Lasagne-Eintopf ist meine Antwort auf Lasagne-Hunger an ganz normalen Wochentagen. Hackfleisch, Gemüse, Tomaten und Lasagneplatten garen zusammen in einem Topf, und nach 35 Minuten steht ein sättigendes Abendessen mit 32 g Eiweiß pro Portion auf dem Tisch.
Die Idee hatte ich an einem verregneten Dienstag. Mein Sohn kam um halb sechs aus dem Fußballtraining, stellte sich neben den Herd und wünschte sich Lasagne. Schichten, Béchamel und eine Stunde im Ofen waren an diesem Abend nicht drin, also habe ich alles in einen Topf gegeben und die Platten hineingebrochen. So ist mein erster Lasagne-Eintopf entstanden.
Nach dem ersten Löffel meinte er nur: „Das ist ja Lasagne zum Löffeln.“ So heißt der Lasagne-Eintopf seitdem in meiner Küche. Er steht mindestens alle zwei Wochen auf dem Tisch, meistens im Wechsel mit meinen Hackbällchen in fruchtiger Tomatensoße. Mehr als einen Topf, ein Brett und ein scharfes Messer brauchst du dafür nicht.
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Zutaten für Lasagne-Eintopf
Das nehme ich dafür, und bei ein paar Zutaten nenne ich dir Alternativen, die genauso gut funktionieren. Die Mengen für meinen Lasagne-Eintopf reichen für zwei hungrige Portionen, für die ganze Familie verdopple ich einfach alles und nehme einen größeren Topf. Wenn du abends lieber weniger Nudeln isst, schau dir meine Zucchini-Lasagne an.
- 30 g Zwiebel (fein gewürfelt, etwa eine halbe kleine Zwiebel)
- 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
- 80 g Staudensellerie (fein gewürfelt)
- 80 g Möhre (fein gewürfelt)
- 10 g Öl (ca. 1 EL, z. B. Rapsöl)
- 200 g Tatar (in kleine Stücke gezupft). Ich nehme dafür immer Tatar statt gemischtem Hack, weil es sehr mager ist und der Eintopf nicht fettig wird. Tatar verarbeite ich immer am Kauftag.
- 250 ml Wasser
- 400 g stückige Tomaten (1 Dose)
- 30 g Tomatenmark
- 1 TL Salz. Mein Tipp: Erst mal etwas weniger nehmen und zum Schluss abschmecken, denn Brühe und Parmesan bringen schon einiges an Salz mit.
- ¼ TL Pfeffer
- 2 TL italienische Kräuter (getrocknet)
- ¾ TL Gemüsebrühpaste (oder ½ Brühwürfel für 0,5 l)
- 35 g Lasagneplatten (ca. 2 Platten, in Stücke gebrochen). Ich breche sie in Stücke von 2 bis 3 cm, dann garen sie gleichmäßig und passen auf jeden Löffel.
- 30 g saure Sahne
- 30 g Parmesan (gerieben, zum Bestreuen)
Allergene: Gluten (Weizen in den Lasagneplatten, je nach Sorte auch Ei), Milch (saure Sahne, Parmesan) und Sellerie (Staudensellerie, oft auch in der Gemüsebrühpaste). Schau bei Brühe und Nudeln am besten kurz auf die Packung.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, das Gemüse wirklich sehr fein zu schneiden. Dann verschwindet es in der Soße, und auch wählerische Kinder picken nichts heraus.
Schritt 1: Zwiebel, Knoblauch, Staudensellerie und Möhre schälen bzw. putzen und in sehr feine Würfel schneiden. Mit einem kleinen Zerkleinerer geht das in wenigen Sekunden.
Schritt 2: Öl in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Gemüse und Tatar zugeben und etwa 5 Minuten braten. Das Fleisch dabei mit dem Kochlöffel zerteilen, bis es nicht mehr rosa ist und das Gemüse glasig wird und duftet.
Schritt 3: Wasser, stückige Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, italienische Kräuter und Gemüsebrühpaste einrühren und aufkochen lassen. Deckel auflegen und alles 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Soße kräftig rot ist und leicht andickt.
Schritt 4: Die Lasagnestücke zugeben und gut unterrühren, damit sie komplett in der Flüssigkeit liegen. Zugedeckt weitere 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze garen und zwischendurch umrühren. Mein Tipp: In den ersten zwei Minuten besonders oft rühren, denn da kleben die Platten gern aneinander oder am Topfboden.
Schritt 5: Probieren, ob die Nudeln bissfest sind. Ist der Lasagne-Eintopf zu dick, einen Schluck heißes Wasser einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf tiefe Teller verteilen, mit je einem Klecks saurer Sahne und geriebenem Parmesan garnieren und sofort servieren.

Lasagne-Eintopf
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Zwiebel, Knoblauch, Staudensellerie und Möhre schälen bzw. putzen und in sehr feine Würfel schneiden. Mit einem kleinen Zerkleinerer geht das in wenigen Sekunden.
- Öl in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Gemüse und Tatar zugeben und etwa 5 Minuten braten, dabei das Fleisch zerteilen, bis es nicht mehr rosa ist und das Gemüse glasig wird.
- Wasser, stückige Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, italienische Kräuter und Gemüsebrühpaste einrühren und aufkochen. Zugedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Soße leicht andickt.
- Lasagnestücke zugeben, gut unterrühren und zugedeckt weitere 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze garen. In den ersten zwei Minuten öfter umrühren, damit nichts aneinander oder am Topfboden klebt.
- Probieren, ob die Nudeln bissfest sind, bei Bedarf mit etwas heißem Wasser verdünnen und abschmecken. Auf tiefe Teller verteilen, mit saurer Sahne und Parmesan garnieren und sofort servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Lasagne-Eintopf
Der Lasagne-Eintopf ist herzhaft und cremig, deshalb passt etwas Frisches oder Knuspriges gut daneben.
- Knoblauchbrot: Mit der knusprigen Kruste lässt sich der letzte Rest Tomatensoße vom Teller wischen.
- Low-Carb-Brötchen: Wer Weißbrot sparen möchte, tunkt die Soße mit meinen selbst gebackenen Low-Carb-Brötchen auf.
- Gurkensalat mit Essig und Dill: Die leichte Säure macht den Eintopf frischer, und Kinder mögen die knackigen Scheiben meistens.
- Grüner Blattsalat mit Zitronendressing: Bringt Frische und ein paar Vitamine dazu, ohne zusätzlich satt zu machen.
- Rohkoststicks: Möhren, Paprika und Gurke zum Knabbern überbrücken bei meinen Kindern die Wartezeit, bis der Topf fertig ist.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Lasagne-Eintopf in einer gut verschlossenen Dose etwa 2 Tage. Die Nudeln saugen über Nacht einen Teil der Flüssigkeit auf, deshalb ist er am nächsten Tag deutlich dicker. Einfrieren geht auch, allerdings werden die Lasagnestücke dabei weich. Für den Vorrat friere ich deshalb nur die Soße ein und gare die Platten später frisch darin.
Zum Aufwärmen gebe ich den Eintopf mit einem Schuss Wasser in einen Topf und erhitze ihn bei mittlerer Hitze unter Rühren. In der Mikrowelle klappt es portionsweise genauso, am besten abgedeckt und mit einmal Umrühren zwischendurch. Saure Sahne und Parmesan kommen erst beim Servieren frisch darauf.
Das Rezept lässt sich gut abwandeln. Statt Tatar funktionieren Rinderhack oder Putenhack. Für eine vegetarische Variante gebe ich in Schritt 3 80 g rote Linsen und 100 ml mehr Wasser dazu und streue vegetarischen Hartkäse statt Parmesan darüber, denn klassischer Parmesan wird mit tierischem Lab hergestellt. Sind keine Lasagneplatten im Haus, tun es auch Fusilli oder Farfalle, die Garzeit bleibt ungefähr gleich.

Fazit
Dieser Lasagne-Eintopf hat mir schon so manchen vollen Dienstag gerettet. Er schmeckt nach Lasagne, macht aber nur einen Topf schmutzig und steht in 35 Minuten auf dem Tisch. Mein Sohn wünscht sich ihn inzwischen öfter als meine Lasagne mit weniger Fleisch, und das nehme ich als Kompliment.
Wenn es an kalten Tagen noch öfter Eintopf sein darf, koche ich gern auch meinen herzhaften Gemüse-Eintopf mit Bratwurstklößchen.






