Camembert-Preiselbeer-Aufstrich ist meine Antwort auf die Frage, was ich mitbringen soll, wenn mal wieder eine Feier ansteht. Cremiger Käse trifft auf süß-scharfe Preiselbeeren und einen Hauch Meerrettich, fertig in zehn Minuten, ganz ohne Ofen.
Letzten Winter habe ich diesen Aufstrich zum ersten Mal für einen Adventsabend mit den Nachbarn gemacht, eigentlich nur, weil im Kühlschrank noch ein angebrochener Camembert übrig war. Meine Tochter hat probiert, bevor ich überhaupt fertig gerührt hatte, und meinte nur, das schmecke wie Weihnachten.
Seitdem kommt er bei mir auf den Tisch, sobald Besuch kommt oder ich schnell etwas fürs Buffet brauche, oft neben meinem griechischen Brotaufstrich. Das Beste daran: Ich habe die Zutaten fast immer schon zu Hause.
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Zutaten für Camembert-Preiselbeer-Aufstrich
Für diesen Aufstrich brauchst du nur wenige Zutaten, die meistens sowieso im Kühlschrank stehen, ähnlich wie bei meinem Liptauer. Ich nehme dafür immer milden Camembert, du kannst aber auch eine würzigere Sorte nehmen, wenn es kräftiger schmecken soll.
- 150 g Camembert, in Stücken
- 100 g Frischkäse
- 1 ½ TL Meerrettich (aus dem Glas)
- ½ TL Salz
- ¼ TL Pfeffer
- 100 g Wild-Preiselbeeren (aus dem Glas)
Mein Tipp: Nimm einen reifen Camembert, er lässt sich leichter verrühren und schmeckt intensiver. Aus meiner Erfahrung passt milder Meerrettich aus dem Glas hier besser als frisch geriebener, der Geschmack bleibt gleichmäßiger.
Ein Hinweis für alle mit Milchunverträglichkeit: Camembert und Frischkäse machen diesen Aufstrich zu einem reinen Milchprodukt-Rezept.
Zubereitung Schritt für Schritt
Die Zubereitung dauert nur zehn Minuten und braucht keine besonderen Küchengeräte. Meine bewährte Methode: Camembert vorher zehn Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann lässt er sich viel leichter zerdrücken.
- Camembert, Frischkäse, Meerrettich, Salz und Pfeffer in eine Rührschüssel geben. Mit einer Gabel oder dem Handmixer fein zerdrücken und verrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.
- Preiselbeeren unterheben und nur kurz verrühren, damit sich rote Streifen durch den hellen Aufstrich ziehen. Abschmecken, bei Bedarf mit etwas Salz oder Pfeffer nachwürzen und in eine Schale füllen.
Wer zu lange mixt, verliert die schönen Preiselbeer-Streifen. Kurz unterrühren reicht völlig.

Camembert-Preiselbeer-Aufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Camembert, Frischkäse, Meerrettich, Salz und Pfeffer in eine Rührschüssel geben. Mit einer Gabel oder dem Handmixer fein zerdrücken und verrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.
- Preiselbeeren unterheben und kurz verrühren, abschmecken und in eine Schale zum Servieren umfüllen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Camembert-Preiselbeer-Aufstrich
Der Aufstrich ist cremig und süß-scharf zugleich, deshalb passt er gut zu etwas Knusprigem oder Frischem, ähnlich wie bei meinem Camembert-Bier-Dip, den ich sonst gern aufs Buffet stelle.
Frisches Baguette: Die knusprige Kruste gibt Biss, während der Aufstrich cremig bleibt.
Vollkornbrot: Die kräftige Note des Brots gleicht die Süße der Preiselbeeren gut aus.
Rohe Gemüsesticks: Für eine leichtere Variante zum Dippen, besonders gut mit Paprika und Gurke.
Ein Glas trockener Weißwein: Passt geschmacklich gut zum Meerrettich und zur Süße der Preiselbeeren.
Wenn ich für ein größeres Buffet plane, stelle ich gern noch einen türkischen Obatzter oder einen Feta-Oliven-Aufstrich dazu, dann ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich gut abgedeckt drei bis vier Tage. Für ein Buffet fülle ich ihn gern schon am Vortag in kleine Gläser, dann muss ich am Tag selbst nur noch Brot schneiden.
Ich rühre den Aufstrich kurz vor dem Servieren noch einmal durch. Falls er im Kühlschrank etwas fest geworden ist, wird er dadurch wieder schön cremig.
Du kannst den Meerrettich weglassen und stattdessen etwas Honig unterrühren, wenn es milder sein soll, oder den Frischkäse durch Ziegenfrischkäse ersetzen für eine würzigere Variante.

Fazit
Für mich ist dieser Aufstrich der Beweis, dass ein gutes Rezept nicht kompliziert sein muss. Zehn Minuten, sechs Zutaten, und trotzdem fragen mich Gäste immer wieder danach. Das nächste Mal probiere ich ihn vielleicht mit Birne statt Preiselbeeren, so wie in meinem Apfel-Cranberry-Chutney.






