Haselnussaufstrich selber machen dauert bei mir 20 Minuten und braucht nur fünf Zutaten: Haselnüsse, Zucker, Zartbitterschokolade, Butter und Milch. Das Ergebnis ist cremig, schmeckt deutlich nach gerösteter Nuss und ist weniger süß als die meisten gekauften Gläser.
Meinen ersten Haselnussaufstrich habe ich an einem Samstagmorgen gemacht. Das gekaufte Glas war leer, und meine Tochter stand mit ihrem aufgeschnittenen Brötchen enttäuscht vor dem offenen Schrank. Zum Einkaufen hatte ich keine Lust, aber eine Tüte Haselnüsse und eine Tafel Zartbitter lagen noch da.
Als die Nüsse in der Pfanne zu duften anfingen, standen plötzlich beide Kinder neben mir. Mein Sohn durfte den Teigschaber ablecken und meinte, das schmecke „viel mehr nach Nuss“ als das aus dem Laden. Seitdem mache ich den Aufstrich fürs Wochenendfrühstück selbst, manchmal im Wechsel mit meinem Nougat-Aufstrich mit Kokos. So gelingt mir die Nussvariante jedes Mal.
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Zutaten für Haselnussaufstrich
Für meinen Haselnussaufstrich brauchst du nur fünf Zutaten, die ich fast immer im Haus habe. Bei Schokolade und Zucker gibt es ein paar Alternativen, die genauso gut funktionieren, je nachdem, was du gerade da hast. Bleiben Haselnüsse übrig, landen sie bei mir gern im Feigenaufstrich mit Haselnüssen.
- 60 g Haselnüsse (ganz, ungeröstet). Mein Tipp: Reib die frisch gerösteten, noch warmen Nüsse in einem Küchentuch aneinander. Dann löst sich ein Großteil der braunen Haut, und der Aufstrich schmeckt milder.
- 70 g Zucker (oder Puderzucker, dann sparst du dir das Mahlen)
- 100 g Zartbitterschokolade (in Stücken). Ich nehme dafür eine Sorte mit etwa 50 bis 60 % Kakao. Die mögen meine Kinder lieber als die ganz herbe.
- 70 g Butter (weich, in Stücken)
- 100 ml Milch. Aus meiner Erfahrung wird der Aufstrich mit Vollmilch am cremigsten.
Allergenhinweis: Dieser Aufstrich enthält Haselnüsse (Schalenfrüchte) und Milch. Viele Zartbitterschokoladen enthalten außerdem Sojalecithin oder Spuren von Milch und anderen Nüssen, deshalb schaue ich vorher kurz auf die Packung.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode kommt ohne Spezialgerät aus. Du brauchst eine Pfanne, einen Standmixer oder Zerkleinerer und einen kleinen Topf, der Rest geht fast von allein.
Schritt 1: Gib die Haselnüsse ohne Fett in eine Pfanne und röste sie bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten, dabei immer wieder schwenken. Sobald sie duften und leicht goldbraun sind, kommen sie auf einen Teller zum Abkühlen.
Schritt 2: Während die Nüsse abkühlen, gib den Zucker in den Standmixer oder Zerkleinerer und mahle ihn, bis er fein wie Puderzucker ist. Nimmst du gleich Puderzucker, fällt dieser Schritt weg.
Schritt 3: Gib die abgekühlten Haselnüsse und die Schokolade dazu und zerkleinere alles fein. Schieb die Masse zwischendurch mit dem Teigschaber vom Rand nach unten. Typischer Fehler: Sind die Nüsse noch warm, schmilzt die Schokolade schon im Mixer und klebt fest.
Schritt 4: Erwärme Milch und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze, bis die Butter geschmolzen ist. Die Milch soll nur warm werden, nicht kochen.
Schritt 5: Rühr die Nuss-Schoko-Mischung bei niedriger Hitze ein und rühre etwa 3 Minuten weiter, bis die Schokolade geschmolzen ist und die Creme glatt und glänzend aussieht.
Schritt 6: Füll den Haselnussaufstrich in ein sauberes Schraubglas. Warm ist er noch recht flüssig, im Kühlschrank wird er schön streichfest.

Haselnussaufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Die Haselnüsse ohne Fett in einer Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten rösten, dabei immer wieder schwenken. Sobald sie duften und leicht goldbraun sind, auf einem Teller abkühlen lassen.
- Während die Nüsse abkühlen, den Zucker im Standmixer oder Zerkleinerer sehr fein mahlen. Bei Puderzucker entfällt dieser Schritt.
- Abgekühlte Haselnüsse und Schokolade zugeben und fein zerkleinern. Die Masse zwischendurch mit dem Teigschaber nach unten schieben.
- Milch und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Milch nicht kochen lassen.
- Die Nuss-Schoko-Mischung einrühren und etwa 3 Minuten bei niedriger Hitze rühren, bis die Schokolade geschmolzen und der Aufstrich glatt ist.
- Den Aufstrich in ein sauberes Schraubglas füllen. Sofort servieren oder im Kühlschrank aufbewahren, dort wird er streichfest.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Haselnussaufstrich
Am liebsten mag ich den Aufstrich auf etwas Weichem oder Frischem, das einen Kontrast zur Schokolade bringt. Steht am Wochenende ein zweites Glas daneben, ist es oft mein fruchtiger Aufstrich aus Himbeeren und weißer Schokolade.
- Frische Brötchen oder Hefezopf: Die weiche Krume nimmt die Creme gut auf. Bei mir der Klassiker am Samstagmorgen.
- Pfannkuchen und Waffeln: Auf dem warmen Teig schmilzt der Aufstrich leicht an und wird fast zur Soße.
- Apfelschnitze und Bananenscheiben: Die Frucht bringt Frische und etwas Säure gegen die Süße. Meine Familie liebt das als Nachmittagssnack.
- Naturjoghurt oder Quark: Ein Löffel untergezogen reicht. So wird das Frühstück weniger süß und hält länger satt.
- Laugengebäck: Die salzige Kruste zusammen mit der Nuss-Schoko-Creme passt überraschend gut.
Aufbewahrung & Serviertipps
Wegen Milch und Butter gehört der Haselnussaufstrich in den Kühlschrank. Gut verschlossen hält er sich dort bis zu einer Woche. Nimm zum Herausholen immer einen sauberen Löffel, dann bleibt er länger frisch.
Im Kühlschrank wird die Creme ziemlich fest. Ich nehme das Glas deshalb 15 bis 20 Minuten vor dem Frühstück heraus. Ist es eilig, stelle ich es kurz in lauwarmes Wasser oder rühre einen Löffel warme Milch unter.
Das Grundrezept lässt sich gut abwandeln. Statt Haselnüssen gehen auch geröstete Mandeln, und mit Vollmilchschokolade wird der Aufstrich süßer und kindertauglicher. Ich nutze ihn außerdem als Füllung für Crêpes oder als Klecks auf Porridge.

Fazit
Dieser Haselnussaufstrich ist bei mir längst kein Notfallrezept mehr, sondern steht fast jedes Wochenende auf dem Tisch. Ich weiß genau, was drin ist, und die Süße kann ich selbst bestimmen. Wer Pistazien lieber mag, findet in meinem Schoko-Aufstrich mit Pistazien eine grüne Variante. Seit ich die Nusshaut abreibe, fragen die Kinder nicht mehr nach dem gekauften Glas.






