Erdbeer-Curry-Ketchup ist meine Antwort auf leere Ketchupflaschen am Grillabend. Süße Erdbeeren treffen auf mildes Curry und etwas Schärfe, fertig ist eine Sauce, die klassischen Ketchup ziemlich alt aussehen lässt.
Bei mir kam die Idee an einem Samstag im Juli zustande, als der Ketchup alle war und ich stattdessen eine Kiste Erdbeeren vom Wochenmarkt auf der Arbeitsplatte stehen hatte. Mein Sohn war skeptisch: „Erdbeeren zu Fleisch, ernsthaft?“, aber nach dem ersten Löffel war die Skepsis vergessen.
Seitdem steht immer eine Flasche im Kühlschrank, sobald es draußen wärmer wird. Der Duft beim Köcheln, Curry, Essig und Erdbeeren zusammen, zieht zuverlässig alle in die Küche. Und weil die Sauce eingekocht ist, hält sie sich auch über mehrere Grillabende. Wer schon mal selbst Ketchup gemacht hat, weiß: Der Unterschied zur Tube aus dem Supermarkt ist enorm, und selbst neben meinem klassischen Tomaten-Ketchup schmeckt diese fruchtige Variante nochmal ganz anders. Los geht’s mit dem Rezept.
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Zutaten für Erdbeer-Curry-Ketchup
Das kommt bei mir in den Topf, plus ein paar Alternativen für den Fall, dass etwas fehlt. Wer Lust auf eine ähnliche Kombination aus Frucht und Grillwürze hat, findet auch in meiner Pfirsich-BBQ-Sauce ein gutes Beispiel dafür:
- 10 g frischer Ingwer, in dünnen Scheiben
- 1 rote Peperoni, entkernt (wer es milder mag, nimmt nur die Hälfte)
- 2 rote Zwiebeln, halbiert
- 700 g Tomaten, halbiert
- 300 g Erdbeeren, halbiert
- 250 g Rohrzucker
- 100 g Tomatenmark
- 70 g Himbeeressig
- 3 EL mildes Currypulver (mein Tipp: ein gutes mildes Curry macht hier wirklich den Unterschied im Geschmack)
- 1 TL Salz
- 1 gehäufter TL Paprikapulver edelsüß
- ½ TL Paprikapulver rosenscharf
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, reife, weiche Erdbeeren zu nehmen. Die pürieren sich glatter und bringen mehr natürliche Süße mit, wodurch am Ende weniger Zucker nötig ist.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, erst die scharfen Zutaten fein zu hacken und erst danach das restliche Gemüse grob zu schneiden, das spart am Ende Zeit beim Pürieren.
Schritt 1: Ingwer und Peperoni sehr fein hacken, am besten mit einem scharfen Messer oder im Blitzhacker.
Schritt 2: Zwiebeln, Tomaten und Erdbeeren grob würfeln und zusammen mit Ingwer und Peperoni in einen großen Topf geben.
Schritt 3: Zucker, Tomatenmark, Himbeeressig, Curry, Salz und beide Paprikasorten dazugeben, alles verrühren und aufkochen lassen.
Schritt 4: Bei mittlerer Hitze etwa 40 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Die Masse ist fertig, wenn sie deutlich eingedickt ist und beim Ziehen eines Löffels durch den Topf kurz sichtbar bleibt, wie bei Marmelade.
Schritt 5: Mit dem Pürierstab oder im Standmixer fein pürieren, dann heiß in saubere, ausgespülte Flaschen füllen, verschließen und vollständig abkühlen lassen.
Profi-Tipp: Wer die Sauce lieber stückig mag, püriert nur die Hälfte und lässt den Rest grob.

Erdbeer-Curry-Ketchup
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Ingwer und Peperoni sehr fein hacken.
- Zwiebeln, Tomaten und Erdbeeren grob würfeln und mit Ingwer und Peperoni in einen großen Topf geben.
- Zucker, Tomatenmark, Himbeeressig, Curry, Salz und beide Paprikasorten zugeben, verrühren und aufkochen lassen.
- Bei mittlerer Hitze etwa 40 Minuten köcheln lassen, bis die Masse eingedickt ist, dabei gelegentlich umrühren.
- Fein pürieren, heiß in saubere Flaschen füllen, verschließen und abkühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Erdbeer-Curry-Ketchup
Die fruchtig-scharfe Sauce passt überall dort, wo sonst klassischer Ketchup oder BBQ-Sauce stehen würde.
Gegrilltes Schweinenacken: die Süße der Erdbeeren gleicht die Röstaromen vom Grill schön aus, besonders gut in Kombination mit meiner Biermarinade für Nackensteaks.
Kurzgebratenes Hähnchen: mildere Fleischsorten profitieren besonders von der Curryschärfe.
Pommes und Kartoffelecken: als Dip statt normalem Ketchup, kommt bei Kindern überraschend gut an.
Currywurst: für alle, die eine fruchtigere Variante als die klassische Currysauce mögen, oder alternativ mal meine scharfe Grillsauce probieren wollen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Erdbeer-Curry-Ketchup gut zwei bis drei Wochen, verschlossen in den sauberen, ausgekochten Flaschen.
Zum Servieren muss nichts erwärmt werden, die Sauce kommt direkt aus dem Kühlschrank auf den Tisch. Nur wenn sie mir zu fest aus der Flasche läuft, stelle ich sie kurz vorher raus, damit sie Zimmertemperatur annimmt.
Wer mag, tauscht die Erdbeeren gegen Mango oder Pfirsich aus, das Grundprinzip bleibt gleich. Auch als Grundlage für eine schnelle BBQ-Marinade funktioniert die Sauce gut, einfach mit etwas Öl und Sojasauce verrühren.

Fazit
Dieser Ketchup hat bei mir die Tube aus dem Supermarkt komplett ersetzt, seit dem ersten Sommer mache ich ihn regelmäßig neu. Er braucht etwas Geduld beim Köcheln, aber kaum Aufwand, und hält sich lange genug für mehrere Grillabende. Genau das richtige Rezept für alle, die Ketchup mögen, aber gern etwas mehr Geschmack darin hätten, ähnlich wie bei meiner süß-scharfen Chilisauce, die ich aus demselben Grund ständig im Kühlschrank habe.






