Ahornsirup-Pudding ist mein Lieblingsdessert, wenn ich mit fünf Zutaten und einem einzigen Topf etwas richtig Gutes machen will. Er schmeckt nach Karamell und wird schön cremig. Nach 20 Minuten am Herd wandert er direkt in Schraubgläser und wartet im Kühlschrank auf den Nachtisch.
Die Idee kam eigentlich von meinem Sohn. Nach einem Pfannkuchen-Sonntag stand die halb leere Flasche Ahornsirup noch auf dem Tisch. Er fragte ganz ernst, ob man daraus nicht auch Pudding machen könne. Ich habe es am selben Nachmittag ausprobiert, und seitdem steht der Ahornsirup-Pudding bei mir regelmäßig im Kühlschrank.
Beim ersten Löffel hat er nur genickt und weitergegessen. Bei ihm zählt das mehr als jedes Lob. Wie mein selbst gekochter Pudding aus dem Topf kommt auch dieser ganz ohne Päckchen aus und ist trotzdem schneller fertig als ein Einkauf im Supermarkt. Die Zutaten hast du vermutlich sowieso im Haus.
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Zutaten für Ahornsirup-Pudding
Mehr als diese fünf Zutaten brauche ich nicht. Ich nehme dafür immer dunklen Ahornsirup mit kräftigem Geschmack, weil der Pudding sonst eher nur süß schmeckt. Das Prinzip mit Stärke und Eiern kennst du vielleicht von einer Crème pâtissière aus dem Topf, nur bleibt dieser Pudding durch die Sahne lockerer. Wer es leichter mag, ersetzt die Sahne einfach durch Milch.
- 200 g Milch (ca. 200 ml; ich nehme Vollmilch, mit fettarmer Milch wird der Pudding etwas weniger cremig)
- 150 g Sahne (ca. 150 ml)
- 250 g Ahornsirup (ca. 190 ml; mein Tipp: die dunkle Sorte, sie bringt mehr Karamellnote mit)
- 30 g Speisestärke
- 2 Eier (Größe M)
Gut zu wissen: Mein Ahornsirup-Pudding enthält Milch und Eier. Speisestärke aus Mais ist von Natur aus glutenfrei, bei einer Unverträglichkeit lohnt sich trotzdem ein Blick aufs Etikett.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, alles kalt zu verrühren und erst dann den Herd anzuschalten. So klumpt die Stärke nicht, und die Eier stocken nicht.
Schritt 1: Spüle 5 Schraubgläser (à ca. 150 ml) heiß aus und stell sie bereit. Später muss es schnell gehen.
Schritt 2: Gib Milch, Sahne, Ahornsirup, Speisestärke und Eier in einen Topf. Verrühre alles mit dem Schneebesen, bis die Masse glatt ist und keine Stärke mehr am Boden klebt.
Schritt 3: Stell den Topf auf mittlere Hitze und rühre ständig, vor allem am Boden und in den Ecken. Nach etwa 8 bis 10 Minuten wird die Masse spürbar dicker und duftet nach Karamell.
Schritt 4: Sobald der Pudding andickt und die ersten Blasen aufsteigen, lass ihn unter Rühren noch etwa 1 Minute leicht blubbern. Aus meiner Erfahrung schmeckt er sonst leicht nach roher Stärke. Der typische Fehler ist zu viel Hitze: Dann setzt der Pudding am Boden an.
Schritt 5: Nimm den Topf vom Herd und verteile den Pudding sofort auf die Gläser. Falls sich doch kleine Eiklümpchen gebildet haben, streich ihn vorher durch ein feines Sieb.
Schritt 6: Verschließ die Gläser und lass den Pudding abkühlen. Danach kommt der Ahornsirup-Pudding für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, bis er fest ist. Lauwarm schmeckt er übrigens auch, dann ist er noch etwas weicher.

Ahornsirup-Pudding
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- 5 Schraubgläser (à ca. 150 ml) heiß ausspülen und bereitstellen.
- Milch, Sahne, Ahornsirup, Speisestärke und Eier in einen Topf geben und mit dem Schneebesen kalt glatt rühren, bis keine Stärke mehr am Boden klebt.
- Den Topf auf mittlere Hitze stellen und ständig rühren, besonders am Boden. Nach etwa 8 bis 10 Minuten dickt die Masse an.
- Sobald der Pudding andickt und Blasen aufsteigen, unter Rühren noch etwa 1 Minute leicht köcheln lassen.
- Den Pudding sofort auf die Gläser verteilen. Bei Klümpchen vorher durch ein feines Sieb streichen.
- Die Gläser verschließen, abkühlen lassen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Ahornsirup-Pudding
Weil der Pudding sehr süß und cremig ist, kombiniere ich ihn am liebsten mit etwas Frischem, Säuerlichem oder Knusprigem.
Frische Beeren: Himbeeren oder Heidelbeeren bringen Säure mit und bremsen die Süße angenehm aus. Außerhalb der Saison nehme ich einen Löffel säuerlichen Beeren-Curd obendrauf.
Warmes Apfelkompott: Im Herbst mein Favorit. Warmes Kompott auf kaltem Pudding ist einfach ein schöner Kontrast. Muss es schnell gehen, nehme ich mein selbst gekochtes Apfelmus aus dem Vorrat.
Geröstete Haferflocken: Kurz in der Pfanne angeröstet, geben sie Biss und eine leicht nussige Note, ganz ohne Nüsse. Für eine glutenfreie Variante nehme ich glutenfreie Haferflocken.
Griechischer Joghurt: Ein Löffel obendrauf macht das Glas frischer und bringt etwas zusätzliches Eiweiß.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Ahornsirup-Pudding in den verschlossenen Gläsern 2 bis 3 Tage. Einfrieren empfehle ich nicht, weil Stärkepudding beim Auftauen Wasser zieht und krümelig wird.
Ich koche den Pudding gern am Vorabend, dann ist er zum Nachtisch schön fest und kalt. Magst du ihn lieber warm? Dann nimm den Deckel ab, stell das Glas 20 bis 30 Sekunden in die Mikrowelle und rühre einmal um.
Mit einer Prise Zimt oder etwas Vanillemark im Topf schmeckt der Pudding schon fast nach Weihnachten. Für eine leichtere Version tausche ich die Sahne gegen Milch. Schichtest du ihn mit zerbröselten Butterkeksen (die enthalten allerdings Gluten), wird aus den Gläsern ein kleines Mitbringsel zum Kaffee.

Fazit
Mehr als fünf Zutaten braucht dieser Ahornsirup-Pudding nicht, und genau das mag ich an ihm. Er schmeckt nach Pfannkuchen-Sonntag, auch wenn eigentlich Dienstag ist. Mein Sohn fragt inzwischen selbst nach, ob noch ein Glas im Kühlschrank steht. Und für Abwechslung im Puddingglas koche ich gern meinen Schokopudding mit Kokos.






