Nuss-Schoko-Aufstrich mache ich nur noch selbst, seit ich gemerkt habe, wie wenig dafür nötig ist: geröstete Haselnüsse, Honig, weiche Butter und etwas Kakao. Nach 15 Minuten steht ein Glas auf dem Tisch, das kräftig nach Nuss schmeckt und ohne Palmöl und Haushaltszucker auskommt.
Angefangen hat es an einem verregneten Sonntagmorgen im Januar. Das gekaufte Schokoglas war leer, meine Tochter saß schon mit dem Brötchen am Tisch, und im Schrank lag nur noch eine Tüte Haselnüsse von der Weihnachtsbäckerei.
Also habe ich die Nüsse gehackt und in der Pfanne geröstet, bis die ganze Küche nach Weihnachtsmarkt roch. Meinen ersten selbst gemachten Nuss-Schoko-Aufstrich hat sie noch vom Löffel probiert und nur gesagt: „Mama, der schmeckt ja nach richtigen Nüssen.“
Seitdem steht fast jede Woche ein Glas davon in meinem Kühlschrank. Und ehrlich gesagt nasche ich selbst gern mal einen Löffel pur, wenn gerade keiner hinschaut.
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Zutaten für Nuss-Schoko-Aufstrich
Für meinen Nuss-Schoko-Aufstrich brauchst du nur vier Zutaten, die meistens ohnehin im Vorratsschrank liegen. Ich nehme dafür immer ganze Haselnüsse und röste sie selbst, weil das Aroma dann viel runder wird. Was von einer großen Tüte übrig bleibt, wandert bei mir gern in den Feigenaufstrich mit Haselnüssen.
- 200 g Haselnüsse (ganz, ohne Schale)
Mein Tipp: Ohne Zerkleinerer nimmst du einfach 200 g gemahlene Haselnüsse. Die brauchen in der Pfanne nur etwa 3 Minuten, also gut dabeibleiben und rühren. Schritt 1 und Schritt 4 fallen dann weg. - 100 g Honig (z. B. Akazienhonig)
Akazienhonig ist mild und flüssig. Er lässt sich leicht unterrühren und überdeckt die Nüsse nicht. Wichtig: Honig ist nichts für Babys unter einem Jahr. - 100 g Butter (weich, in Stücken)
Ich lege die Butter etwa eine Stunde vorher auf die Arbeitsfläche, dann wird der Aufstrich schön glatt. - 2 gehäufte EL Kakaopulver (ca. 20 g, ungesüßt)
Das ergibt ein Glas mit etwa 420 g, genug für 12 Portionen à 2 EL.
Statt Haselnüssen kannst du auch Mandeln oder Erdnüsse verwenden. Wer Pistazien lieber mag, findet bei mir auch die Pistazien-Variante mit Schokolade.
Allergene: Haselnüsse (Schalenfrüchte) und Butter (Milch). Mit Mandeln kommen weitere Schalenfrüchte dazu, mit Erdnüssen das Allergen Erdnuss.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode: Ich zerkleinere die Nüsse zweimal, einmal grob vor dem Rösten und einmal fein danach. So rösten die Stückchen gleichmäßig, und der Aufstrich wird trotzdem cremig.
Schritt 1: Die Haselnüsse im Multizerkleinerer oder Blitzhacker ein paar Sekunden grob hacken. Die Stücke dürfen ruhig unterschiedlich groß sein.
Schritt 2: Die gehackten Nüsse in eine Pfanne ohne Fett geben und bei mittlerer Hitze etwa 4 bis 5 Minuten rösten. Dabei oft umrühren. Sobald sie goldbraun werden und nussig duften, sofort auf einen Teller geben, denn in der heißen Pfanne verbrennen sie schnell.
Schritt 3: Die Nüsse auf dem Teller etwa 5 Minuten abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm sind. Sind sie noch heiß, schmilzt die Butter später zu stark und der Aufstrich wird zu weich.
Schritt 4: Die abgekühlten Nüsse zurück in den Zerkleinerer geben und fein mahlen, bis eine krümelige, leicht ölige Masse entsteht. Das dauert je nach Gerät 30 bis 60 Sekunden. Zwischendurch einmal den Rand mit einem Teigschaber nach unten schieben.
Schritt 5: Honig, weiche Butter und Kakao dazugeben und alles verrühren, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht. Ganz glatt wie aus dem gekauften Glas wird sie im Blitzhacker nicht, eine feine nussige Struktur bleibt. Mit gemahlenen Haselnüssen verrührst du alles in einer Schüssel mit dem Handrührgerät.
Schritt 6: Den fertigen Nuss-Schoko-Aufstrich in ein sauberes Schraubglas füllen. Direkt aufs Brot streichen oder im Kühlschrank aufbewahren.

Nuss-Schoko-Aufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Die Haselnüsse im Multizerkleinerer oder Blitzhacker ein paar Sekunden grob hacken.
- Die gehackten Nüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze etwa 4 bis 5 Minuten rösten und dabei oft umrühren, bis sie goldbraun sind und duften. Sofort auf einen Teller geben.
- Die Nüsse auf dem Teller etwa 5 Minuten abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm sind, damit die Butter später nicht zu stark schmilzt.
- Die abgekühlten Nüsse im Zerkleinerer 30 bis 60 Sekunden fein mahlen, bis eine krümelige, leicht ölige Masse entsteht. Zwischendurch den Rand mit dem Teigschaber nach unten schieben.
- Honig, weiche Butter und Kakao dazugeben und alles zu einer gleichmäßigen, cremigen Masse verrühren. Eine feine nussige Struktur bleibt. Bei gemahlenen Haselnüssen alles in einer Schüssel mit dem Handrührgerät verrühren.
- Den Aufstrich in ein sauberes Schraubglas füllen und zu Brot oder Brötchen servieren oder im Kühlschrank aufbewahren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Nuss-Schoko-Aufstrich
Am liebsten esse ich meinen Nuss-Schoko-Aufstrich zu etwas mit Biss oder mit frischer Säure, weil das die Süße gut ausgleicht.
Vollkornbrot mit Bananenscheiben: Das kräftige Brot und die weiche Banane machen daraus ein Frühstück, das lange satt hält.
Frische Brötchen: Der Klassiker am Wochenende. Meine Familie liebt ihn auf warmen Brötchen, weil er darauf leicht anschmilzt.
Apfelschnitze: Säuerliche Äpfel passen gut zur Nuss und eignen sich als Dip für den Nachmittagssnack.
Pfannkuchen oder Crêpes: Dünn einstreichen und aufrollen, mehr Füllung braucht es nicht. Wollen die Kinder Abwechslung, gibt es daneben einen Klecks selbst gekochtes Apfelmus.
Naturjoghurt oder Haferbrei: Ein Teelöffel untergerührt gibt dem Frühstück eine schokoladige Note.
Ein fruchtiges Glas daneben: Beim Sonntagsfrühstück stelle ich gern meinen fruchtigen Himbeer-Kokos-Aufstrich dazu. So kann sich jeder zwischen Schoko und Frucht entscheiden.
Aufbewahrung & Serviertipps
In einem gut verschlossenen Glas hält sich der Nuss-Schoko-Aufstrich im Kühlschrank bis zu 2 Wochen. Nimm immer einen sauberen Löffel, dann bleibt er länger frisch.
Durch die Butter wird der Nuss-Schoko-Aufstrich im Kühlschrank fest. Ich nehme das Glas deshalb 15 bis 20 Minuten vor dem Frühstück heraus, dann lässt er sich wieder gut streichen. Wenn es schnell gehen muss, hilft kräftiges Durchrühren mit einem Löffel.
Mit Mandeln oder Erdnüssen bekommt der Aufstrich jeweils einen ganz eigenen Geschmack. Mit einem Esslöffel mehr Kakao wird er dunkler, und eine Prise Salz oder etwas Zimt machen ihn im Winter besonders gemütlich. In kleine Gläser gefüllt ist er außerdem ein schönes Mitbringsel.

Fazit
Dieser Nuss-Schoko-Aufstrich zeigt mir jedes Mal, dass selbst gemacht nicht aufwendig sein muss. Vier Zutaten, eine Pfanne und ein Zerkleinerer reichen, und das Glas ist schneller leer, als mir manchmal lieb ist. Als Nächstes probiere ich die Variante mit gerösteten Mandeln. Und wenn es richtig nach Nougat schmecken soll, mache ich meine Nuss-Nougat-Creme.






