Aioli light ist mein schneller Knoblauch-Dip für Abende, an denen etwas zum Eintunken auf den Tisch muss. Statt nur Mayonnaise steckt hier fast zur Hälfte Magerquark drin, dazu Ketchup, Worcestersauce und ein Hauch Tabasco. In fünf Minuten ist alles verrührt, und eine Portion liegt bei rund 85 kcal.
Entstanden ist meine Aioli light an einem Freitag, an dem ich nur Ofenkartoffeln geplant hatte und der Kühlschrank fast leer war. Übrig waren ein halbes Glas leichte Mayo, eine Packung Magerquark und die Ketchupflasche, die bei mir zu Hause nie leer wird. Ich habe alles mit zwei Knoblauchzehen verrührt und die Schüssel neben das Blech gestellt.
Mein Kleiner hat skeptisch reingeschaut und gefragt, warum die Knoblauchsoße rosa ist. Zehn Minuten später waren die Gurkensticks weg, und seitdem steht der Dip fast jeden zweiten Freitag auf dem Tisch.
Mit der klassischen spanischen Aioli, die nur aus Knoblauch, Olivenöl und Salz aufgeschlagen wird, hat meine Version ehrlich gesagt wenig zu tun. Der Name ist trotzdem geblieben, weil der Knoblauch hier klar den Ton angibt. Viel braucht es dafür wirklich nicht.
Table of Contents
Zutaten für Aioli light
Das nehme ich für eine Schüssel Aioli light, die für vier Personen als Dip reicht. Die meisten Zutaten hast du vermutlich schon im Kühlschrank, und für ein paar davon gibt es Alternativen, die genauso gut funktionieren. Für eine Version auf Joghurtbasis gibt es bei mir außerdem eine zweite Aioli mit Joghurt.
- 2 bis 3 Knoblauchzehen (geschält). Mein Tipp: Bei älteren Zehen den grünen Keim in der Mitte entfernen, sonst schmeckt der Dip leicht bitter.
- 120 g Mayonnaise (light)
- 100 g Magerquark. Aus meiner Erfahrung klappt es auch mit griechischem Joghurt (2 % Fett). Der Dip wird damit etwas frischer und minimal flüssiger.
- 30 g Ketchup
- ½ TL Salz
- ¼ TL Zucker
- 1 TL Worcestersauce. Klassische Worcestersauce enthält Sardellen. Für eine vegetarische Version greife ich zur vegetarischen Variante aus dem Supermarkt.
- 2 Spritzer Tabasco (für Kinder einfach weglassen)
Allergene: Diese Aioli light enthält Ei (Mayonnaise) und Milch (Quark). Klassische Worcestersauce enthält Fisch, viele Mayonnaisen zusätzlich Senf und manche Worcestersaucen Gluten aus Gerstenmalzessig. Ich schaue deshalb immer kurz aufs Etikett.
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich mache das normalerweise direkt in der Schüssel, in der ich den Dip auch serviere. So spare ich mir Abwasch, und nach fünf Minuten steht alles auf dem Tisch.
Schritt 1: Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken oder auf einer feinen Reibe reiben. Je feiner der Knoblauch ist, desto gleichmäßiger verteilt er sich später im Dip.
Schritt 2: Mayonnaise, Magerquark und Ketchup in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen etwa 30 Sekunden glatt rühren. Die Creme sollte gleichmäßig zartrosa sein, ohne kleine Quarkklümpchen. Einen Stabmixer brauchst du nicht, der Schneebesen reicht völlig.
Schritt 3: Knoblauch, Salz, Zucker, Worcestersauce und Tabasco zugeben und alles noch einmal gut verrühren. Mit einem Löffel probieren und bei Bedarf mit einer Prise Salz oder einem weiteren Spritzer Tabasco nachwürzen.
Schritt 4: Den Dip sofort servieren oder, wenn du Zeit hast, zehn Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann zieht der Knoblauch schön durch, und die Aioli light schmeckt runder.

Aioli light
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken oder auf einer feinen Reibe reiben.
- Mayonnaise, Magerquark und Ketchup in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen etwa 30 Sekunden glatt rühren, bis eine gleichmäßig zartrosa Creme ohne Klümpchen entsteht.
- Knoblauch, Salz, Zucker, Worcestersauce und Tabasco zugeben, gut verrühren und nach Geschmack nachwürzen.
- Sofort als Dip servieren oder zehn Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Aioli light
Am liebsten mag ich den Dip zu Sachen, die knusprig oder frisch sind, weil die cremige Konsistenz dazu einen schönen Kontrast bildet.
Gemüsesticks: Gurke, Möhre und Paprika in Streifen schneiden. Das knackige Gemüse passt gut zur Knoblauchnote und hält den Teller leicht.
Ofenkartoffeln: Außen kross, innen weich, dazu ein Klecks kalter Dip. Das ist meine Freitagskombination.
Kartoffelpuffer: Heiß aus der Pfanne und dazu der kalte Knoblauch-Dip, das klappt auch mit meinen Kartoffelpuffern mit Linsen.
Frisches Baguette oder Bauernbrot: Beim Grillabend reiße ich das Brot einfach in Stücke und stelle den Dip daneben. Wer es knuspriger mag, nimmt meine Zucchini-Breadsticks mit Käse.
Gegrilltes Hähnchen oder Grillgemüse: Der kühle Dip passt gut zu heißem Grillgut, und zu magerer Hähnchenbrust bringt der Quark noch etwas Eiweiß mit.
Aufbewahrung & Serviertipps
In einer gut verschlossenen Dose hält sich der Dip im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Der Knoblauch wird mit jedem Tag etwas kräftiger, das solltest du beim Würzen im Hinterkopf behalten. Einfrieren empfehle ich nicht, weil sich Quark und Mayonnaise beim Auftauen trennen.
Für Gäste rühre ich den Dip gern ein paar Stunden vorher an und stelle ihn abgedeckt kalt. Vor dem Servieren einmal kurz durchrühren, falls sich oben etwas Flüssigkeit abgesetzt hat.
Meine Familie liebt die Aioli light auch als Aufstrich für Wraps, Burger oder belegte Brote. Wer es noch leichter mag, nimmt mehr Quark und weniger Mayo. Statt Ketchup funktioniert auch 1 TL Tomatenmark mit einer Prise Zucker.

Fazit
Meine Aioli light ist ein Alltagsdip mit viel Knoblauch, der in fünf Minuten in einer einzigen Schüssel fertig ist. Bei mir gehört sie längst zum Ofenkartoffel-Freitag. Kommen Gäste dazu, stelle ich meistens noch einen frischen Kräuterquark daneben, dann hat jeder seine Lieblingsschüssel.






