Bärlauch-Hummus ist mein liebster Weg, die kurze Bärlauchsaison zu nutzen, bevor die Blätter wieder verschwinden. Der Dip ist cremig, leicht scharf durch den Bärlauch und in 10 Minuten fertig gerührt.
Ich kaufe Bärlauch immer büschelweise auf dem Wochenmarkt, sobald er im März auftaucht, und verarbeite ihn am liebsten noch am selben Tag. Letztes Jahr habe ich eine ganze Tüte davon liegen lassen, bis sie welk war, das tut mir heute noch leid um das gute Aroma.
Seitdem plane ich fest einen Hummus-Abend ein, sobald die ersten Blätter im Kühlschrank liegen. Meine Tochter isst ihn am liebsten direkt vom Löffel, noch bevor das Baguette überhaupt geschnitten ist. Mein Mann nennt es scherzhaft „das grüne Zeug“, isst aber trotzdem die halbe Schüssel leer. Genau deshalb mache ich inzwischen immer die doppelte Menge, und genauso schnell verschwindet auch meine Tzatziki, wenn ich sie zum Grillen mache.
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Zutaten für Bärlauch-Hummus
Für den Hummus braucht es nur wenige Zutaten, die meisten hat man ohnehin im Vorrat. Nur der Bärlauch muss frisch dazu, alles andere ist Basisausstattung aus Kühlschrank und Speisekammer. Hinweis für Allergiker:innen: enthält Sesam (Tahin) und Gluten (Baguette).
- 30 g Bärlauchblätter, frisch (halbiert)
- 1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 285 g), abgetropft
- 20 g Olivenöl, plus etwas mehr zum Beträufeln
- 30 g Wasser
- ¼ TL Gemüsebrühpaste (ersatzweise ¼ Würfel Gemüsebrühe für 0,5 l)
- ½ unbehandelte Zitrone (¼ TL Schale fein abgerieben, Saft ausgepresst)
- ¼ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer
- 20 g Tahin (ich nehme dafür immer die helle Sorte, die schmeckt milder)
- 2 Prisen Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 Baguette, in Scheiben
Mein Tipp: Falls kein Bärlauch da ist, funktioniert auch eine Mischung aus Petersilie und etwas Knoblauch, geschmacklich kommt man damit erstaunlich nah dran, ähnlich wie bei meinem Kräuterquark, der sich mit verschiedenen Kräutern genauso variieren lässt.
Zubereitung Schritt für Schritt
Der Hummus braucht keine Kochplatte, nur einen Mixer oder eine Küchenmaschine. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, den Bärlauch grob vorzuhacken, damit er sich gleichmäßiger unterrühren lässt.
Schritt 1: Bärlauch waschen, trockentupfen und grob hacken. Etwa 1 TL für die Deko beiseitelegen.
Schritt 2: Kichererbsen, Tahin, Olivenöl, Wasser, Gemüsebrühpaste, Zitronenschale, 1-2 TL Zitronensaft, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und den gehackten Bärlauch in den Mixer geben. Fein pürieren, bis die Masse cremig glänzt und keine Stückchen mehr zu sehen sind. Abschmecken und bei Bedarf mit Salz oder Zitronensaft nachjustieren.
Schritt 3: Hummus in eine Schüssel füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln, mit dem restlichen Bärlauch bestreuen und mit Baguettescheiben servieren.
Typischer Fehler: Wird zu wenig Wasser oder Öl zugegeben, bleibt der Hummus krümelig statt cremig. Lieber löffelweise Wasser nachgießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Bärlauch-Hummus
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch waschen, trockentupfen und grob hacken. Etwa 1 TL für die Deko beiseitelegen.
- Kichererbsen, Tahin, Olivenöl, Wasser, Gemüsebrühpaste, Zitronenschale, 1-2 TL Zitronensaft, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und den gehackten Bärlauch in einen Mixer geben. Fein pürieren, bis die Masse cremig ist, und abschmecken.
- Hummus in eine Schüssel füllen, mit Olivenöl beträufeln, mit dem restlichen Bärlauch bestreuen und mit Baguettescheiben servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Bärlauch-Hummus
Der Dip ist mild-würzig und passt zu frischem Gemüse genauso wie zu herzhaftem Gebäck. Für eine bunte Dip-Platte kombiniere ich den Bärlauch-Hummus gerne mit meiner Guacamole und griechischem Brotaufstrich.
Ofengemüse: Karotten- und Paprikasticks nehmen die cremige Konsistenz gut auf und bringen etwas Süße rein.
Falafel: Die Kombination aus Kichererbsen-Hummus und Kichererbsen-Falafel mag doppelt klingen, schmeckt aber überraschend rund.
Radieschen: Der scharfe Biss der Radieschen bricht die milde Cremigkeit des Hummus schön auf.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Bärlauch-Hummus abgedeckt etwa 2 bis 3 Tage. Am besten in einem verschließbaren Glas aufbewahren, damit er nicht austrocknet.
Vor dem Servieren einfach kurz umrühren und bei Bedarf mit einem Spritzer Zitronensaft auffrischen. Aufwärmen ist nicht nötig, der Hummus schmeckt kalt am besten.
Wer mag, ersetzt die Kichererbsen durch weiße Bohnen oder rührt etwas geröstete Paprika unter, das verändert Farbe und Geschmack angenehm. Auch als Brotaufstrich oder Wrap-Füllung mit Rohkost funktioniert er gut.

Fazit
Bärlauch-Hummus ist bei mir inzwischen ein festes Ritual für die Frühlingswochen, in denen es frischen Bärlauch gibt. Die 10 Minuten Zubereitungszeit stimmen fast nie, weil meine Tochter schon während des Pürierens probieren will. Für alle, die Hummus in noch mehr Varianten mögen, lohnt sich auch ein Blick auf meinen Schoko-Hummus für die süße Seite. Nächstes Mal will ich eine Variante mit geröstetem Kürbiskernöl statt Olivenöl ausprobieren.






