Selbstgemachtes Apfelmus mache ich am liebsten an regnerischen Nachmittagen, wenn die ganze Küche nach Zimt riecht. Es braucht nur fünf Zutaten und ein bisschen Geduld, dafür wird es jedes Mal cremig und fruchtig süß.
Letzten Dienstag hat meine Tochter beim Reinkommen aus der Schule sofort gefragt, ob ich wieder Apfelmus mache, weil es in der ganzen Wohnung nach Zimt roch. Ich hatte gerade Äpfel vom Wochenmarkt übrig, die schon etwas mehlig wurden, und genau die eignen sich am besten dafür. Meine bewährte Methode ist, die Äpfel klein zu schneiden und dann bei ganz niedriger Hitze stundenlang köcheln zu lassen, fast wie im Schongarer.
Der Trick dabei: Ich rühre nur ab und zu um und lasse den Rest die Zeit erledigen. Am Ende püriere ich alles kurz mit dem Stabmixer, aber nur so lange, bis noch kleine Stückchen übrig bleiben, genau so, wie es bei meiner Oma früher auch war. Wer die Äpfel lieber herzhaft verarbeitet, dem lege ich meinen herzhaften Apfel-Zwiebel-Aufstrich ans Herz, eine ganz andere Art, Äpfel zu verwerten. Jetzt kommt der Topf bei mir fast jede Woche auf den Herd, wenn die Apfelkiste im Keller wieder voll ist.
Table of Contents
Zutaten für Selbstgemachtes Apfelmus
Für dieses Apfelmus nehme ich am liebsten Äpfel, die schon etwas reif sind, weil sie besonders süß und aromatisch schmecken. Braunen Zucker verwende ich anstatt weißem, das gibt eine leichte Karamellnote.
- 800 g Äpfel (geschält, entkernt, in 3 cm großen Stücken; am liebsten nehme ich Boskoop oder Elstar)
- 70 g brauner Zucker (kann durch weißen Zucker oder etwas Ahornsirup ersetzt werden)
- 1 TL Zimt
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Vanilleschote, nur das Mark (mein Tipp: ohne Vanilleschote geht’s auch mit einer Prise Vanillepulver)
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung wird es am cremigsten, wenn es wirklich lange und sanft vor sich hin köchelt, ohne Eile.
Schritt 1: Äpfel schälen, entkernen und in etwa 3 cm große Stücke schneiden.
Schritt 2: Apfelstücke zusammen mit dem braunen Zucker, Zimt, Zitronensaft und dem Mark der Vanilleschote in einen großen Topf geben und kurz vermengen.
Schritt 3: Bei sehr niedriger Hitze mit leicht schräg aufgelegtem Deckel etwa 4 Stunden köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, bis die Äpfel weich sind und anfangen zu zerfallen.
Schritt 4: Deckel abnehmen und weitere Stunde bei etwas höherer Hitze köcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft und das Apfelmus schön eindickt. Mein Tipp: Wer es lieber stückig mag, kann diesen Schritt etwas verkürzen.
Schritt 5: Mit einem Stabmixer kurz pürieren, so lange, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, stückig oder ganz fein. Etwas abkühlen lassen, dann servieren oder in saubere Gläser füllen.

Selbstgemachtes Apfelmus
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Äpfel schälen, entkernen und in etwa 3 cm große Stücke schneiden.
- Apfelstücke zusammen mit dem braunen Zucker, Zimt, Zitronensaft und dem Mark der Vanilleschote in einen großen Topf geben und kurz vermengen.
- Bei sehr niedriger Hitze mit leicht schräg aufgelegtem Deckel etwa 4 Stunden köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, bis die Äpfel weich sind und anfangen zu zerfallen.
- Deckel abnehmen und weitere Stunde bei etwas höherer Hitze köcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft und das Apfelmus eindickt.
- Mit einem Stabmixer kurz pürieren, stückig oder fein, ganz nach Wunsch. Etwas abkühlen lassen, dann servieren oder in saubere Gläser füllen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Selbstgemachtem Apfelmus
Das Apfelmus lässt sich vielseitig kombinieren, je nachdem, wie süß oder herzhaft der Rest der Mahlzeit ist.
Milchreis: cremig und warm, eine klassische Kombination für einen gemütlichen Nachmittag.
Pfannkuchen: die fruchtige Süße passt perfekt zum leicht salzigen Teig.
Naturjoghurt zum Frühstück: für einen fruchtigen Kontrast und etwas mehr Eiweiß am Morgen. Wer abwechseln möchte, greift stattdessen zu meiner Zitronen-Marmelade oder meiner Rhabarber-Erdbeer-Konfitüre, beide genauso schnell aufs Brot gestrichen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält es sich in einem verschlossenen Glas etwa 5 Tage. Für längere Vorräte lässt es sich problemlos portionsweise einfrieren.
Zum Aufwärmen reicht ein kurzer Moment in der Mikrowelle oder ein paar Minuten im Topf bei kleiner Hitze.
Statt pur schmeckt es auch toll über Porridge, im Rührkuchen oder als fruchtige Note im Overnight Oats.

Fazit
Für mich ist dieses Apfelmus das beste Beispiel dafür, dass ein einfaches Rezept mit Geduld oft besser schmeckt als jede aufwendige Variante. Ich mache es inzwischen fast automatisch, sobald die Apfelkiste im Keller wieder voll ist. Wer danach Lust auf noch mehr Apfel bekommt, findet in meinem Apfel-Cranberry-Chutney eine herzhaftere Ergänzung. Der Duft nach Zimt, der dabei durchs ganze Haus zieht, gehört für mich zu den schönsten Momenten in der Küche.






