 6: Mangos, beide Essigsorten, Salz, Kurkuma, Sultaninen und Schwarzkümmel dazugeben. Bei mittlerer bis niedriger Hitze mit leicht schräg aufgelegtem Deckel etwa 40 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit nichts ansetzt. Das Chutney ist fertig, wenn es glänzt und beim Rühren Spuren im Topfboden hinterlässt.
Schritt 7: Mit einem Kartoffelstampfer oder kurz mit dem Pürierstab andrücken, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich lasse meins bewusst etwas stückig, das gibt Biss. Sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, fest verschließen und vollständig auskühlen lassen.

Mango-Chutney
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Pfefferkörner in einer trockenen Pfanne kurz rösten, bis sie duften, dann grob zerstoßen.
- Knoblauch, Ingwer und Chili sehr fein hacken.
- Zwiebeln fein würfeln.
- Wasser und Zucker in einem großen Topf erhitzen, bis sich der Zucker löst.
- Pfeffer, Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebeln dazugeben und kurz mitschwitzen.
- Mangos, beide Essigsorten, Salz, Kurkuma, Sultaninen und Schwarzkümmel dazugeben und mit leicht schräg aufgelegtem Deckel ca. 40 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
- Mit Kartoffelstampfer oder Pürierstab andrücken, sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und vollständig abkühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Mango-Chutney
Mango-Chutney ist vielseitig einsetzbar und passt zu warmen wie kalten Gerichten.
- Gegrilltes Fleisch: Die Süße und Säure gleichen die Röstaromen vom Grill gut aus, ganz wie bei meiner scharfen Grillsauce, die bei uns oft direkt daneben steht.
- Käseplatte: Besonders zu würzigem Hartkäse oder Ziegenkäse ein schöner Kontrast, ähnlich wie meine Feta-Creme mit Chili, Sesam und Honig.
- Currys und Reisgerichte: Bringt eine fruchtige Note in scharfe, herzhafte Gerichte.
- Sandwiches und Wraps: Ersetzt normale Marmelade oder Senf für eine süß-scharfe Variante, genau wie meinem Johannisbeer-Ketchup als fruchtige Alternative.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert hält sich das Chutney bis zu 12 Monate. Nach dem Öffnen bewahre ich es im Kühlschrank auf und verbrauche es innerhalb von vier bis sechs Wochen.
Zum Aufwärmen brauchst du eigentlich nichts, das Chutney schmeckt kalt genauso gut wie zimmerwarm. Nimm es einfach rechtzeitig aus dem Kühlschrank, bevor du es servierst.
Meine Familie liebt es auch als Geschenk zu Weihnachten oder Geburtstagen. Ein hübsches Etikett auf dem Glas, fertig ist eine persönliche Kleinigkeit, die fast nichts kostet.

Fazit
Mango-Chutney gehört mittlerweile fest in meinen Vorratsschrank, sobald Mangosaison ist. Die 40 Minuten Köchelzeit brauchen keine Aufmerksamkeit, ich nutze sie meistens, um die Küche aufzuräumen. Aus den vier Gläsern werden bei mir selten mehr als zwei Wochen, weil ich es zu fast allem esse, genauso wie bei meiner Pfirsich-BBQ-Sauce.






