Süß-scharfe Chilisauce mache ich mittlerweile mehrmals im Jahr, immer dann, wenn der Peperoni-Vorrat im Garten zu groß wird. Die Sauce ist schnell gekocht, hält sich lange und schmeckt zu fast allem vom Grill.
Angefangen hat das Ganze mit einer viel zu großen Tüte Peperoni von meinem Nachbarn, der jeden Sommer mehr erntet, als er selbst verbrauchen kann. Ich stand mit den Schoten in der Küche und wusste zuerst gar nicht so recht, wohin damit. Also habe ich kurzerhand Ingwer und Knoblauch dazugeholt und alles zu einer Sauce verkocht. So ähnlich ist übrigens auch meine Sriracha-Sauce entstanden, aus einem simplen Chili-Überschuss, der unbedingt verwertet werden musste.
Mein Mann war skeptisch, bis er den ersten Löffel probiert hat. Seitdem steht mindestens eine Flasche im Kühlschrank, meistens sogar zwei. Mein Tipp: Wer die Sauce noch etwas schärfer mag, lässt die Kerne der Chilischote einfach drin.
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Zutaten für Süß-scharfe Chilisauce
Für die Sauce brauchst du wenige Zutaten, die meisten hat man ohnehin im Haus. Ich nehme dafür am liebsten rote Peperoni, weil sie milder sind als die grünen und farblich schöner in der Flasche wirken. Genau wie bei meinem Paprika-Tomaten-Chutney arbeite ich auch hier mit Gelierzucker, das macht die Sauce später schön streichfähig.
- 100 g rote Peperoni, ohne Stiele, mit Kernen, in Stücken (3 cm)
- 1 rote Chilischote, entkernt, in kleinen Stücken
- 25 g frischer Ingwer, in dünnen Scheiben
- 4 Knoblauchzehen
- 2 Schalotten, halbiert
- 1 TL Salz
- 100 g Gelierzucker 2:1
- 80 g heller Reisessig
- 250 g Wasser
Meine bewährte Methode bei der Schärfe: Ich probiere die Peperoni vorher einzeln, denn je nach Erntezeitpunkt schwankt die Schärfe stark. Aus meiner Erfahrung lohnt sich außerdem heller Reisessig statt normalem Essig, er wirkt milder und passt besser zur Süße vom Gelierzucker.
Zubereitung Schritt für Schritt
Diese Süß-scharfe Chilisauce braucht kaum Aufmerksamkeit, solange du sie am Ende im Auge behältst, damit sie nicht zu dick wird. Mein Tipp: lieber einmal zu früh vom Herd nehmen als zu spät.
Schritt 1: Peperoni, Chilischote, Ingwer, Knoblauch, Schalotten und Salz sehr fein hacken, am besten im Blitzhacker oder mit einem scharfen Messer, bis die Mischung fast püriert ist.
Schritt 2: Gelierzucker, Reisessig und Wasser in einen Topf geben, die gehackte Mischung dazugeben und unter Rühren aufkochen. 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen, dabei ab und zu umrühren.
Schritt 3: Bei kleiner Hitze weitere 20 Minuten köcheln lassen. Die Sauce sollte am Ende leicht eindicken und beim Ziehen mit dem Löffel kurz Spuren hinterlassen.
Schritt 4: Sauce randvoll in 2 heiß ausgespülte Flaschen (à ca. 250 g) füllen und sofort fest verschließen. Flaschen 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann umdrehen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Süß-scharfe Chilisauce
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Peperoni, Chilischote, Ingwer, Knoblauch, Schalotten und Salz sehr fein hacken, am besten im Blitzhacker oder mit einem scharfen Messer, bis die Mischung fast püriert ist.
- Gelierzucker, Reisessig und Wasser in einen Topf geben, die gehackte Mischung dazugeben und unter Rühren aufkochen. 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen.
- Bei kleiner Hitze weitere 20 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
- Sauce randvoll in 2 heiß ausgespülte Flaschen (à ca. 250 g) füllen und sofort fest verschließen. Flaschen 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann umdrehen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Süß-scharfer Chilisauce
Die Sauce ist süß, scharf und leicht säuerlich zugleich, deshalb passt sie zu vielem vom Grill oder aus der Pfanne.
Gegrilltes Fleisch: Die Süße gleicht die Röstaromen aus und bringt gleichzeitig Schärfe rein, besonders schön zu Fleisch, das vorher in meiner Biermarinade für Nackensteaks lag.
Frühlingsrollen: Klassische Dip-Kombination, die Säure passt gut zum fettigen Teig.
Reisgerichte: Ein Löffel davon reicht, um ein einfaches Reisgericht spannender zu machen.
Käseplatte: Süß-scharf funktioniert überraschend gut zu würzigem Käse, ähnlich wie mein Chili-Cheese-Dip.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet hält sich die Sauce durch das Einkochen mehrere Wochen im Kühlschrank. Sobald eine Flasche offen ist, verbrauche ich sie innerhalb von zwei bis drei Wochen.
Zum Aufwärmen brauchst du nichts weiter tun, die Sauce wird kalt serviert oder direkt aus dem Kühlschrank verwendet. Falls sie zu fest geworden ist, kurz bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann lässt sie sich wieder leichter aus der Flasche gießen.
Wer mag, kann statt Peperoni auch mildere Spitzpaprika nehmen, dann wird die Sauce insgesamt milder. Auch als Marinade-Basis für Hähnchen funktioniert sie gut, einfach mit etwas Öl verrühren.

Fazit
Diese Chilisauce ist bei mir mittlerweile fester Bestandteil jeder Grillsaison geworden. Sie braucht wenig Aufwand, hält lange und wandert bei mir auch mal als kleines Mitbringsel in fremde Küchen, genau wie meine Pfirsich-BBQ-Sauce, die ich im Sommer genauso gern verschenke. Am liebsten mag ich sie zu deftigem Fleisch vom Grill, dort kommt die Balance aus süß und scharf am besten raus.






