Paprika-Tomaten-Chutney mache ich mittlerweile immer gleich im Doppelpack, ein Glas ist bei mir nie genug. Es ist fruchtig, leicht scharf von den Pfefferkörnern und in etwa einer Stunde fertig, größtenteils Kochzeit, in der ich nebenbei die Küche aufräumen kann.
Angefangen hat das Ganze letzten Spätsommer, als ich auf dem Wochenmarkt eine ganze Kiste Paprika für wenig Geld mitgenommen habe, viel zu viel für ein normales Abendessen. Mein Mann meinte nur, ich solle daraus Chutney machen, so wie meine Oma es früher zu Silvester immer auf den Tisch gestellt hat. Also habe ich Zwiebeln und Tomaten klein geschnitten, die Paprika grob gewürfelt und alles mit Essig und Zucker eingekocht. Der Duft, der dabei durch die ganze Wohnung zieht, ist würzig-süß und erinnert mich jedes Mal an Omas Küche im Herbst. Seitdem steht bei mir immer ein Glas im Vorrat, für den Grillabend neben meiner scharfen Grillsauce, für Käsebrote oder einfach zum Verschenken.
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Zutaten für Paprika-Tomaten-Chutney
Ich nehme dafür bewusst gemischte Paprika, rot, gelb und grün, das macht das Chutney farblich schöner und geschmacklich runder. Wer den fruchtigen Geschmack mag, sollte auch meine Paprika-Tomaten-Konfitüre probieren, die geht in eine ganz ähnliche Richtung, nur etwas süßer. Wer es milder mag, lässt die Nelken weg oder nimmt nur eine statt zwei bis drei.
- 250 g Zwiebeln, halbiert
- 300 g Tomaten, geviertelt
- 400 g Paprika, gemischt, in Stücken (ca. 2 cm)
- 50 g Tomatenmark
- 180 g Rohrohrzucker
- 80 g Weißweinessig
- ½ TL Salz
- ¼ TL Paprika edelsüß
- 2-3 Nelken
- ½ TL Senfkörner
- ½ TL Pfefferkörner, schwarz
Enthält Senf.
Meine bewährte Methode ist, die Tomaten kurz vor dem Schneiden mit heißem Wasser zu überbrühen, dann lässt sich die Haut leichter abziehen und das Chutney wird cremiger. Statt Weißweinessig geht auch Apfelessig, dann schmeckt das Ergebnis etwas milder.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, alle Zutaten für dieses Paprika-Tomaten-Chutney vor dem Kochen abzuwiegen, dann geht die Zubereitung zügig und ohne Stress.
Schritt 1: Zwiebeln fein und Tomaten grob würfeln.
Schritt 2: Zwiebeln, Tomaten, Paprikastücke, Tomatenmark, Zucker, Essig, Salz, Paprikapulver, Nelken, Senfkörner und Pfefferkörner in einen großen Topf geben und einmal aufkochen lassen.
Schritt 3: Bei mittlerer bis niedriger Hitze offen 45 Minuten köcheln lassen, dabei alle paar Minuten umrühren. Das Chutney ist fertig, wenn es sich beim Rühren am Topfboden kurz teilt und nicht sofort wieder zusammenfließt.
Schritt 4: Chutney kochend heiß in 4 zuvor ausgekochte Schraubgläser füllen, sofort fest verschließen und vollständig auskühlen lassen. Mein Tipp: Die Gläser nach dem Verschließen kurz auf den Kopf stellen, so entsteht ein zusätzliches Vakuum und das Chutney hält länger.

Paprika-Tomaten-Chutney
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Zwiebeln fein und Tomaten grob würfeln.
- Zwiebeln, Tomaten, Paprikastücke, Tomatenmark, Zucker, Essig, Salz, Paprikapulver, Nelken, Senfkörner und Pfefferkörner in einen großen Topf geben und einmal aufkochen lassen.
- Bei mittlerer bis niedriger Hitze offen 45 Minuten köcheln lassen, dabei alle paar Minuten umrühren.
- Chutney kochend heiß in 4 zuvor ausgekochte Schraubgläser füllen, sofort fest verschließen und vollständig auskühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Paprika-Tomaten-Chutney
Die fruchtig-würzige Note passt zu herzhaften und milden Gerichten gleichermaßen.
Gegrilltes Fleisch: die Säure des Chutneys gleicht die Röstaromen vom Grill schön aus, genau wie meine Kräutermarinade fürs Roastbeef, die ich oft parallel anrühre.
Käseplatte: besonders zu würzigem Hartkäse oder cremigem Ziegenkäse.
Bratkartoffeln: als Alternative zu Ketchup, etwas Erwachseneres für den Familientisch.
Frisches Baguette: einfach so als Brotaufstrich zum Feierabend.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet hält sich das Chutney kühl und dunkel gelagert mehrere Monate, ganz ohne Gefrierfach. Nach dem Öffnen kommt das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb von etwa drei Wochen aufgebraucht werden.
Zum Aufwärmen brauche ich das Chutney eigentlich nie, ich nehme es meist direkt kalt aus dem Glas. Für Suppen oder Saucen lässt es sich aber auch kurz in einem kleinen Topf erwärmen und als Würze unterrühren.
Wer mag, tauscht die Paprika teilweise gegen Zucchini oder Auberginenwürfel, das Grundrezept bleibt dabei gleich stabil.

Fazit
Dieses Chutney ist bei mir inzwischen fester Bestandteil vom Grillsommer und von der Weihnachtsgeschenke-Liste. Am liebsten mag ich es leicht angewärmt zu gereiftem Bergkäse, das bringt die Süße und die Säure am besten zur Geltung. Wer Lust auf noch ein Glas für den Vorrat hat, dem lege ich auch mein Stachelbeer-Chutney ans Herz, das schmeckt herbstlicher und passt super zu Wild.






