Olivensauce ist mein liebster Dip für Grillabende. Grüne und schwarze Oliven, Tomate, ein Schuss süße Chilisauce und eine Prise Cayenne, in 10 Minuten verrührt und ganz ohne Kochen. Sie schmeckt zu frischem Baguette genauso gut wie zu Würstchen und Steak.
Die erste Olivensauce habe ich an einem Freitagabend im Juni gemacht. Die Nachbarn kamen spontan mit Würstchen rüber, und im Kühlschrank fand ich nur ein Glas Oliven und die angebrochene Tube Tomatenmark. Ketchup, Chilisauce und passierte Tomaten habe ich zum Glück immer im Vorratsschrank.
Meine Tochter hat den ersten Löffel probiert, kurz die Nase gerümpft und gesagt: „Mama, das kribbelt!“ Seitdem stelle ich für die Kinder eine kleine Schüssel ohne Cayenne zur Seite. Die Erwachsenen hatten das Baguette an dem Abend leer gedippt, bevor die Würstchen überhaupt vom Grill kamen. So mache ich die Sauce seitdem jeden Sommer.
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Zutaten für Olivensauce
Für diese Olivensauce brauchst du nur Vorratszutaten, die ich fast immer im Schrank habe. Ich mische grüne und schwarze Oliven, weil die grünen frischer und die schwarzen milder schmecken. Den Ketchup kaufe ich meistens fertig, im Spätsommer nehme ich aber gern meinen eigenen Tomatenketchup.
- 150 g Oliven, grün und schwarz gemischt (entsteint, abgetropft, ich nehme je etwa die Hälfte). Mein Tipp: Die Oliven nach dem Abtropfen kurz mit Küchenpapier abtupfen, sonst wird die Sauce wässrig.
- 180 g Ketchup
- 80 g passierte Tomaten (aus Dose oder Glas)
- 15 g Tomatenmark (etwa 1 EL)
- 40 g süße Chilisauce. Ich nehme dafür immer eine milde Sorte, wie man sie zu Hähnchen kennt. Hast du etwas mehr Zeit, passt auch eine selbst gemachte süß-scharfe Chilisauce.
- 2 TL Balsamico, dunkel (plus etwas zum Abschmecken)
- 1 TL Basilikum, getrocknet (plus etwas zum Abschmecken)
- 1 Prise Cayennepfeffer. Für die Kinder lasse ich ihn einfach weg.
Allergenhinweis: Balsamico enthält Sulfite. Manche Ketchup- und Chilisaucen enthalten Sellerie, Senf oder Weizen, deshalb schaue ich beim Einkauf kurz aufs Etikett. Milch, Ei und Nüsse sind in der Sauce nicht drin.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung hängt alles an der Konsistenz der Oliven. Sie sollen fein gehackt sein, aber nicht zu Mus werden.
Schritt 1: Die abgetropften und trocken getupften Oliven in einen Multizerkleinerer geben und 3 bis 4 Mal kurz pulsieren. Die Stückchen sollen etwa linsengroß sein. Ohne Gerät hackst du die Oliven mit einem großen Messer auf dem Brett fein. Das dauert etwa 5 Minuten. Nicht zu lange laufen lassen, sonst entsteht eine graue Paste statt kleiner Stückchen.
Schritt 2: Ketchup, passierte Tomaten, Tomatenmark, Chilisauce, Balsamico und Basilikum in eine Schüssel geben. Mit einem Löffel verrühren, bis das Tomatenmark keine Schlieren mehr zieht und die Mischung glänzend rot ist.
Schritt 3: Die gehackten Oliven unterheben, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
Schritt 4: Wenn Kinder mitessen, nehme ich jetzt eine kleine Portion für sie ab. Dann den Cayennepfeffer unterrühren und die Olivensauce mit einem Spritzer Balsamico und etwas Basilikum abschmecken.
Schritt 5: Wenn ich Zeit habe, lasse ich die Sauce noch eine Viertelstunde stehen. Dann quillt das getrocknete Basilikum auf und die Aromen verbinden sich. Sofort serviert schmeckt sie aber auch schon gut.

Olivensauce
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Die abgetropften und trocken getupften Oliven im Multizerkleinerer mit 3 bis 4 kurzen Impulsen fein hacken, bis sie etwa linsengroß sind. Ohne Gerät mit einem großen Messer fein hacken. Nicht zu lange zerkleinern, sonst entsteht eine Paste.
- Ketchup, passierte Tomaten, Tomatenmark, Chilisauce, Balsamico und Basilikum in einer Schüssel glatt verrühren, bis die Mischung glänzend rot ist.
- Die gehackten Oliven unterheben, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
- Für Kinder bei Bedarf jetzt eine Portion abnehmen. Dann den Cayennepfeffer unterrühren und mit Balsamico und Basilikum abschmecken.
- Nach Möglichkeit 15 Minuten ziehen lassen (optional, nicht in der Gesamtzeit enthalten) und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Olivensauce
Die Olivensauce ist würzig und leicht süßlich. Deshalb passt sie am besten zu Dingen, die knusprig, mild oder vom Grill sind.
Frisches Baguette: Die Kruste nimmt die Sauce gut auf. Meine Familie liebt es, das Brot einfach hineinzutunken.
Grillfleisch: Zu Würstchen, Hähnchenspießen oder meinen Nackensteaks in Biermarinade ersetzt sie bei mir den Ketchup.
Gegrillter Halloumi oder Grillkäse: Der salzige Käse und die leicht süßliche Tomatensauce gleichen sich gut aus. Das ist bei mir die liebste vegetarische Kombination am Grill.
Gemüsesticks: Paprika, Gurke und Karotte machen den Dip leichter und bringen etwas Frische dazu. Für die Kinder stelle ich oft noch einen milden Kräuter-Schmand-Dip daneben.
Kartoffelspalten aus dem Ofen: Die knusprigen Kanten und die würzige Sauce passen einfach gut zusammen.
Aufbewahrung & Serviertipps
In einem gut verschlossenen Glas hält sich die Olivensauce bei mir im Kühlschrank etwa 3 Tage. Ich nehme immer einen sauberen Löffel zum Portionieren. So bleibt sie länger frisch.
Die Sauce lässt sich gut am Vortag vorbereiten, weil sie über Nacht noch etwas würziger wird. Vor dem Servieren nehme ich sie etwa 20 Minuten früher aus dem Kühlschrank. Kalt direkt aus dem Kühlschrank schmeckt man die Oliven weniger.
Reste streiche ich gern auf Brot oder unter den Käse auf einem Wrap. Mit etwas Nudelwasser verdünnt und kurz in der Pfanne erwärmt, wird aus der Olivensauce eine schnelle Pastasauce. Wer es kräftiger mag, nimmt nur Kalamata-Oliven oder rührt einen Teelöffel Kapern unter.

Fazit
Diese Olivensauce ist für mich der Beweis, dass ein guter Dip keine besonderen Zutaten braucht. In 10 Minuten steht eine Schüssel auf dem Tisch, die bei jedem Grillabend zuerst leer ist. Und die kleine Schüssel ohne Cayenne für die Kinder gehört bei mir inzwischen einfach dazu.
Wenn mehr Gäste kommen, stelle ich gern noch meinen cremigen Aufstrich aus Feta und Oliven daneben. Dann ist für jeden etwas zum Dippen dabei.






