Rinderfiletsteak aus der Pfanne gelingt zuverlässig, wenn die Pfanne richtig heiß ist und das Fleisch am Ende ruhen darf. Ich brate es scharf an und übergieße es mit zerlaufener Butter, das bringt den Geschmack, ohne dass ich einen Grill oder Sous-vide-Zubehör brauche.
Bei mir zu Hause landet Filetsteak nicht oft auf dem Tisch, das ist eher was für besondere Anlässe. Letzten Monat waren beide Kinder für ein Wochenende bei den Großeltern, und ich hatte plötzlich einen ruhigen Freitagabend für mich. Ich habe mir zwei Steaks gegönnt, eins für mich, eins für meinen Mann, und mich zum ersten Mal richtig mit der Butter-Bastenmethode beschäftigt.
Vorher habe ich Filet immer zu lange in der Pfanne gelassen, aus Angst, es könnte roh bleiben. Diesmal habe ich die Zeit genau gestoppt und das Fleisch danach ruhen lassen, wie ich es sonst nie tue. Das Ergebnis war fast so gut wie meine Rindersteaks mit Kräuter-Knoblauch-Butter, nur eben in der schlichteren Filet-Variante. Seitdem mache ich es genauso.
Table of Contents
Zutaten für Rinderfiletsteak aus der Pfanne
Ich nehme dafür bewusst wenige Zutaten, beim Filet soll das Fleisch selbst im Vordergrund stehen. Statt Rosmarin geht auch Thymian, und wer keine Butter zum Übergießen mag, brät einfach in Öl fertig. Wer lieber ein ganzes Stück Fleisch im Ofen mag, findet in meinem Rinderfilet mit Rosmarinbutter eine Variante zum Braten am Stück.
- 3 Rinderfiletsteaks (à 150 g)
- 25 g Butter
- 1 Zweig Rosmarin
- Salz, zum Würzen
- Pfeffer, zum Würzen
- Öl, zum Braten
Mein Tipp: Die Steaks unbedingt vor dem Braten trocken tupfen, sonst brutzelt die Pfanne statt zu bräunen. Aus meiner Erfahrung macht das beim Anbraten den größten Unterschied.
Achtung Allergene: Das Rezept enthält Milch (Butter).
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist die Butter-Bastenmethode: kurz scharf anbraten, dann mit heißer Butter übergießen. So wird das Steak außen krossig und bleibt innen zart.
Schritt 1: Steaks 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen. Mit Küchenrolle trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
Schritt 2: Öl in einer schweren Pfanne stark erhitzen, bis es leicht raucht. Steaks hineinlegen und von jeder Seite 2 bis 3 Minuten scharf anbraten, bis eine braune Kruste entsteht.
Schritt 3: Hitze reduzieren, Butter und Rosmarin dazugeben. Die Pfanne leicht kippen und die Steaks mit der zerlaufenen Butter immer wieder übergießen, etwa 1 bis 2 Minuten lang.
Schritt 4: Steaks aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller mindestens 5 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit verteilt sich der Fleischsaft, das Steak bleibt beim Anschneiden saftig.

Rinderfiletsteak aus der Pfanne
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Steaks 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen. Mit Küchenrolle trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
- Öl in einer schweren Pfanne stark erhitzen, bis es leicht raucht. Steaks hineinlegen und von jeder Seite 2 bis 3 Minuten scharf anbraten.
- Hitze reduzieren, Butter und Rosmarin dazugeben. Steaks unter ständigem Übergießen mit der zerlaufenen Butter weitere 1 bis 2 Minuten braten.
- Steaks aus der Pfanne nehmen und mindestens 5 Minuten ruhen lassen, bevor sie angeschnitten werden.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Rinderfiletsteak aus der Pfanne
Ein gutes Steak verträgt Beilagen, die nicht zu viel Aufmerksamkeit verlangen.
Kartoffelpüree: cremig und mild, nimmt die Butter aus der Pfanne gut auf.
Grüner Salat mit Senfdressing: bringt Säure gegen das reiche Fleisch.
Ofengemüse: Karotten oder Pastinaken, während das Fleisch ruht im Ofen fertig.
Speckknödel mit Champignonsauce: wer statt Püree etwas Deftigeres mag, findet in meinen Speckknödeln mit Champignonsauce eine herzhafte Alternative.
Aufbewahrung & Serviertipps
Reste halten sich luftdicht verpackt bis zu 2 Tage im Kühlschrank. Zum Einfrieren eignet sich das Steak weniger gut, die Konsistenz leidet beim Auftauen.
Zum Aufwärmen lege ich die Scheiben kurz bei niedriger Hitze in die Pfanne, nur bis sie warm sind. In der Mikrowelle wird das Fleisch schnell zäh.
In dünne Streifen geschnitten passt das Steak auch kalt in einen Salat oder auf ein Sandwich mit Senf und Röstzwiebeln.

Fazit
Dieses Rinderfiletsteak hat bei mir den Sous-vide-Umweg endgültig überflüssig gemacht. Mit heißer Pfanne, Butter und ein bisschen Geduld beim Ruhenlassen komme ich auf ein Ergebnis, das ich früher nur im Restaurant kannte. Beim nächsten besonderen Anlass steht es wieder auf meinem Speiseplan, genauso wie mein Schweinefilet in Metaxasauce, wenn ich mal eine Portion mit Sauce möchte.






