Low Meat Lasagne ist meine Antwort auf den Wunsch nach einer Lasagne, die trotzdem leicht im Magen liegt. Ich mische Hackfleisch mit Möhren, Sellerie und Tofu, dadurch bleibt sie herzhaft, aber nicht so schwer wie die klassische Version. Fertig ist sie in etwa zwei Stunden, ein Großteil davon läuft von allein im Ofen. Wer komplett auf Nudelplatten verzichten will, findet bei mir außerdem eine reine Low Carb Lasagne.
Ich koche diese Lasagne meistens sonntags, wenn ich Zeit habe, die Sauce in Ruhe köcheln zu lassen. Mein Sohn hat lange behauptet, er mag keine Möhren, bis er das erste Stück von dieser Lasagne gegessen und gar nicht gemerkt hat, wie viel Gemüse darin steckt. Ich erinnere mich noch, wie meine Oma in der Eifel ihre Lasagne fast nur mit Gemüse gestreckt hat, weil Fleisch früher teuer war. Diese Version ist mein moderner Nachbau davon. Meine Familie liebt vor allem die Béchamelsauce, die ich immer eine Spur dicker mache, als es die meisten Rezepte vorschlagen. Wenn die Küche nach Rotwein und Tomaten riecht, weiß ich vorher schon, dass es an diesem Abend keine Reste geben wird.
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Zutaten für Low Meat Lasagne
Für meine Low Meat Lasagne brauchst du keine Spezialzutaten, nur ein gutes Gemüsetrio aus Möhren, Sellerie und Zwiebel, dazu Tofu, der das Hackfleisch streckt. Mein Tipp: Mageres Rinderhack funktioniert genauso gut, dann einfach etwas mehr Gemüse dazugeben. Das Prinzip, Fleisch mit Gemüse zu strecken, nutze ich auch bei meinem Low Meat Chili, nur eben mit Bohnen statt Nudelplatten.
Für die Bolognese-Sauce
- 200 g Möhren (in Stücken)
- 200 g fester Tofu (in Stücken)
- 200 g Knollensellerie (in Stücken)
- 1 Zwiebel, ca. 60 g (halbiert)
- 1 Knoblauchzehe
- 50 g Olivenöl
- 200 g gemischtes Hackfleisch (zerpflückt)
- 150 g trockener Rotwein
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 100 g Tomatenmark
- 2 TL Salz
- 1 ¼ TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
- 1 TL Zucker
- 1 TL getrockneter Basilikum
- 2 Lorbeerblätter
Für die Béchamelsauce
- 650 g Milch
- 50 g Butter (in Stücken)
- 60 g Mehl. Ich nehme dafür immer normales Weizenmehl, das bindet am zuverlässigsten.
- ½ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer
- 2 Prisen Muskat, am besten frisch gerieben
Außerdem
- 130 g Parmesan, gerieben (80 g für die Béchamel, Rest zum Bestreuen)
- Butter zum Einfetten der Form
- 250 g Lasagneplatten, trocken (ca. 12 Platten, 10 x 20 cm)
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus Erfahrung lohnt es sich, erst das Gemüse zu schneiden und alle Zutaten bereitzustellen, dann geht die Bolognese fast von allein.
Bolognese-Sauce
- Möhren, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch fein hacken (Küchenmaschine oder von Hand). Mit dem Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze 5 Minuten andünsten, bis das Gemüse leicht glasig ist.
- Hackfleisch dazugeben, mit einer Gabel zerpflücken und weitere 5 Minuten mitbraten, bis es krümelig und leicht gebräunt ist.
- Mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Zucker, Basilikum und Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und bei reduzierter Hitze 15 bis 20 Minuten offen köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts ansetzt. Abschmecken und die Lorbeerblätter herausnehmen.
Béchamelsauce
- Butter in einem Topf schmelzen, Mehl einrühren und unter ständigem Rühren 1 bis 2 Minuten anschwitzen, bis es leicht blasig wird. Das ist die Basis für eine glatte Sauce ohne Klümpchen.
- Milch nach und nach mit dem Schneebesen einrühren. Am Anfang nur wenig Milch zugeben und glattrühren, dann in kleinen Schritten den Rest einarbeiten. Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und bei mittlerer Hitze 5 bis 8 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce andickt.
- 80 g geriebenen Parmesan unterrühren, bis er komplett geschmolzen ist.
Fertigstellung
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Auflaufform mit Butter einfetten.
- Eine dünne Schicht Bolognese in die Form geben, eine Lage Lasagneplatten darauflegen, mit Bolognese und etwas Béchamel bedecken. So weiterschichten, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte Béchamel sein, sonst trocknen die Plattenränder beim Backen aus.
- Restlichen Parmesan darüberstreuen und 30 bis 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten ruhen lassen und in Stücke schneiden.

Low Meat Lasagne
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Möhren, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Mit dem Öl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze 5 Minuten andünsten.
- Hackfleisch dazugeben, zerpflücken und weitere 5 Minuten mitbraten, bis es krümelig ist.
- Mit Rotwein ablöschen. Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Zucker, Basilikum und Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und 15 bis 20 Minuten offen köcheln lassen. Abschmecken, Lorbeerblätter entfernen.
- Butter in einem Topf schmelzen, Mehl einrühren und 1 bis 2 Minuten unter Rühren anschwitzen.
- Milch nach und nach mit dem Schneebesen einrühren. Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und 5 bis 8 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce andickt.
- 80 g geriebenen Parmesan unterrühren, bis er geschmolzen ist.
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Auflaufform mit Butter einfetten.
- Eine dünne Schicht Bolognese in die Form geben, eine Lage Lasagneplatten darauflegen, mit Bolognese und Béchamel bedecken. Schichten wiederholen, letzte Schicht sollte Béchamel sein.
- Restlichen Parmesan darüberstreuen und 30 bis 35 Minuten backen. 5 Minuten ruhen lassen, dann in Stücke schneiden.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Low Meat Lasagne
Zur Lasagne serviere ich am liebsten etwas Frisches, das den Teller leichter macht.
- Grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing: Die Säure gleicht die Cremigkeit der Béchamel gut aus.
- Rucola mit Parmesanhobeln: Passt geschmacklich zur Lasagne und ist in fünf Minuten fertig.
- Knoblauchbrot: Für alle, die noch Sauce aufsaugen wollen.
- Geröstetes Ofengemüse: Bringt zusätzliches Gemüse auf den Tisch, ohne dass es nach Beilage aus der Pflicht schmeckt.
Wer lieber auf Brot mit weniger Kohlenhydraten setzt, kann auch mein Low Carb Nuss-Brot dazu reichen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Lasagne abgedeckt 3 bis 4 Tage. Ich schneide sie meistens direkt nach dem Abkühlen in Portionsstücke, dann lässt sie sich einzeln entnehmen.
Zum Aufwärmen nehme ich am liebsten den Ofen bei 160 °C für etwa 15 Minuten, mit Alufolie abgedeckt bleibt sie schön saftig. In der Mikrowelle geht es schneller, dafür wird die Oberkante nicht mehr richtig knusprig.
Die Lasagne lässt sich auch gut einfrieren, roh oder bereits gebacken. Aufgetaut würze ich sie manchmal mit etwas frisch geriebenem Parmesan nach, dann schmeckt sie wieder wie frisch aus dem Ofen.

Fazit
Diese Low Meat Lasagne ist für mich die Version, die auch an einem stressigen Sonntag noch entspannt zu kochen ist, weil ein Großteil der Zeit im Ofen passiert. Sie schmeckt herzhaft genug, dass niemand am Tisch das reduzierte Fleisch vermisst. Für mich ist sie außerdem die Lasagne, die ich guten Gewissens zweimal die Woche machen könnte, weil so viel Gemüse mitkocht. Nächstes Mal probiere ich eine Variante mit Zucchini zusätzlich zur Möhre, vielleicht angelehnt an meine Zucchini-Lasagne.






