Nuss-Nougat-Creme selber machen klappt bei mir mit fünf Zutaten und ganz ohne Palmöl. Ich röste Haselnüsse, schmelze Zartbitterschokolade mit Kokosöl und rühre beides zusammen. Nach 50 Minuten sind zwei Gläser gefüllt, beim Abkühlen wird die Creme dann schön streichfähig.
Auf die Idee kam ich an einem verregneten Samstag im Oktober. Die Haselnüsse waren gerade zehn Minuten im Ofen, da roch das ganze Haus nach Weihnachtsmarkt. Meine Tochter kam im Schlafanzug in die Küche und wollte wissen, ob schon Advent ist.
Das erste Glas meiner Nuss-Nougat-Creme habe ich meiner Freundin zum Geburtstagsfrühstück mitgebracht. Das zweite hat den Sonntag nicht überlebt. Mein Sohn fand es neben dem Pfannkuchenstapel, und der Löffel blieb einfach drin. Seitdem mache ich immer gleich zwei Gläser, und so gehe ich dabei vor.
Table of Contents
Zutaten für Nuss-Nougat-Creme
Für meine Nuss-Nougat-Creme brauchst du nur fünf Zutaten, die meisten hast du vielleicht schon im Vorratsschrank. Bei drei davon lohnt sich ein genauer Blick, dazu schreibe ich dir unten kurz, worauf ich achte. Wenn du Pistazien lieber magst als Haselnüsse, probier meine grüne Variante mit Pistazien und Schokolade.
- 1 TL Kaffeebohnen (für Kinder lasse ich den Kaffee einfach weg, die Creme schmeckt dann etwas milder)
- 30 g Kokosöl (Mein Tipp: Nimm desodoriertes Kokosöl, wenn du keinen Kokosgeschmack magst.)
- 1 Vanilleschote (nur das Mark)
- 200 g Haselnüsse, blanchiert (ich nehme dafür immer blanchierte Nüsse, weil die braunen Häutchen nach dem Rösten leicht bitter schmecken)
- 200 g Zartbitterschokolade (55 % Kakaoanteil, in Stücken)
Allergene: Die Creme enthält Haselnüsse (Schalenfrüchte). Zartbitterschokolade kann außerdem Milch und Soja enthalten, schau deshalb kurz auf die Zutatenliste der Packung.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung hängt fast alles an den Haselnüssen. Wenn du sie gleichmäßig röstest und gut abkühlen lässt, klappt der Rest wie von selbst.
Schritt 1: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
Schritt 2: Mahle die Kaffeebohnen in einer Kaffeemühle oder im Multizerkleinerer möglichst fein, denn das Pulver bleibt später in der Creme. Schmelze das Kokosöl in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze und rühre Vanillemark und Kaffee ein. Lass alles etwa 2 Minuten warm werden, ohne dass es kocht. Nimm den Topf dann vom Herd und lass die Mischung 30 Minuten ziehen.
Schritt 3: Verteile in der Zwischenzeit die Haselnüsse auf einem Backblech und röste sie 12 bis 15 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun sind und kräftig duften. Stell dir einen Wecker und schau ab Minute 10 nach, denn zwischen goldbraun und verbrannt liegen nur ein bis zwei Minuten. Danach komplett abkühlen lassen.
Schritt 4: Zerkleinere die abgekühlten Nüsse im Multizerkleinerer oder Standmixer in kurzen Intervallen fein, je nach Gerät dauert das 10 bis 30 Sekunden. Mix nicht zu lange, sonst tritt das Öl aus und du bekommst reines Nussmus statt einer Creme mit etwas Biss.
Schritt 5: Hacke die Schokolade grob und gib sie mit der Kaffee-Kokos-Mischung in eine hitzefeste Schüssel. Schmelze beides über einem Wasserbad bei niedriger Hitze unter Rühren glatt. Die Schüssel sollte das Wasser nicht berühren, und die Schokolade sollte nicht heißer als etwa 50 °C werden (sie fühlt sich dann warm, aber nicht heiß an), sonst wird sie krümelig.
Schritt 6: Rühre die zerkleinerten Haselnüsse unter, bis alles gleichmäßig glänzt. Fülle die Nuss-Nougat-Creme in zwei heiß ausgespülte Schraubgläser und lass sie bei Zimmertemperatur abkühlen. Nach ein bis zwei Stunden ist sie fester und gut streichfähig.

Nuss-Nougat-Creme
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Kaffeebohnen möglichst fein mahlen, das Pulver bleibt in der Creme. Kokosöl in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen, Vanillemark und Kaffee einrühren und etwa 2 Minuten warm werden lassen, ohne dass es kocht. Vom Herd nehmen und 30 Minuten ziehen lassen.
- In der Zwischenzeit die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und 12 bis 15 Minuten goldbraun rösten, bis sie kräftig duften. Ab Minute 10 prüfen. Komplett abkühlen lassen.
- Abgekühlte Haselnüsse im Multizerkleinerer oder Standmixer in kurzen Intervallen fein zerkleinern (10 bis 30 Sekunden je nach Gerät). Nicht zu lange mixen, sonst entsteht Nussmus.
- Schokolade grob hacken und mit der Kaffee-Kokos-Mischung über einem Wasserbad bei niedriger Hitze (max. ca. 50 °C, warm, aber nicht heiß) unter Rühren glatt schmelzen.
- Haselnüsse unterrühren, die Creme in 2 heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und bei Zimmertemperatur 1 bis 2 Stunden abkühlen lassen, bis sie streichfähig ist.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Nuss-Nougat-Creme
Meine Nuss-Nougat-Creme hat durch die gemahlenen Nüsse etwas Struktur. Deshalb passt sie am besten zu Weichem und zu frischem Obst.
Frische Brötchen oder Hefezopf: Weiches, leicht süßes Gebäck ist der Klassiker, weil die Creme darauf leicht schmilzt.
Pfannkuchen und Crêpes: Warm bestrichen und aufgerollt, so mag es meine Familie am Sonntagmorgen am liebsten. Ein Löffel von meinem hausgemachten Apfelmus daneben bringt etwas Frische auf den Teller.
Apfel- und Bananenscheiben: Das Obst bringt Frische und etwas Säure, das gleicht die kräftige Schokolade gut aus.
Porridge oder Naturjoghurt: Ein Teelöffel obendrauf reicht, damit ein schlichtes Frühstück nach Nougat schmeckt.
Aufbewahrung & Serviertipps
Bewahre die Nuss-Nougat-Creme gut verschlossen bei Zimmertemperatur auf, am besten kühl und dunkel. Im Kühlschrank werden Kokosöl und Schokolade steinhart. Nimm immer einen sauberen Löffel, dann hält sie bei mir etwa zwei bis drei Wochen.
Ist die Creme an kalten Tagen zu fest geworden, stelle das Glas für ein paar Minuten in warmes Wasser. Danach einmal kräftig umrühren, und sie lässt sich wieder gut streichen.
Du kannst das Rezept gut abwandeln. Statt Haselnüssen gehen auch Mandeln, und wer es süßer mag, ersetzt einen Teil der Zartbitterschokolade durch Vollmilchschokolade. Mit veganer Zartbitterschokolade ist die Creme komplett vegan.

Fazit
Diese Nuss-Nougat-Creme ist bei mir längst mehr als ein Brotaufstrich. Sie ist mein Mitbringsel, wenn ich spontan eingeladen bin, in der Adventszeit gern zusammen mit einem Glas Konfitüre aus Pflaumen und Lebkuchen. Und sie ist mein Samstagsprojekt, wenn es draußen regnet.
Beim nächsten Mal probiere ich die Version mit Mandeln und einer Prise Salz. Wer Kokos ruhig herausschmecken möchte, findet ihn in meiner Nougatcreme mit Kokos.






