Grüne Bohnen-Hummus ist bei mir zuhause die Antwort auf laue Sommerabende, an denen ich keine Lust auf den Ofen habe. Der Dip ist cremig, leicht scharf und in 45 Minuten fertig, ganz ohne stundenlanges Kochen. Ich stelle ihn mit Brot, Gemüsesticks oder einfach mit dem Löffel auf den Tisch.
Auf die Idee bin ich letzten Sommer gekommen, als im Garten plötzlich mehr grüne Bohnen standen, als ich in der klassischen Beilage unterbringen konnte. Mein Sohn hatte gerade seine Hummus-Phase, nachdem wir meinen klassischen Kichererbsen-Hummus ausprobiert hatten, und wollte jeden Tag etwas zum Dippen. Also habe ich die Bohnen kurzerhand mit Kichererbsen, Kreuzkümmel und einem Schuss Zitronensaft püriert.
Beim ersten Löffel war ich selbst überrascht, wie mild und gleichzeitig würzig das Ganze schmeckt. Mittlerweile mache ich den Dip immer, wenn die Bohnen im Garten reif sind, und friere mir sogar eine Portion für später ein. Jetzt zeige ich dir, wie er bei mir in der Küche entsteht.
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Zutaten für Grüne Bohnen-Hummus
Für meinen Grüne Bohnen-Hummus brauchst du nur wenige Zutaten, die meisten hast du wahrscheinlich sowieso im Kühlschrank. Ich nehme dafür immer Kichererbsen aus der Dose, das spart Zeit, und frische grüne Bohnen aus dem Garten oder vom Markt. Wenn du Lust auf Abwechslung hast, schmeckt mein Möhren-Hummus mit den gleichen Grundzutaten genauso gut.
- 545 ml Wasser (davon 500 ml zum Dünsten der Bohnen, 45 ml zum Pürieren)
- 1 ½ TL Salz
- 200 g grüne Bohnen, geputzt
- 1 Schalotte, halbiert
- 1 frische Chilischote, entkernt und grob geschnitten (plus etwas mehr zum Garnieren)
- 1 Salbeiblatt (plus etwas mehr zum Garnieren)
- 50 ml Olivenöl (davon 30 ml zum Andünsten, 20 ml zum Pürieren)
- 100 g Kichererbsen aus der Dose, abgetropft (plus etwas mehr zum Garnieren)
- 1 gestrichener TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 15 g Zitronensaft
Mein Tipp: Kaufe die Bohnen möglichst frisch, dann bleibt die Farbe schön grün. Wer für Kinder kocht, lässt die Chili einfach weg oder reduziert sie auf die Hälfte.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, die Bohnen zuerst zu dämpfen und dann mit den restlichen Zutaten weiterzuverarbeiten, so bleibt der Geschmack frisch und die Farbe kräftig grün.
Schritt 1: 500 ml Wasser mit 1 TL Salz in einem Topf mit Dämpfeinsatz zum Kochen bringen. Die grünen Bohnen in den Dämpfeinsatz geben, Deckel aufsetzen und 15 bis 20 Minuten dämpfen, bis sie weich sind. Anschließend abgießen.
Schritt 2: Schalotte, Chili und Salbei fein hacken. In einem Topf 30 ml Olivenöl erhitzen und die Mischung darin bei mittlerer Hitze 3 Minuten andünsten, bis die Schalotte glasig ist.
Schritt 3: Die gedämpften Bohnen, Kichererbsen, ½ TL Salz, Kreuzkümmel und Zitronensaft dazugeben und alles zugedeckt 6 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Schritt 4: Alles zusammen mit den restlichen 20 ml Olivenöl und 45 ml Wasser in einen Mixer oder hohen Becher geben und mit dem Pürierstab cremig pürieren, das dauert etwa 20 bis 30 Sekunden. Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
Schritt 5: Den Hummus warm oder kalt servieren, garniert mit ein paar Kichererbsen, einem Salbeiblatt und etwas frischer Chili.
Profi-Tipp: Wenn der Dip zu fest ist, einfach noch einen Esslöffel Wasser oder Olivenöl unterrühren, dann wird er wieder streichfähig.

Grüne Bohnen-Hummus
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- 500 ml Wasser mit 1 TL Salz in einem Topf mit Dämpfeinsatz zum Kochen bringen. Grüne Bohnen im Dämpfeinsatz 15 bis 20 Minuten dämpfen, bis sie weich sind. Abgießen.
- Schalotte, Chili und Salbei fein hacken und in 30 ml Olivenöl bei mittlerer Hitze 3 Minuten andünsten, bis die Schalotte glasig ist.
- Gedämpfte Bohnen, Kichererbsen, ½ TL Salz, Kreuzkümmel und Zitronensaft dazugeben und zugedeckt 6 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
- Mit den restlichen 20 ml Olivenöl und 45 ml Wasser 20 bis 30 Sekunden cremig pürieren. Abschmecken.
- Warm oder kalt servieren, garniert mit Kichererbsen, Salbei und frischer Chili.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Grüne Bohnen-Hummus
Der Dip passt zu vielen Konsistenzen und Anlässen, von herzhaft bis leicht.
- Knuspriges Fladenbrot: nimmt die cremige Konsistenz auf und macht den Dip zur kleinen Mahlzeit.
- Rohes Gemüse wie Karotten und Paprika: sorgt für Frische und einen knackigen Gegenpart.
- Gegrilltes Fleisch oder Halloumi: bringt Herzhaftigkeit rein und macht aus dem Dip eine Beilage.
Wer gerne einen zweiten Dip mit auf den Tisch stellt, kombiniert dazu mein cremiges Tzatziki, das ebenfalls gut zu Gegrilltem passt.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Hummus luftdicht verschlossen etwa 3 Tage. Ich fülle ihn dafür am liebsten in ein Schraubglas, das lässt sich gut stapeln.
Zum Aufwärmen brauchst du eigentlich nichts, der Dip schmeckt kalt oder zimmerwarm am besten. Direkt aus dem Kühlschrank einfach kurz umrühren, dann ist er wieder cremig.
Du kannst die grünen Bohnen auch durch Zucchini oder Erbsen ersetzen, dann bekommt der Dip eine andere Farbe und Süße. Für eine Meal-Prep-Portion friere ich den Hummus manchmal in kleinen Portionen ein und taue ihn über Nacht im Kühlschrank auf.

Fazit
Für mich ist dieser Grüne Bohnen-Hummus der Beweis, dass ein voller Gemüsegarten kein Problem ist, sondern eine Gelegenheit. Er schmeckt frisch, ist in 45 Minuten fertig und hält sich locker ein paar Tage im Kühlschrank. Wenn du noch mehr Hummus-Ideen brauchst, probier gerne auch meinen würzigen Curry-Dattel-Hummus. Bei mir wandert die Schüssel meistens noch am selben Abend leer.






