Schweinefilet in Metaxasauce ist das Rezept, das ich hervorhole, wenn der Sonntag bei mir etwas Besonderes werden soll. Das Fleisch wird butterzart, die cremige Käse-Sauce bekommt durch den Weinbrand eine leicht süßliche Note, und im Ofen duftet die ganze Küche danach.
Das erste Mal habe ich es für einen Sonntag mit meinen Schwiegereltern gekocht, als ich unbedingt etwas zeigen wollte, das nach mehr Aufwand aussieht, als es tatsächlich macht. Mein Sohn hat erst skeptisch die Nase gerümpft, weil die Sauce nach Alkohol roch, aber nach dem ersten Bissen wollte er den Teller noch einmal füllen. Seitdem taucht es mindestens einmal im Monat auf meinem Tisch auf, meistens dann, wenn ich Lust auf ein bisschen mehr Restaurant-Gefühl habe, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Die Sauce mache ich inzwischen im Schlaf, das Fleisch brate ich immer scharf an, damit es außen Farbe bekommt und innen saftig bleibt. Genau wie bei meinem koreanisch frittierten Hähnchen geht es mir an solchen Tagen vor allem um dieses kleine Restaurant-Gefühl zuhause. Für mich ist das Rezept wie ein kleiner Sonntagsausflug, ohne dass ich dafür das Haus verlassen muss.
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Zutaten für Schweinefilet in Metaxasauce
Das brauche ich für mein Sonntagsgericht, und ein paar Alternativen, die bei mir genauso gut funktionieren. Emmentaler kannst du problemlos durch Gouda ersetzen, und statt Metaxa nehme ich manchmal auch einfach Cognac. Diese cremige Sauce-Idee liebe ich generell, ähnlich wie bei meinem Butter Chicken, nur eben mit einer europäischeren Note. Enthält Milch (Käse, Sahne, Butter).
- 200 g Emmentaler, gerieben (ich nehme am liebsten jungen Emmentaler, der schmilzt schön cremig)
- 3 Knoblauchzehen
- 130 g Zwiebeln
- 200 g Gemüsefond
- 200 g Sahne
- 200 g passierte Tomaten
- 1 EL Balsamico, dunkel
- 80 g Butter
- 1 TL Zitronensaft
- 100 g Weinbrand, z. B. Metaxa (mein Tipp: ein günstigerer Weinbrand funktioniert genauso gut)
- ½ TL Salz, plus mehr zum Abschmecken
- ¼ TL Pfeffer, plus mehr zum Abschmecken
- 2 Schweinefilets, à ca. 400 g, in Scheiben von ca. 1 cm (aus Erfahrung: dünnere Scheiben werden schneller zart)
- 3 rote Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
- 35 g Speisestärke
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich brate das Fleisch immer zuerst scharf an, das bringt Röstaromen, die der Sauce später richtig Tiefe geben. So wird daraus ein Sonntagsessen mit Restaurant-Gefühl.
- Käse reiben und beiseitestellen.
- Knoblauch und Zwiebeln fein hacken.
- Gemüsefond in einem Topf erhitzen. Backofen in der Zwischenzeit auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Sahne, passierte Tomaten, Balsamico, Butter, Zitronensaft, Weinbrand, Salz und Pfeffer zum Fond geben und aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
- Während die Sauce köchelt, Schweinefiletscheiben, Paprika und die gehackte Zwiebel-Knoblauch-Mischung nacheinander in einer heißen Pfanne kräftig anbraten. Kräftig salzen und pfeffern, dann alles in eine Auflaufform (ca. 22 x 30 cm) geben. Mein Tipp: nicht zu viele Scheiben auf einmal in die Pfanne legen, sonst brät das Fleisch nicht richtig an, sondern dünstet nur.
- Speisestärke mit 2 bis 3 EL kaltem Wasser glattrühren, in die Sauce einrühren und unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis sie sämig wird. Mit einem Stabmixer kurz durchpürieren, bis die Sauce cremig ist.
- Sauce über das Fleisch in der Auflaufform gießen, vorsichtig vermischen, mit dem geriebenen Käse bestreuen und 30 bis 40 Minuten bei 200 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Schweinefilet in Metaxasauce
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Käse reiben und beiseitestellen.
- Knoblauch und Zwiebeln fein hacken.
- Gemüsefond in einem Topf erhitzen. Backofen in der Zwischenzeit auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Sahne, passierte Tomaten, Balsamico, Butter, Zitronensaft, Weinbrand, Salz und Pfeffer zum Fond geben und aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
- Während die Sauce köchelt, Schweinefiletscheiben, Paprika und die gehackte Zwiebel-Knoblauch-Mischung nacheinander in einer heißen Pfanne kräftig anbraten. Kräftig salzen und pfeffern, dann alles in eine Auflaufform (ca. 22 x 30 cm) geben.
- Speisestärke mit 2 bis 3 EL kaltem Wasser glattrühren, in die Sauce einrühren und unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis sie sämig wird. Mit einem Stabmixer kurz durchpürieren, bis die Sauce cremig ist.
- Sauce über das Fleisch in der Auflaufform gießen, vorsichtig vermischen, mit dem geriebenen Käse bestreuen und 30 bis 40 Minuten bei 200 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Schweinefilet in Metaxasauce
Zu der cremigen Sauce passt am besten etwas, das sie gut aufnimmt oder für Frische sorgt.
- Pommes oder Kartoffelspalten: nehmen die Sauce auf und bringen Knusprigkeit rein, klassisch wie im Original.
- Bandnudeln: wickeln sich schön in der Käse-Sauce ein, bei meinen Kindern besonders beliebt.
- Grüner Salat mit Essig-Dressing: sorgt für einen frischen Gegenpol zur reichhaltigen Sauce.
- Zucchiniröllchen in Tomatenrahm: bringen Frische und eine zweite cremige Komponente mit auf den Tisch.
- Meine Spinatknödel im Tomatenragout: für alle, die zum Sonntagsessen auch eine vegetarische Option auf dem Tisch haben möchten.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Gericht gut zwei Tage in einer verschlossenen Dose. Zum Einfrieren eignet sich die Sauce weniger gut, weil sie beim Auftauen leicht ausflockt, das Fleisch selbst lässt sich aber gut vorbereiten.
Zum Aufwärmen stelle ich die Portion am liebsten bei mittlerer Hitze in einem kleinen Topf auf den Herd und rühre gelegentlich um, damit die Sauce nicht anbrennt. In der Mikrowelle geht es auch, dann aber in kurzen Intervallen und zwischendurch umrühren.
Wer mag, tauscht die Pommes gegen Reis oder Kartoffelpüree, und aus den Resten wird am nächsten Tag ein schnelles Wrap mit etwas Salat.

Fazit
Schweinefilet in Metaxasauce ist für mich das Rezept, das ich hervorhole, wenn ein normaler Sonntag etwas festlicher werden soll. Die Kombination aus zartem Fleisch und der leicht süßlichen Käse-Sauce überzeugt bei mir jedes Mal wieder, auch die Skeptiker am Tisch. Nächstes Mal probiere ich die Variante mit Hähnchenbrust statt Schweinefilet, genau wie bei meiner Lasagne aus dem Thermomix, bei der ich auch gern mit dem Fleisch variiere.






