Apfel-Kiwi-Konfitüre ist meine liebste Resteverwertung, wenn in der Obstschale zu viele weiche Kiwis liegen. Aus Kiwis, Äpfeln, Zitronensaft und Gelierzucker 2:1 koche ich in 30 Minuten drei Gläser, ganz ohne Spezialgerät.
Die Idee zu dieser Apfel-Kiwi-Konfitüre kam mir an einem verregneten Samstag im Oktober. Im Supermarkt gab es eine ganze Schale Kiwis zum halben Preis, und zu Hause lagen noch die letzten Äpfel aus dem Garten meiner Nachbarin.
Nach drei Tagen waren die Kiwis so weich, dass sie keiner mehr pur essen wollte. Also kam alles in meinen großen Topf, und die Küche roch plötzlich nach Zitrone und warmem Apfel.
Mein Jüngster stand auf dem Hocker neben mir, schaute in den Topf und fragte, ob das Froschmarmelade wird. Seitdem heißt sie in meiner Küche nur noch so, und das erste Glas ist jedes Mal nach einer Woche leer.
Table of Contents
Zutaten für Apfel-Kiwi-Konfitüre
Für meine Apfel-Kiwi-Konfitüre brauchst du nur fünf Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt. Ich nehme dafür am liebsten sehr reife Kiwis, weil sie süßer sind. Ein paar Alternativen, die auch klappen, stehen direkt bei den Zutaten.
Die Äpfel bringen viel eigenes Pektin mit, deshalb geliert die Konfitüre so zuverlässig. Sind im Herbst mehr Äpfel übrig, koche ich daraus gern ein klares Apfelgelee.
- 580 g Kiwis (geschält, in Stücken). Mein Tipp: Reife, weiche Kiwis halbiere ich und löffle sie einfach aus der Schale, das geht viel schneller als Schälen.
- 400 g Äpfel (geviertelt, entkernt). Ich nehme gern säuerliche Sorten wie Boskop oder Elstar. Die Schale kann dranbleiben, wenn du die Äpfel fein würfelst.
- 20 ml Zitronensaft (etwa eine halbe Zitrone)
- 500 g Gelierzucker 2:1. Mit Gelierzucker 1:1 brauchst du 1000 g, dann reicht es für vier Gläser.
- 1 TL neutrales Pflanzenfett (Sonnenblumenöl oder Kokosfett). Aus meiner Erfahrung spart dieser eine Teelöffel das lästige Abschöpfen, weil kaum Schaum entsteht.
Die Konfitüre ist vegan, glutenfrei und laktosefrei. Kiwis können allerdings Allergien auslösen, vor allem bei Menschen mit Birkenpollen- oder Latexallergie.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode für Konfitüre im normalen Topf: vorher einen kleinen Teller ins Gefrierfach stellen. Mit der Gelierprobe weißt du dann genau, wann die Konfitüre fertig ist.
Schritt 1: Wasch die Schraubgläser (à etwa 450 ml) und Deckel gründlich mit heißem Spülwasser. Die Gläser stelle ich für 10 Minuten bei 120 °C in den Backofen, die Deckel übergieße ich mit kochendem Wasser. Alternativ spülst du alles im heißesten Programm der Spülmaschine. Stell außerdem einen kleinen Teller für 5 bis 10 Minuten ins Gefrierfach.
Schritt 2: Würfle die Äpfel sehr fein oder raspel sie grob. Je kleiner die Stücke, desto schneller werden sie im Topf weich.
Schritt 3: Gib Kiwis, Äpfel, Zitronensaft, Gelierzucker und Pflanzenfett in einen großen, hohen Topf und verrühre alles. Püriere die Mischung mit dem Stabmixer kurz an, sodass noch kleine Stückchen bleiben. Ein typischer Fehler ist ein zu kleiner Topf: Konfitüre steigt beim Kochen hoch und spritzt ordentlich.
Schritt 4: Bring alles bei hoher Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen. Sobald die Masse sprudelnd kocht, lass sie etwa 4 bis 5 Minuten weiterkochen (Packungsangabe beachten), bis die Apfelstückchen weich sind und die Masse glänzt und dicker vom Löffel läuft. Länger als nötig koche ich sie nicht, sonst wird das Grün bräunlich.
Schritt 5: Mach die Gelierprobe und zieh den Topf dafür kurz vom Herd. Gib 1 TL Konfitüre auf den kalten Teller, lass sie kurz abkühlen und drück sie leicht mit dem Finger an. Wirft die Oberfläche Falten, ist sie fertig. Wenn nicht, koch sie 2 Minuten weiter und teste noch einmal.
Schritt 6: Füll die heiße Konfitüre in die noch warmen Gläser und verschließ sie sofort. Stell die Gläser 5 Minuten auf den Deckel, dreh sie dann wieder um und lass sie abkühlen.

Apfel-Kiwi-Konfitüre
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Schraubgläser und Deckel mit heißem Spülwasser gründlich waschen. Gläser 10 Minuten bei 120 °C in den Backofen stellen, Deckel mit kochendem Wasser übergießen, oder alles im heißesten Programm der Spülmaschine spülen. Einen kleinen Teller für 5 bis 10 Minuten ins Gefrierfach stellen.
- Äpfel sehr fein würfeln oder grob raspeln. Je kleiner die Stücke, desto schneller werden sie weich.
- Kiwis, Äpfel, Zitronensaft, Gelierzucker und Pflanzenfett in einen großen, hohen Topf geben, verrühren und mit dem Stabmixer kurz anpürieren, sodass noch kleine Stückchen bleiben.
- Bei hoher Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Masse sprudelnd kocht, etwa 4 bis 5 Minuten weiterkochen (Packungsangabe beachten), bis die Apfelstückchen weich sind und die Masse glänzt. Nicht länger als nötig kochen, sonst wird die Farbe bräunlich.
- Gelierprobe machen: Topf kurz vom Herd ziehen, 1 TL Konfitüre auf den kalten Teller geben, abkühlen lassen und leicht mit dem Finger andrücken. Wird sie faltig, ist sie fertig. Wenn nicht, 2 Minuten weiterkochen und die Probe wiederholen.
- Heiße Konfitüre in die noch warmen Gläser füllen und sofort verschließen. Gläser 5 Minuten auf den Deckel stellen, dann umdrehen und abkühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Apfel-Kiwi-Konfitüre
Die leichte Säure meiner Apfel-Kiwi-Konfitüre macht sich besonders gut neben cremigen oder leicht salzigen Sachen. Das kenne ich schon von meiner Aprikosen-Passionsfrucht-Konfitüre, die ich ganz ähnlich serviere.
Frische Brötchen mit Butter: Der Klassiker am Sonntagmorgen. Kalte Butter nimmt der Konfitüre etwas von ihrer Säure.
Naturjoghurt oder Quark: Ein Löffel Konfitüre obendrauf ergibt ein schnelles Frühstück, das meine Kinder lieber essen als gekauften Fruchtjoghurt.
Pfannkuchen: Dünn bestreichen, aufrollen, fertig. Die fruchtige Note passt gut zum milden Teig.
Milchreis oder Grießbrei: Die frische Säure bringt Abwechslung in süße Breie und macht sie weniger schwer. Auf selbst gekochtem Pudding schmeckt ein Klecks davon genauso gut.
Junger Gouda oder Ziegenfrischkäse: Salzig und fruchtig zusammen schmeckt auf einem Käsebrett richtig gut.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet lagere ich meine Apfel-Kiwi-Konfitüre kühl, dunkel und trocken, dort hält sie sich mehrere Monate. Ein angebrochenes Glas kommt in den Kühlschrank und ist bei mir innerhalb von drei bis vier Wochen leer. Nimm immer einen sauberen Löffel, dann bleibt sie länger frisch.
Aufwärmen musst du hier nichts. Ist die Konfitüre nach dem Abkühlen etwas fester geworden, rühre ich sie im Glas einmal kräftig durch, dann lässt sie sich wieder gut streichen.
Statt Äpfeln und Kiwis kannst du jede andere Obstsorte nehmen, zum Beispiel Birnen oder Pfirsiche. Mit Gelierzucker 1:1 brauchst du 1000 g Zucker und 1 bis 2 Minuten mehr Kochzeit, dafür bekommst du vier Gläser. Ein Glas mit Schleife ist außerdem mein liebstes Mitbringsel.

Fazit
Für mich ist diese Apfel-Kiwi-Konfitüre der beste Grund, weiche Kiwis nicht wegzuwerfen. Sie ist in 30 Minuten gekocht und schmeckt frischer als die meisten Sorten aus dem Supermarktregal. Im Frühjahr steht bei mir eher eine Konfitüre aus Rhabarber und Erdbeeren auf dem Herd, im Herbst ist diese hier dran. Beim nächsten Mal probiere ich sie mit Birnen statt Äpfeln.






