Sriracha-Sauce

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Sriracha-Sauce, die fünf Tage lang vor sich hin fermentiert und danach jedes Grillgericht aufpeppt. So mache ich sie bei mir zu Hause.

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By Lukas Schneider
Updated on Do., 20 Aug. 2026 21:50:04 GMT

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Sriracha-Sauce mache ich seit letztem Sommer selbst, und seitdem steht keine Fertigflasche mehr bei mir im Kühlschrank. Fünf Zutaten, ein Glas, ein bisschen Geduld. Mehr braucht es nicht.

Angefangen hat das an einem Grillabend, an dem mir die Sriracha-Flasche mitten in der Marinade leer wurde. Mein Sohn hat gefragt, ob man das nicht selbst machen kann, so wie den Ketchup, den ich schon länger selbst ansetze. Ich habe nachgeschaut, mir ein Fermentationsglas besorgt und die erste Ladung Chilis eingelegt.

Die ersten Tage danach war ich ehrlich skeptisch, ob aus dem trüben Sud im Glas wirklich eine Sauce werden würde. Am fünften Tag habe ich das Glas geöffnet, und der Geruch hat mich sofort überzeugt: scharf, leicht säuerlich, mit einer Tiefe, die fertige Flaschensaucen einfach nicht haben.

Seitdem fermentiere ich alle paar Wochen eine neue Ladung, meistens dann, wenn ich merke, dass mein Vorrat zur Neige geht. Jetzt zeige ich dir, wie du sie ganz ohne Thermomix ansetzt.

Zutaten für Sriracha-Sauce

Für die Sauce brauchst du wirklich nur fünf Zutaten, die du wahrscheinlich sowieso zu Hause hast oder schnell besorgen kannst. Bei den Chilis nehme ich am liebsten rote Spitzpaprika-Chilis, du kannst aber auch mischen, was gerade verfügbar ist.

  • 500 g frische rote Chilischoten, geviertelt (nach Wunsch entkernt)
  • 5 Knoblauchzehen
  • 10 g Salz
  • 30 g brauner Zucker
  • 50 g Reisessig, ungesüßt

Ich nehme dafür immer ungesüßten Reisessig, weil der Zucker in der Sauce sonst leicht zu dominant wird. Wer es milder mag, entkernt die Chilis komplett und lässt nur die Schoten selbst mitfermentieren. Mein Tipp: Für eine mildere Variante mische ich die scharfen Chilis mit ein paar milden Spitzpaprika, ohne dass sich am Rezept sonst etwas ändert.

Zubereitung Schritt für Schritt

Der aktive Aufwand ist gering, den Rest erledigt die Fermentation von allein. Aus meiner Erfahrung lohnt sich ein Blick jeden Tag, ob noch genug Sud über den Chilis steht.

Schritt 1: Chilischoten, Knoblauch, Salz und Zucker in einen Mixer oder Blitzhacker geben und fein pürieren, bis eine gleichmäßige Paste entsteht.

Schritt 2: Die Paste in ein sauberes, heiß ausgespültes Fermentationsglas oder ein Bügelglas mit Gummidichtung füllen. Mit einem Gärgewicht beschweren, damit alles unter der Flüssigkeit bleibt, die sich bildet. Glas verschließen und 4 bis 5 Tage bei 17 bis 22 °C stehen lassen. Einmal täglich kurz öffnen, um überschüssiges Gas entweichen zu lassen, so vermeidest du, dass sich zu viel Druck aufbaut.

Schritt 3: Die fermentierten Chilis mit dem Reisessig erneut fein pürieren. Die Masse in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren auf etwa 90 °C erhitzen, sie sollte dabei nicht kochen. Sofort in eine sterilisierte Flasche füllen und vollständig abkühlen lassen, bevor du sie verschließt.

Nahaufnahme der scharfen, fermentierten Sriracha-Sauce mit sichtbarer Konsistenz

Sriracha-Sauce

Fermentierte Sriracha-Sauce aus nur fünf Zutaten, ganz ohne Thermomix.
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 0 Minuten
Fermentationszeit 4 Tage 23 Stunden 40 Minuten
Gesamtzeit 5 Tage
Portionen: 10 Portionen (à ca. 30 g)
Gericht: Dip, Soße
Küche: Asiatisch, Fusion
Kalorien: 34.5
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Zutaten
  

  • 500 g frische rote Chilischoten geviertelt, nach Wunsch entkernt
  • 5 Knoblauchzehen
  • 10 g Salz
  • 30 g brauner Zucker
  • 50 ml Reisessig ungesüßt

Kochutensilien

  • Mixer oder Blitzhacker
  • Fermentationsglas oder Bügelglas mit Gummidichtung
  • Gärgewicht
  • Kleiner Topf
  • Sterilisierte Flasche oder Glas

Method
 

  1. Chilischoten, Knoblauch, Salz und Zucker in einen Mixer geben und fein pürieren.
  2. Masse in ein sauberes Fermentationsglas füllen, mit Gärgewicht beschweren, verschließen und 4 bis 5 Tage bei 17 bis 22 °C fermentieren, dabei täglich einmal entlüften.
  3. Fermentierte Chilis mit dem Reisessig erneut pürieren, in einem Topf unter Rühren auf ca. 90 °C erhitzen (nicht kochen), in eine sterilisierte Flasche füllen und abkühlen lassen.

Nährwerte

Kalorien: 34.5kcalKohlenhydrate: 7.8gProtein: 1.1gFett: 0.2gNatrium: 393.7mgBallaststoffe: 0.8g

Notizen

Statt eines Fermentationsglases funktioniert auch ein Bügelglas mit Gummidichtung. Mit 2 Teilen Sriracha-Sauce und 1 Teil Mayonnaise entsteht eine würzige Sriracha-Mayo.
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Was passt zu Sriracha-Sauce

Die Sauce ist vielseitig einsetzbar und passt zu deutlich mehr als nur zu Pommes.

  • Gegrilltes Fleisch: Für Hähnchenspieße oder Spareribs eignet sie sich hervorragend als Marinade oder Glasur.
  • Frühlingsrollen: Als klassischer Dip bringt sie die nötige Schärfe zu frittierten oder frischen Röllchen.
  • Gebratener Reis: Ein Löffel direkt in die Pfanne gibt jedem Resteessen eine würzige Note.
  • Nudelgerichte: Zu Pad Thai oder asiatischen Nudelsalaten passt sie durch ihre süß-saure Schärfe besonders gut.
  • Burger und Sandwiches: Pur oder mit Mayo gemischt sorgt sie für den gewissen Kick.

Aufbewahrung & Serviertipps

Fertig abgefüllt hält sich die Sauce im Kühlschrank gut über zwei Monate, dank Fermentation und Essig ist sie von Natur aus recht stabil. Ich mache das normalerweise so, dass ich sie direkt in kleinere Flaschen fülle, dann ist immer eine griffbereit und der Rest bleibt länger frisch.

Zum Aufwärmen brauchst du sie nicht, sie wird kalt verwendet und einfach zum fertigen Gericht dazugegeben oder in Marinaden eingerührt. Wer sie milder mag, verdünnt sie mit etwas Wasser oder Essig, wer es schärfer will, lässt beim nächsten Ansatz mehr Kerne in den Chilis. Vielseitig ist sie auch als Basis für andere Saucen: Mit Mayo gemischt wird sie zu Chili-Mayo, mit saurer Sahne zu einem milderen Dip.

Sriracha-Sauce selber machen: Glasflasche und Nahaufnahme der fermentierten Sauce

Fazit

Diese Sauce hat bei mir den Fertigprodukt-Sriracha komplett abgelöst, obwohl ich anfangs skeptisch war, ob die Fermentation wirklich klappt. Der Aufwand hält sich in Grenzen, nur die Wartezeit braucht etwas Geduld. Ich setze inzwischen regelmäßig eine neue Ladung an, meistens dann, wenn die letzte Flasche zur Neige geht.

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