Weiße-Bohnen-Dip ist mein Retter, wenn abends schnell etwas auf den Tisch muss, das nicht aus der Tüte kommt. Rosmarin und Knoblauch werden kurz in Olivenöl angeschwitzt, dann gart alles mit weißen Bohnen und etwas Gemüsefond und wird fein püriert. Nach 20 Minuten steht eine cremige, würzige Schüssel da, die zu Gemüse, Brot und sogar zu Ofenkartoffeln passt.
Meinen ersten Weiße-Bohnen-Dip habe ich an einem verregneten Dienstag im Oktober gemacht. Im Vorratsschrank standen nur noch zwei Dosen Bohnen, und die Kinder kamen hungrig aus der Schule. Mein Sohn hat skeptisch eine Karotte hineingetunkt und dann gefragt, ob das „weißer Hummus“ sei. Seitdem heißt der Dip bei ihm genau so.
Was mich damals überrascht hat: Der Rosmarin duftet beim Anschwitzen so kräftig, dass die ganze Küche nach Sonntagsbraten riecht, obwohl nichts im Ofen ist. Inzwischen steht der Weiße-Bohnen-Dip fast jede Woche auf meinem Tisch, mal als Snack nach der Schule, mal als schnelles Abendbrot mit warmem Fladenbrot. So mache ich ihn.
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Zutaten für Weiße-Bohnen-Dip
Für den Weiße-Bohnen-Dip brauchst du nur Vorratszutaten, die ich fast immer im Haus habe, und anders als für meinen klassischen Hummus nicht mal Tahin. Das nehme ich dafür, und bei ein paar Zutaten schreibe ich dir dazu, was auch gut funktioniert.
- 2 Stängel Rosmarin (Nadeln abgezupft)
- 2 Knoblauchzehen (geschält)
- 50 g Olivenöl (ca. 4 EL, aufgeteilt in 30 g und 20 g)
- 2 Dosen weiße Bohnen (à 425 g, Abtropfgewicht je ca. 250 g, abgespült und abgetropft). Ich nehme dafür immer Cannellini-Bohnen, weil sie besonders samtig werden.
- 1 TL Salz (bei gesalzenen Dosenbohnen erst ½ TL, später abschmecken)
- 2 Prisen Pfeffer
- 100 ml Gemüsefond (oder Gemüsebrühe)
- 1 TL Zitronenschale (fein gerieben, von 1 Bio-Zitrone). Mein Tipp: Reib nur die gelbe Schale ab, denn das Weiße darunter macht den Dip bitter.
- 1 Prise Cayennepfeffer (für Kinder einfach weglassen)
- 40 g Crème fraîche. Aus meiner Erfahrung klappt griechischer Joghurt genauso, dann schmeckt der Dip etwas frischer.
Allergene: Der Dip enthält Milch (Crème fraîche oder Joghurt). Gekaufter Gemüsefond enthält oft Sellerie, deshalb schaue ich immer kurz auf die Zutatenliste.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode: ein kleiner Topf und danach der Pürierstab. Die Bohnen garen kurz mit, dadurch wird der Weiße-Bohnen-Dip viel cremiger, als wenn du sie roh pürierst.
Schritt 1: Rosmarinnadeln und Knoblauch sehr fein hacken. Ich mache das auf dem Brett mit einem großen Messer, bis alles fast wie eine Paste aussieht.
Schritt 2: 30 g Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Rosmarin und Knoblauch darin etwa 3 Minuten dünsten, bis es kräftig duftet. Der Knoblauch soll glasig werden, nicht braun, sonst schmeckt er bitter. Färbt er sich zu schnell, dreh die Hitze etwas runter.
Schritt 3: Bohnen, Salz und Pfeffer zugeben und 3 Minuten mitdünsten. Dabei vorsichtig rühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Schritt 4: Gemüsefond angießen und alles 4 Minuten leise köcheln lassen. Die Bohnen werden dabei richtig weich und ziehen das Rosmarinaroma auf.
Schritt 5: Topf vom Herd nehmen, Zitronenschale und Cayennepfeffer zugeben und alles mit dem Pürierstab 1 bis 2 Minuten fein pürieren, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Im Standmixer geht es auch. Lass die Masse dann kurz abkühlen, nimm den kleinen Einsatz aus dem Deckel und leg ein Küchentuch über die Öffnung, weil heißer Dampf Druck aufbaut. Danach in eine Schüssel umfüllen.
Schritt 6: Crème fraîche unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit den restlichen 20 g Olivenöl beträufeln und servieren.

Weiße-Bohnen-Dip
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Rosmarinnadeln und Knoblauch sehr fein hacken, bis alles fast wie eine Paste aussieht.
- 30 g Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Rosmarin und Knoblauch darin etwa 3 Minuten dünsten, bis es duftet. Der Knoblauch soll glasig werden, nicht braun. Färbt er sich zu schnell, die Hitze reduzieren.
- Bohnen, Salz und Pfeffer zugeben und 3 Minuten unter vorsichtigem Rühren mitdünsten.
- Gemüsefond angießen und alles 4 Minuten leise köcheln lassen, bis die Bohnen richtig weich sind.
- Topf vom Herd nehmen, Zitronenschale und Cayennepfeffer zugeben und mit dem Pürierstab 1 bis 2 Minuten fein pürieren, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Im Standmixer die Masse vorher kurz abkühlen lassen, den Deckeleinsatz herausnehmen und ein Küchentuch über die Öffnung legen. In eine Schüssel umfüllen.
- Crème fraîche unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit den restlichen 20 g Olivenöl beträufeln und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Weiße-Bohnen-Dip
Der cremige Dip mag Begleiter mit Biss oder etwas Warmes zum Eintunken.
Gemüsesticks: Karotten, Gurke und Paprika bringen Frische und Crunch zum weichen Dip.
Fladenbrot: Warm aus dem Ofen saugt es das Olivenöl auf, und meine Kinder reißen es sofort in Stücke. Wenn ich Zeit habe, backe ich mein persisches Fladenbrot selbst.
Ofenkartoffeln: Hier ersetzt der Dip den klassischen Kräuterquark, und die Rosmarinnote passt richtig gut zur knusprigen Schale.
Gegrilltes Gemüse oder Hähnchenspieße: Rosmarin und Röstaromen vom Grill passen einfach gut zusammen.
Brotzeitteller: Mit Käse, Oliven und Radieschen wird daraus ein unkompliziertes Abendbrot. Oft stelle ich noch meinen würzigen Feta-Oliven-Aufstrich als zweiten Aufstrich dazu.
Aufbewahrung & Serviertipps
In einer gut verschlossenen Dose hält sich der Weiße-Bohnen-Dip im Kühlschrank etwa 3 Tage. Das Olivenöl zum Beträufeln gebe ich erst beim Servieren darüber. Einfrieren klappt am besten ohne Crème fraîche: bis zu 2 Monate im Gefrierfach, dann über Nacht im Kühlschrank auftauen und die Crème fraîche frisch unterrühren.
Frisch gemacht ist der Dip noch lauwarm, und so mag ich ihn am liebsten. Aus dem Kühlschrank wird er fester. Ich rühre dann 1 bis 2 EL Gemüsefond oder warmes Wasser unter und lasse ihn 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen. Für Partys bereite ich ihn gern schon am Vortag vor.
Statt weißer Bohnen gehen auch Kichererbsen, dann schmeckt der Dip etwas nussiger. Thymian ersetzt den Rosmarin gut. Wer es vegan möchte, lässt die Crème fraîche weg und nimmt einen Schuss mehr Olivenöl. Als Aufstrich im Wrap mit Gemüse und Feta ist er außerdem mein liebstes Mittagessen für unterwegs.

Fazit
Dieser Weiße-Bohnen-Dip ist für mich der Beweis, dass zwei Dosen aus dem Vorratsschrank reichen, um etwas richtig Gutes auf den Tisch zu bringen. Er ist schnell gemacht und macht satt, und mein Sohn isst dazu freiwillig Karotten. Nächstes Mal probiere ich ihn mit geröstetem Knoblauch. Wie gut der zu einem cremigen Dip passt, weiß ich schon von meinem Feta-Dip mit geröstetem Knoblauch.






