Spargel-Kartoffel-Rösti mit Schinken-Ei-Dip mache ich, sobald der erste Spargel auf dem Wochenmarkt liegt. Die Rösti sind außen knusprig, innen weich, und der Dip macht daraus ein richtiges Abendessen statt nur einer Beilage. In 45 Minuten steht alles auf dem Tisch.
Letzten Samstag stand ich mit zwei Bund Spargel in der Küche und wusste erst nicht, ob ich klassisch mit Sauce Hollandaise kochen oder etwas Neues probieren sollte. Mein Sohn hatte am Vortag beim Bäcker Kartoffelpuffer entdeckt und seitdem nach nichts anderem gefragt. Also habe ich beides verbunden: Kartoffeln und Spargel zusammen zu Rösti verarbeitet und einen Dip aus dem übrigen Spargel gemacht, ähnlich cremig wie bei meinem Kräuter-Schmand-Dip, damit nichts übrig bleibt.
Meine bewährte Methode ist, die geraspelte Masse wirklich kräftig auszudrücken, sonst werden die Rösti in der Pfanne matschig statt knusprig. Der Duft von gebratenen Kartoffeln und frischem Spargel zog durch die ganze Küche, und mein Sohn stand schon mit dem Teller daneben, bevor die erste Rösti überhaupt fertig war. Jetzt kommt das Rezept bei mir regelmäßig auf den Tisch, sobald Spargelzeit ist.
Table of Contents
Zutaten für Spargel-Kartoffel-Rösti mit Schinken-Ei-Dip
Ich nehme dafür grünen und weißen Spargel gemischt, das gibt Farbe und einen runderen Geschmack. Wer nur eine Sorte im Haus hat, kann auch komplett auf grün oder weiß umsteigen, das funktioniert genauso gut. Frischkäse und Schmand sorgen für die Cremigkeit im Dip, ähnlich wie in meiner Knoblauch-Käse-Creme.
Für die Rösti:
- 600 g Kartoffeln
- 250 g grüner Spargel (unteres Drittel geschält, holzige Enden entfernt, in Stücken)
- 200 g weißer Spargel (geschält, holzige Enden entfernt, in Stücken)
- 2 Schalotten
- 3 EL Haferflocken
- 60 g Speisestärke
- 2 Eier
- 2 TL Salz
- ½ TL Muskat
Für den Dip:
- 3 Eier
- 150 g weißer Spargel (geschält, in Stücken)
- 150 g grüner Spargel (unteres Drittel geschält, in Stücken)
- Öl zum Braten
- 100 g gekochter Schinken, in Scheiben
- 200 g Frischkäse
- 200 g Schmand
- 1 TL Senf
- 1 TL Salz
- ½ TL Pfeffer
- 1 Bund Schnittlauch, in feinen Röllchen
Mein Tipp: Die Speisestärke nicht weglassen, auch wenn die Masse schon fest wirkt. Sie hält die Rösti beim Wenden in der Pfanne zusammen.
Enthält Ei, Milch (Frischkäse, Schmand) und Senf. Je nach verwendeter Haferflocken-Sorte und Speisestärke ggf. Spuren von Gluten möglich.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, Eier und Spargel für den Dip schon zu dämpfen, während die Rösti-Masse zieht. Dann sind am Ende beide Teile gleichzeitig fertig.
Für die Rösti:
Schritt 1: Kartoffeln schälen und mit dem Spargel und den Schalotten fein raspeln oder im Blitzhacker zerkleinern. Die Mischung in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, bis kaum noch Flüssigkeit austritt.
Schritt 2: Die ausgedrückte Masse mit Haferflocken, Speisestärke, Eiern, Salz und Muskat in einer großen Schüssel verrühren, bis eine formbare Masse entsteht.
Für den Dip und zum Servieren:
Schritt 3: Eier in einem Topf mit Wasser bedeckt etwa 9 bis 10 Minuten hart kochen, abschrecken und pellen. Parallel dazu den Spargel im Dampfeinsatz über kochendem Wasser 10 bis 12 Minuten weich dämpfen.
Schritt 4: Reichlich Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Je 2 EL der Kartoffel-Spargel-Masse hineingeben, flach drücken und rund formen. Von beiden Seiten goldbraun und knusprig braten, das dauert pro Seite etwa 3 bis 4 Minuten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.
Schritt 5: Den gegarten Spargel mit einem Pürierstab fein pürieren.
Schritt 6: Eier und Schinken fein hacken und zum Spargelpüree geben.
Schritt 7: Frischkäse, Schmand, Senf, Salz, Pfeffer und Schnittlauch unterrühren, bis ein cremiger Dip entsteht. Nochmal abschmecken, der Dip darf ruhig kräftig gewürzt sein.
Schritt 8: Rösti mit dem Dip servieren, zum Beispiel mit einem grünen Salat.

Spargel-Kartoffel-Rösti mit Schinken-Ei-Dip
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Kartoffeln schälen und mit dem Spargel und den Schalotten fein raspeln oder im Blitzhacker zerkleinern. Die Mischung in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken.
- Die ausgedrückte Masse mit Haferflocken, Speisestärke, Eiern, Salz und Muskat in einer großen Schüssel verrühren, bis eine formbare Masse entsteht.
- Eier in einem Topf mit Wasser bedeckt etwa 9 bis 10 Minuten hart kochen, abschrecken und pellen. Parallel dazu den Spargel im Dampfeinsatz über kochendem Wasser 10 bis 12 Minuten weich dämpfen.
- Reichlich Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Je 2 EL der Kartoffel-Spargel-Masse hineingeben, flach drücken und rund formen. Von beiden Seiten goldbraun und knusprig braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.
- Den gegarten Spargel mit einem Pürierstab fein pürieren.
- Eier und Schinken fein hacken und zum Spargelpüree geben.
- Frischkäse, Schmand, Senf, Salz, Pfeffer und Schnittlauch unterrühren, bis ein cremiger Dip entsteht.
- Rösti mit dem Dip servieren, zum Beispiel mit einem Salat.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Spargel-Kartoffel-Rösti mit Schinken-Ei-Dip
Der Dip ist reichhaltig, deshalb passt am besten etwas Frisches und Leichtes dazu.
Grüner Salat: gibt Säure und Frische gegen den cremigen Dip.
Radieschen mit Butter und Salz: klassische Frühlingskombination, passt geschmacklich zum Spargel, wer es lieber cremig mag, taucht sie stattdessen in meinen Radieschen-Dip.
Ein frisches Brot: zum Auftunken vom restlichen Dip, oder bestrichen mit meinem Kräuterquark, wenn noch etwas übrig ist.
Aufbewahrung & Serviertipps
Die Rösti halten sich im Kühlschrank zwei Tage, am besten luftdicht verschlossen. Den Dip getrennt aufbewahren, er hält sich ebenfalls zwei Tage.
Zum Aufwärmen die Rösti in der Pfanne kurz von beiden Seiten anbraten, dann werden sie wieder knusprig. In der Mikrowelle werden sie eher weich, das würde ich nur im Notfall machen.
Wer mag, kann den Schinken im Dip durch geräucherten Lachs ersetzen, das passt genauso gut zum Spargel. Für ein schnelles Mittagessen eignen sich die Rösti auch kalt, zum Beispiel in Brotdosen für unterwegs.

Fazit
Dieses Rezept kommt bei mir jede Spargelsaison mehrmals auf den Tisch, weil es schnell geht und trotzdem wie ein richtiges Essen wirkt. Der Dip lässt sich gut vorbereiten, während die Rösti in der Pfanne brutzeln. Wer Spargel übrig hat, findet hier eine Möglichkeit, alles auf einmal zu verarbeiten. Und falls dir der Dip so gut schmeckt wie meiner Familie, probier bei Gelegenheit auch meinen Lachs-Dip, der passt geschmacklich in eine ähnliche Richtung.






