Chefsauce ist meine scharfe Mayonnaise mit Sesamöl und Chili, die ich in zehn Minuten selbst mixe. Ich brauche dafür nur einen Stabmixer, keinen Thermomix und keine Fertigsauce aus dem Kühlregal. Bei mir steht sie inzwischen öfter auf dem Tisch als jeder gekaufte Dip.
Die Idee zur Chefsauce kam mir letzten Sommer beim Grillen. Mein Mann hatte Sriracha und Sesamöl offen auf der Arbeitsplatte stehen, und ich habe beides kurzerhand in meine Mayonnaise gerührt, weil mir die gekaufte Sauce zu fad war. Der erste Löffel war so scharf, dass meine Tochter erst geschluckt und dann sofort nach mehr gefragt hat.
Seitdem steht die Sauce bei jedem Grillabend auf dem Tisch, meistens gleich doppelt, weil sie schneller leer ist als die Bratwürste. Ich rühre sie inzwischen fast mit geschlossenen Augen zusammen, so oft mache ich sie. Für dich beschreibe ich trotzdem jeden Schritt genau, damit die Mayonnaise beim ersten Versuch gelingt.
Table of Contents
Zutaten für Chefsauce
Für meine Chefsauce nehme ich neutrales Öl und geröstetes Sesamöl, dazu ein frisches Ei, Senf und Zitronensaft für die Basis. Sriracha gibt die Schärfe, du kannst aber auch mein selbstgemachtes Sriracha nehmen oder jede andere Chilisauce, die du zuhause hast.
- 200 g neutrales Öl (z. B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- 1 Ei (Größe M)
- 5 g Senf (ca. 1 TL)
- 20 g Zitronensaft, frisch gepresst
- 1 Msp. Pfeffer, frisch gemahlen
- ¼ TL Salz
- 50 g Chilisauce, z. B. Sriracha
- 50 g Sesamöl, geröstet
Mein Tipp: Ich nehme immer ein möglichst frisches Ei, dann emulgiert die Mayonnaise sicherer und wird stabiler. Beim Öl greife ich meistens zu Sonnenblumenöl, weil es neutral schmeckt und die Sauce nicht überlagert. Falls du die Sauce lieber ganz klassisch magst, orientiere dich an meiner klassischen Mayonnaise als Basis und würzt einfach milder nach.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung gelingt die Mayonnaise am sichersten, wenn alle Zutaten Zimmertemperatur haben und du das Öl wirklich langsam einlaufen lässt.
Schritt 1: Ei, Senf, Zitronensaft, Pfeffer und Salz in ein hohes, schmales Rührgefäß geben, am besten eins, das genau zum Stabmixer passt.
Schritt 2: Den Stabmixer senkrecht ins Gefäß stellen und am Boden einschalten. Das Öl in einem dünnen Faden dazugießen, ohne zu schnell zu gießen, sonst trennt sich die Mayonnaise. Sobald die Masse hell und cremig wird, den Mixer langsam nach oben ziehen, bis alles Öl eingearbeitet ist.
Schritt 3: Chilisauce und Sesamöl unterrühren, kurz mixen, bis die Sauce eine gleichmäßige, leicht orange Farbe hat. Zum Schluss abschmecken und bei Bedarf mit Salz oder Zitronensaft nachjustieren.
Profi-Tipp: Trennt sich die Mayonnaise doch einmal, rühre ein zweites Eigelb unter und gieße die getrennte Masse langsam wieder ein, dann rettet sich die Sauce meistens.

Chefsauce
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Ei, Senf, Zitronensaft, Pfeffer und Salz in ein hohes, schmales Rührgefäß geben.
- Stabmixer senkrecht ins Gefäß stellen und am Boden einschalten. Öl in einem dünnen Faden dazugießen, dabei den Mixer langsam nach oben ziehen, bis eine helle, cremige Mayonnaise entsteht.
- Chilisauce und Sesamöl unterrühren, kurz mixen, bis die Sauce gleichmäßig orange ist. Abschmecken und bei Bedarf mit Salz oder Zitronensaft nachjustieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Chefsauce
Die Chefsauce ist scharf und cremig zugleich, deshalb passt sie zu vielen Konsistenzen und Temperaturen.
- Sushi und Sashimi: Die Schärfe und das Sesamöl passen zur milden Süße von rohem Fisch.
- Gegrilltes Fleisch: Die cremige Konsistenz gleicht die Röstaromen vom Grill aus, ganz ähnlich wie bei meiner scharfen Grillsauce.
- Pommes oder Ofengemüse: Als Dip bringt sie Schärfe in ansonsten milde Beilagen, wer es lieber mild mag, wechselt zu meiner Guacamole.
- Sandwich oder Fladenbrot: Dünn gestrichen ersetzt sie klassische Mayo oder Senf.
Aufbewahrung & Serviertipps
Weil in der Chefsauce ein rohes Ei steckt, bewahre ich sie immer im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. In einem sauberen Schraubglas mit Deckel hält sie sich am längsten. Die Sauce enthält außerdem Senf und Sesam, wichtig für Allergiker.
Aufwärmen musst du sie nicht, vor dem Servieren rühre ich sie aber noch einmal kurz durch, falls sich oben etwas Öl absetzt.
Statt Sriracha nehme ich manchmal Harissa oder Sambal Oelek, je nachdem, was gerade im Kühlschrank steht, und für eine mildere Version halbiere ich einfach die Menge Chilisauce.

Fazit
Die Chefsauce ist bei mir die Sauce, die zuerst leer ist, egal ob zum Grillen, zu Sushi oder einfach aufs Butterbrot. Zehn Minuten Aufwand für so viel Geschmack rechtfertigen für mich sogar das Abwaschen vom Stabmixer. Beim nächsten Mal probiere ich eine Version mit geröstetem Knoblauch, ähnlich wie bei meinem gerösteten Knoblauch-Feta-Dip.






