Rinderfilet mit Rosmarinbutter ist bei mir das Rezept für Tage, an denen etwas Besonderes auf den Tisch soll, ohne dass ich stundenlang in der Küche stehe. Ein kurzes scharfes Anbraten, ein paar Minuten Butter, fertig. Genau richtig, wenn Gäste kommen und ich trotzdem mit am Tisch sitzen will.
Meine Schwester hatte sich mit ihrer ganzen Familie zum Sonntagsessen angekündigt, und ich wollte etwas kochen, das nach Mühe aussieht, aber keine ist. Rinderfilet klang nach Restaurant, war aber in 30 Minuten servierfertig, während die Kinder im Wohnzimmer tobten. Meine bewährte Methode ist, das Fleisch erst richtig scharf anzubraten und dann in der Pfanne mit Butter zu übergießen, so bleibt es innen rosa und außen kross.
Als meine Schwester fragte, wie lange ich dafür gebraucht hätte, und ich „30 Minuten“ sagen konnte, war das fast der schönste Teil des Abends. Seitdem taucht das Filet bei mir immer dann auf, wenn ein Anlass mehr Feierlichkeit verdient als ein normaler Dienstag, genau wie mein Schweinefilet in Metaxasauce, das genauso schnell auf dem Tisch steht. Wer schon mal Angst vor Rinderfilet hatte, kann sich hier entspannen, es ist einfacher, als es aussieht.
Table of Contents
Zutaten für dieses Rezept
Für dieses Rezept brauchst du nur wenige Zutaten, dafür in guter Qualität. Ein gutes Stück Filet und frische Butter machen hier den Unterschied, mehr nicht. Wer lieber Fisch mag, findet mit meinem Lachs mit Dill-Senf-Sauce und Gemüse eine ähnlich schnelle Alternative.
- 2 Rinderfilets (à 400 g)
- 50 g Butter
- 2 Zweige Rosmarin
- Salz, zum Würzen
- Pfeffer, zum Würzen
- Öl, zum Braten
Allergenhinweis: Enthält Milch (Butter).
Mein Tipp: Nimm das Fleisch wirklich eine halbe Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank. Kaltes Filet gart in der Pfanne ungleichmäßig. Aus meiner Erfahrung lohnt sich außerdem ein Fleischthermometer, damit du beim Garpunkt nicht raten musst.
Zubereitung Schritt für Schritt
Die aktive Zubereitung dauert etwa 25 Minuten, plus 5 Minuten Ruhezeit am Ende, macht 30 Minuten bis zum Anschnitt. Wichtig ist vor allem eines: nicht zu früh in der Pfanne wenden.
- Die Filets aus dem Kühlschrank nehmen, mit Küchenrolle trocken tupfen und rundum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
- Öl in einer schweren Pfanne stark erhitzen, bis es leicht zu schimmern beginnt. Die Filets hineinlegen und pro Seite 2 bis 3 Minuten braten, ohne sie zu bewegen, bis eine braune Kruste entsteht.
- Die Hitze reduzieren, Butter und Rosmarin dazugeben. Die Pfanne leicht kippen und die Filets etwa 2 Minuten mit der Butter übergießen.
- Mit dem Fleischthermometer die Kerntemperatur prüfen. Bei 54 bis 56 Grad ist das Filet medium rare, bei 58 Grad eher medium.
- Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und 5 Minuten ruhen lassen, erst danach in Scheiben schneiden. Wer zu früh schneidet, verliert den Saft auf dem Brett statt im Fleisch.

Rinderfilet mit Rosmarinbutter für sechs
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Die Filets etwa 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, mit Küchenrolle trocken tupfen und rundum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
- Öl in einer schweren Pfanne stark erhitzen und die Filets pro Seite 2 bis 3 Minuten anbraten, bis eine braune Kruste entsteht.
- Hitze reduzieren, Butter und Rosmarin dazugeben und die Filets etwa 2 Minuten mit der geschmolzenen Butter übergießen.
- Mit einem Fleischthermometer die Kerntemperatur prüfen und bei 54 bis 56 Grad (medium rare) aus der Pfanne nehmen.
- Das Fleisch 5 Minuten ruhen lassen, dann in Scheiben schneiden und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Rinderfilet mit Rosmarinbutter
Ein cremiges Püree oder ein knackiger Salat gleichen die reichhaltige Butter gut aus.
- Sellerie-Petersilienwurzel-Püree: mild und cremig, nimmt die Butter vom Filet auf.
- Grüner Salat mit Senfdressing: die Säure schneidet durch die Butter und bringt Frische auf den Teller.
- Ofenkartoffeln: unkompliziert und sättigend, wenn Gäste am Tisch sitzen.
- Speckknödel mit Champignonsauce: wer es deftiger mag, findet in meinen Speckknödeln mit Champignonsauce eine herzhafte Beilage, die die Butter genauso gut aufnimmt wie das Püree.
Aufbewahrung & Serviertipps
Reste halten sich im Kühlschrank abgedeckt etwa 2 Tage. Zum Einfrieren eignet sich das Filet weniger gut, da es beim Auftauen an Saftigkeit verliert.
Zum Aufwärmen das Fleisch in Scheiben kurz und bei niedriger Hitze in etwas Butter erwärmen, nicht in der Mikrowelle, sonst wird es grau und trocken.
Statt Rinderfilet funktioniert dieselbe Butter-Methode auch mit Schweinefilet, dann etwas kürzer braten.

Fazit
Bei mir ist dieses Filet inzwischen das Rezept für Besuch, der etwas Besonderes verdient hat, ohne dass ich den ganzen Nachmittag in der Küche verschwinde. Meine Schwester fragt mittlerweile bei jedem Besuch danach. Als Nächstes will ich es mit einer Rotweinjus probieren, oder ich hole doch wieder meinen Krustenbraten mit Malzsauce raus, wenn es noch deftiger sein darf.






