Möhren-Tomaten-Aufstrich mache ich, wenn der Kühlschrank fast leer ist, aber trotzdem noch Brot auf dem Tisch stehen soll. Aus Möhren, Tomatenmark und ein paar Gewürzen wird in 20 Minuten ein cremiger Aufstrich, der warm genauso gut schmeckt wie kalt aus dem Kühlschrank.
Bei mir entsteht dieser Aufstrich meistens am Sonntagabend, wenn ich die Woche vorbereite und noch eine Handvoll Möhren übrig sind. Mein Sohn hat ihn beim ersten Mal für Ketchup gehalten und wollte ihn zu allem essen, sogar zu Nudeln, fast so wie meine Möhren-Tomaten-Sauce. Mittlerweile steht er bei mir fest in der Brotdosen-Rotation. Ich nehme dafür immer Butter statt Öl, weil der Aufstrich dadurch runder im Geschmack wird und nicht so wässrig bleibt. Das Tomatenmark gibt eine leichte Süße, die Kräuter bringen den würzigen Gegenpol dazu. Und weil alles im selben Topf passiert, ist die Küche danach schnell wieder aufgeräumt.
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Zutaten für Möhren-Tomaten-Aufstrich
Für den Aufstrich brauchst du nur wenige Zutaten, die meisten hast du wahrscheinlich sowieso im Haus. Möhren und Tomatenmark liefern die Basis, Butter macht das Ganze schön geschmeidig. Genau wie bei meinem Linsen-Tomaten-Aufstrich kommt hier alles aus dem Vorrat.
- 30 g Schalotte
- 120 g Butter, in Stücken (davon 30 g und 90 g getrennt verwendet)
- 250 g Möhren, in Stücken oder geraspelt
- 120 g Tomatenmark
- 1 TL Thymian, getrocknet
- 1 TL Oregano, getrocknet
- 1 TL Salz
- 1 Prise Zucker
Meine bewährte Methode ist, die Möhren fein zu reiben statt in Würfeln zu dünsten, dann wird der Aufstrich in der Pürierzeit gleichmäßiger cremig. Wer mag, gibt zum Schluss noch 1-1½ TL Currypulver dazu, das passt überraschend gut.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, die Möhren wirklich weich köcheln zu lassen, sonst bleibt der Aufstrich beim Pürieren körnig statt cremig.
Schritt 1: Schalotte fein hacken.
Schritt 2: 30 g Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Schalotte zugeben und etwa 1-2 Minuten glasig dünsten, bis sie leicht durchsichtig wird.
Schritt 3: Möhren fein reiben oder in kleine Würfel schneiden, zum Topf geben und 2-3 Minuten mitdünsten.
Schritt 4: Restliche 90 g Butter, Tomatenmark, Thymian, Oregano, Salz und Zucker zugeben, gut verrühren. Zugedeckt bei geringer Hitze 6-8 Minuten köcheln lassen, bis die Möhren weich sind und sich mit der Gabel zerdrücken lassen.
Schritt 5: Mit einem Pürierstab direkt im Topf oder im Standmixer fein pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Warm oder ausgekühlt als Brotaufstrich oder Dip servieren.

Möhren-Tomaten-Aufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Schalotte fein hacken.
- 30 g Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Schalotte zugeben und 1-2 Minuten glasig dünsten.
- Möhren zum Topf geben und 2-3 Minuten mitdünsten.
- Restliche 90 g Butter, Tomatenmark, Thymian, Oregano, Salz und Zucker zugeben, verrühren und zugedeckt bei geringer Hitze 6-8 Minuten köcheln lassen, bis die Möhren weich sind.
- Mit einem Pürierstab oder im Standmixer fein pürieren. Warm oder kalt servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Möhren-Tomaten-Aufstrich
Der Aufstrich ist mild genug für Kinder und würzig genug für Erwachsene, deshalb passt er zu vielen Gelegenheiten, ähnlich wie mein griechischer Brotaufstrich, den ich oft parallel dazu stelle.
Frisches Vollkornbrot: nimmt die cremige Konsistenz gut auf und liefert einen nussigen Gegenpart.
Rohes Gemüse: Gurken- oder Paprikasticks machen aus dem Aufstrich einen schnellen Dip fürs Abendessen, genau wie bei meinem Möhren-Hummus.
Gekochte Nudeln: als warme Sauce ähnlich wie ein leichtes Pesto, meine Familie liebt diese Variante besonders im Herbst.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich in einem verschlossenen Glas etwa 3-4 Tage. Für längere Vorratshaltung lässt er sich auch portionsweise einfrieren und über Nacht im Kühlschrank auftauen. Der Aufstrich enthält Milchprodukte (Butter, in der Frischkäse-Variante zusätzlich Frischkäse).
Zum Aufwärmen reicht ein kurzer Moment in der Mikrowelle oder ein paar Minuten bei geringer Hitze im Topf, dabei ab und zu umrühren. Kalt schmeckt er genauso gut, dann direkt aus dem Kühlschrank servieren.
Wer mag, tauscht die Möhren teilweise gegen Süßkartoffel oder rührt am Ende einen Löffel Frischkäse unter, dann wird der Aufstrich noch milder.

Fazit
Dieser Möhren-Tomaten-Aufstrich hat sich bei mir über die Zeit von einer Resteverwertung zu einem festen Bestandteil der Brotdose entwickelt. Er braucht kaum Zutaten, steht in 20 Minuten auf dem Tisch und schmeckt warm wie kalt. Für mich ist er inzwischen die einfachste Art, Möhren unterzubringen, ohne dass jemand am Tisch protestiert. Wenn du noch mehr Lust auf herzhafte Brotaufstriche hast, schau dir auch meinen BBQ-Tomaten-Aufstrich an.






