Mediterraner Dip zum Grillen ist bei mir im Sommer das Erste, was fertig ist, oft noch bevor die Kohle richtig glüht. Getrocknete Tomaten, Basilikum und Frischkäse landen kurz im Zerkleinerer, und nach fünf Minuten ist die Schüssel voll. Der Dip passt zu Grillbrot, Gemüse und Fleisch.
Mein erster mediterraner Dip zum Grillen entstand an einem Freitagabend im Juli. Die Nachbarn standen spontan mit Würstchen vor der Tür, und im Kühlschrank waren nur Frischkäse und ein halbes Glas getrocknete Tomaten. Also habe ich zusammengeworfen, was nach Urlaub roch: Basilikum vom Balkon, den Rest Petersilie, eine Zwiebel.
Mein Jüngster hat das erste Stück Grillbrot durchgezogen und mit vollem Mund gesagt: „Das schmeckt wie Pizza, nur ohne Pizza.“ Seitdem fragt er vor jedem Grillabend, ob es wieder die Pizzasoße gibt. Genau so mache ich sie bis heute.
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Zutaten für mediterranen Dip zum Grillen
Mediterraner Dip zum Grillen braucht nur zehn Zutaten, und die meisten hast du sicher schon im Haus. Getrocknete Tomaten habe ich sowieso immer im Vorrat, auch für mein würziges Tomatenpesto. Unten steht, was ich dafür nehme, dazu ein paar Alternativen, die bei mir auch gut geklappt haben.
- 6 getrocknete Tomaten in Öl (ca. 50 g, abgetropft)
Mein Tipp: Das Öl aus dem Glas hebe ich auf und pinsle damit später Zucchini und Paprika für den Grill ein. - 4 Stängel Basilikum (Blätter abgezupft)
- 3 Stängel Petersilie (Blätter abgezupft)
- 1 kleine rote Zwiebel (geschält, halbiert)
Ich nehme dafür gern eine rote Zwiebel, weil sie roh milder schmeckt und der Dip dann auch den Kindern nicht zu scharf ist. - 1 Knoblauchzehe (optional, geschält)
- 300 g Frischkäse
Aus meiner Erfahrung wird der Dip mit Frischkäse der Doppelrahmstufe am cremigsten. Die leichte Variante funktioniert auch, ist aber etwas flüssiger. - 30 g Tomatenmark (ca. 2 EL)
- 1/2 TL Salz
- 1/4 TL Pfeffer
- 1/4 TL Zucker
Gut zu wissen: Der Dip ist von Natur aus glutenfrei, enthält aber Milch (Frischkäse). Manche getrockneten Tomaten sind geschwefelt, das steht dann als Sulfit auf dem Etikett.
Zubereitung Schritt für Schritt
Mein mediterraner Dip zum Grillen gelingt mir am besten in einem kleinen Multi-Zerkleinerer, das ist meine bewährte Methode. Die Kräuter werden darin fein, ohne zu Brei zu zerfallen. Mit einem scharfen Messer klappt es genauso, dauert nur etwas länger.
Schritt 1: Die getrockneten Tomaten gut abtropfen lassen. Basilikum und Petersilie waschen, gründlich trocken tupfen und die Blätter abzupfen. Die Zwiebel schälen und halbieren, den Knoblauch schälen.
Schritt 2: Tomaten, Kräuter, Zwiebel und Knoblauch in den Zerkleinerer geben und drei- bis viermal kurz pulsieren. Alles soll fein gehackt sein, aber noch kleine Stückchen haben. Die Masse mit einem Teigschaber vom Rand nach unten schieben. Ohne Zerkleinerer alles auf einem Brett mit einem großen Messer sehr fein hacken.
Schritt 3: Frischkäse, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Zucker zugeben und nur kurz untermischen, bis die Creme gleichmäßig rötlich ist und die grünen Kräuter durchschimmern. Ein typischer Fehler ist zu langes Mixen: Dann wird der Frischkäse dünnflüssig und der Dip verliert seine schöne Struktur. Ohne Zerkleinerer alles in einer Schüssel mit einem Löffel verrühren.
Schritt 4: Abschmecken, bei Bedarf nachwürzen und in eine Schale füllen.

Mediterraner Dip zum Grillen
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Die getrockneten Tomaten gut abtropfen lassen. Basilikum und Petersilie waschen, gründlich trocken tupfen und die Blätter abzupfen. Zwiebel schälen und halbieren, Knoblauch schälen.
- Tomaten, Kräuter, Zwiebel und Knoblauch in einen Multi-Zerkleinerer geben und drei- bis viermal kurz pulsieren, bis alles fein gehackt ist, aber noch kleine Stückchen hat. Mit einem Teigschaber vom Rand nach unten schieben. Ohne Zerkleinerer alles auf einem Brett mit einem großen Messer sehr fein hacken.
- Frischkäse, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Zucker zugeben und nur kurz verrühren, bis eine gleichmäßige, rötliche Creme entsteht. Nicht zu lange mixen, sonst wird der Frischkäse dünnflüssig. Ohne Zerkleinerer alles in einer Schüssel mit einem Löffel verrühren.
- Abschmecken, bei Bedarf nachwürzen, in eine Schale füllen und zum Beispiel zu Grillbrot servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu mediterranem Dip zum Grillen
Mediterraner Dip zum Grillen ist cremig und würzig, deshalb mag ich ihn am liebsten neben etwas Knusprigem oder frisch vom Rost.
Grillbrot oder Baguette: Die warme, krosse Kruste und der kühle Dip sind für mich die schönste Kombination am Grillabend. Wer lieber streicht als tunkt, bekommt von mir noch eine Butter mit Basilikum und Tomate dazu.
Gegrilltes Gemüse: Zucchini, Paprika und Auberginen bekommen durch die getrockneten Tomaten noch mehr Sommergeschmack. Daneben stelle ich gern ein Schälchen selbstgemachtes Ajvar, das zur gegrillten Paprika genauso gut passt.
Hähnchenspieße: Mageres Fleisch kann die Cremigkeit gut vertragen, und der Dip ersetzt jede Grillsoße.
Folienkartoffeln: Statt meinem klassischen Kräuterquark kommt bei mir ein Klecks Tomatendip in die aufgeschnittene Kartoffel.
Gemüsesticks: Gurke, Möhren und Kohlrabi sind ideal für Kinder, die lieber tunken als essen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Mediterraner Dip zum Grillen hält sich luftdicht verschlossen im Kühlschrank 2 bis 3 Tage. Einfrieren empfehle ich nicht, weil Frischkäse beim Auftauen körnig wird und Wasser zieht.
Ich mache den Dip normalerweise mittags, wenn abends gegrillt wird. Nach einer Stunde im Kühlschrank sind Zwiebel und Kräuter schön durchgezogen und der Geschmack ist runder. Vor dem Servieren einmal kräftig umrühren.
Reste nutze ich gern als Brotaufstrich oder in einem Wrap mit Salat und Hähnchen. Mit etwas Nudelwasser verdünnt wird daraus eine schnelle Pastasoße. Mit pflanzlichem Frischkäse ist der Dip außerdem vegan. Der besteht oft aus Cashews oder Soja, das prüfe ich bei Allergien vorher auf dem Etikett.

Fazit
Mein mediterraner Dip zum Grillen hat mir schon mehr als einen spontanen Grillabend gerettet, weil er aus Vorräten entsteht und kaum Arbeit macht. Auf dem Tisch steht er meistens neben einer Schale Tzatziki und einem cremigen Feta-Dip, dann findet jeder seinen Favoriten. Wenn mein Jüngster wieder nach der Pizzasoße fragt, weiß ich, dass die Schüssel vor dem letzten Würstchen leer sein wird.






