Acuka ist ein würziger türkischer Aufstrich aus Walnüssen, Paprikamark und Granatapfelsirup, den ich ohne Kochen in fünf Minuten fertig habe. Er schmeckt nussig und leicht scharf, mit einer angenehmen Säure im Abgang. Für mich ist er die schnellste Rettung, wenn spontan Besuch kommt und nur Fladenbrot im Haus ist.
Zum ersten Mal habe ich Acuka an einem heißen Samstag im August bei meiner Nachbarin Aylin gegessen. Die Schüssel stand zwischen Salaten und Grillgemüse, und ich bin den ganzen Abend nicht mehr davon weggekommen.
Am nächsten Tag habe ich die Acuka nachgemixt, und meine Tochter hat vorsichtig ein Stück Gurke hineingetunkt. Ihr Urteil: „Viel zu scharf, Mama.“ Beim zweiten Versuch habe ich mildes Paprikamark genommen, und plötzlich war das Glas am Abend leer. Seitdem habe ich immer mildes und scharfes Paprikamark im Vorratsschrank.
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Zutaten für Acuka
Für meine Acuka brauchst du nur Vorratszutaten, und die meisten hast du wahrscheinlich schon im Schrank. Walnüsse und Paprika sind bei mir sowieso ein eingespieltes Paar, ähnlich wie in meinem Paprika-Walnuss-Dip. Paprikamark und Granatapfelsirup kaufe ich im türkischen Supermarkt um die Ecke, beides gibt es inzwischen aber auch in vielen großen Supermärkten.
- 100 g Walnusskerne (halbiert). Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, vorher eine Walnuss zu probieren: Schmeckt sie bitter, ist sie alt, und das schmeckst du später im ganzen Aufstrich.
- 2 Knoblauchzehen (geschält)
- 20 g Schwarzkümmel
- 40 g Paprikamark (scharf oder mild). Mein Tipp: Für Kinder oder alle, die es mild mögen, nehme ich die milde Variante.
- 40 g Tomatenmark
- 90 g Olivenöl (ca. 100 ml)
- 2 TL Thymian (getrocknet)
- 2 TL Basilikum (getrocknet)
- 1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
- 2 Prisen Salz
- 30 g Granatapfelsirup. Ich nehme dafür immer einen Sirup ohne Zuckerzusatz, der schmeckt herrlich herb und fruchtig.
Allergenhinweis: Der Aufstrich enthält Walnüsse und damit Schalenfrüchte. Auch die Variante mit Mandeln ist für Menschen mit Nussallergie nicht geeignet.
Zubereitung Schritt für Schritt
Du brauchst nur eine Küchenmaschine oder einen Multizerkleinerer. Meine bewährte Methode ist, lieber kurz zu pulsen als lange durchzumixen, damit der Aufstrich etwas Biss behält.
Schritt 1: Die geschälten Knoblauchzehen grob hacken. So verteilt sich der Knoblauch später gleichmäßig und du beißt nicht auf ein großes Stück.
Schritt 2: Walnüsse, Knoblauch, Schwarzkümmel, Paprikamark, Tomatenmark, Olivenöl, Thymian, Basilikum, Kreuzkümmel, Salz und Granatapfelsirup in den Behälter geben.
Schritt 3: Alles in kurzen Intervallen etwa 10 bis 15 Sekunden pulsen. Zwischendurch die Masse einmal mit einem Teigschaber vom Rand schieben. Fertig ist sie, wenn eine dicke, tiefrote Paste entstanden ist, in der man noch kleine Walnussstückchen sieht. Typischer Fehler: zu lange mixen. Dann tritt das Öl aus den Nüssen und die Masse wird schmierig statt streichfähig.
Schritt 4: Probieren und bei Bedarf mit einer Prise Salz nachwürzen. Magst du es feiner, mixt du noch einmal 3 bis 5 Sekunden.
Schritt 5: Die Paste in eine Schale füllen und zum Beispiel mit Fladenbrot servieren. Ich träufle gern noch ein paar Tropfen Olivenöl darüber, das sieht schön aus und hält die Oberfläche glänzend.

Acuka
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Die geschälten Knoblauchzehen grob hacken, damit sie sich später gleichmäßig verteilen.
- Walnüsse, Knoblauch, Schwarzkümmel, Paprikamark, Tomatenmark, Olivenöl, Thymian, Basilikum, Kreuzkümmel, Salz und Granatapfelsirup in die Küchenmaschine oder den Multizerkleinerer geben.
- Alles in kurzen Intervallen etwa 10 bis 15 Sekunden pulsen, bis eine dicke, tiefrote Paste mit kleinen Walnussstückchen entsteht. Zwischendurch einmal mit dem Teigschaber vom Rand schieben und nicht zu lange mixen, sonst wird die Masse ölig.
- Abschmecken und bei Bedarf nachsalzen. Für eine feinere Konsistenz noch einmal 3 bis 5 Sekunden mixen.
- Die Paste in eine Schale füllen, nach Wunsch mit etwas Olivenöl beträufeln und zum Beispiel mit Fladenbrot servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Acuka
Acuka ist kräftig und cremig, mit einer leichten Säure. Deshalb passt sie am besten zu Dingen, die entweder knusprig oder frisch sind.
Fladenbrot: Der Klassiker. Warmes, weiches Brot nimmt die ölige Paste wunderbar auf, und du brauchst eigentlich nichts anderes. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, backe ich mein persisches Fladenbrot selbst.
Gemüsesticks: Gurke, Paprika und Karotte sind kühl und knackig und fangen die Schärfe gut ab. So essen meine Kinder sie am liebsten, gern mit einer Schale Cacık mit Joghurt und Gurke daneben.
Grillgemüse: Zucchini, Aubergine und Champignons vom Grill bekommen mit einem Klecks davon eine würzige, nussige Note. Wer es richtig scharf mag, stellt noch ein Schälchen Acılı Ezme dazu.
Bulgur- oder Couscoussalat: Ein Löffel Walnuss-Paprika-Aufstrich neben dem Salat macht aus einer Beilage ein sattmachendes Mittagessen.
Zum Frühstück: Auf Brot mit Tomatenscheiben und Gurke schmeckt sie wie ein Stück türkisches Frühstück am Wochenende.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich Acuka in einem gut verschlossenen Glas etwa 3 bis 4 Tage. Ich streiche die Oberfläche glatt und gieße eine dünne Schicht Olivenöl darüber, so trocknet nichts aus. Du kannst sie auch portionsweise einfrieren und innerhalb von 2 Monaten verbrauchen. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Aufwärmen musst du sie nicht, aber ich nehme sie etwa 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Das Olivenöl wird in der Kälte dick und flockig, bei Zimmertemperatur ist sie wieder schön streichfähig. Am Vortag gemacht schmeckt sie sogar besser, weil Knoblauch und Gewürze Zeit zum Durchziehen haben.
Acuka ist viel mehr als ein Dip. Ich streiche sie in Wraps mit Falafel und Salat, rühre einen Löffel unter heiße Nudeln mit etwas Nudelwasser oder nutze sie als Sandwichaufstrich. Reichen die Walnüsse nicht, ersetze ich die Hälfte durch Mandeln.

Mein Fazit
Acuka gehört für mich zu den Rezepten, die mehr hermachen, als sie Arbeit machen. Ein Mixer und ein paar Vorratszutaten reichen, und trotzdem fragen alle nach dem Rezept. Seit dem Grillabend bei Aylin habe ich fast immer ein Glas davon im Kühlschrank, meistens gleich neben meinem selbstgemachten Ajvar.






