Bärlauch-Tomaten-Pesto ist mein liebstes Frühlingsrezept, wenn der Bärlauch im Wald wieder da ist und ich ihn frisch verarbeiten will. Es ist in fünf Minuten fertig, ganz ohne Kochtopf, und schmeckt kräftig nach Knoblauch-Note und Sonnentomaten.
Letztes Jahr bin ich mit den Kindern im April zum ersten Mal Bärlauch sammeln gegangen, an einem Bachlauf ganz in der Nähe von uns. Zu Hause lag dann dieser riesige Haufen Blätter auf der Küchentheke, und meine Tochter fragte, ob wir daraus „grünen Pudding“ machen. Ich nehme dafür immer getrocknete Tomaten aus dem Glas, die bringen genug Süße rein, dass ich kaum salzen muss. Seitdem mache ich diese Pesto-Variante jedes Frühjahr gleich mehrfach, genau wie meinen Bärlauch-Hummus, den ich in der Saison genauso oft zubereite. Meistens gibt’s sie zu Nudeln, manchmal als Brotaufstrich zum Abendbrot. Hier ist mein Rezept dafür.
Table of Contents
Zutaten für Bärlauch-Tomaten-Pesto
Das nehme ich dafür, und ein paar Alternativen, die auch funktionieren, wenn gerade nicht alles im Haus ist. Genau wie bei meinem klassischen Tomatenpesto kommt es vor allem auf gute, reife Zutaten an.
- 80 g frischer Bärlauch, ohne Stiele
- 80 g Parmesan (aus meiner Erfahrung schmeckt frisch geriebener deutlich runder als vorgeriebener)
- 50 g Pinienkerne
- 60 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
- 100 g Olivenöl
- ½ TL Salz
Enthält Milch (Parmesan) und Nüsse (Pinienkerne). Wer nussfrei kochen möchte, nimmt statt Pinienkernen Sonnenblumenkerne.
Mein Tipp: Wer keine Pinienkerne im Haus hat, nimmt Sonnenblumenkerne, die schmecken milder, funktionieren aber genauso gut.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode braucht keinen Kochtopf und keinen Thermomix, ein normaler Blitzhacker oder eine kleine Küchenmaschine reicht völlig aus.
- Bärlauch, Parmesan, Pinienkerne und getrocknete Tomaten in den Blitzhacker geben und fein zerkleinern. Zwischendurch den Rand mit einem Löffel oder Spatel nach unten schieben, damit alles gleichmäßig erfasst wird.
- Olivenöl und Salz dazugeben und nochmal kurz mixen, bis eine cremige, leuchtend grüne Paste entsteht. Schmeckt direkt aus der Schüssel schon richtig gut.

Bärlauch-Tomaten-Pesto
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Bärlauch, Parmesan, Pinienkerne und getrocknete Tomaten in den Blitzhacker geben und fein zerkleinern, dabei den Rand mit einem Spatel nach unten schieben.
- Olivenöl und Salz dazugeben und zu einer cremigen Paste verrühren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Bärlauch-Tomaten-Pesto
Die Kombination aus würzigem Bärlauch und süßlichen Tomaten passt zu vielen einfachen Gerichten.
- Nudeln: klassisch mit Spaghetti oder Penne, ein bis zwei Esslöffel Nudelwasser machen die Sauce geschmeidiger, ähnlich wie bei meiner Basilikum-Tomatenbutter.
- Frisches Brot: als Aufstrich zu Baguette oder Ciabatta, dazu ein paar Tomatenscheiben, oder abwechselnd mit meinem Bärlauch-Leinölaufstrich.
- Gegrilltes Gemüse: als Topping für Zucchini oder Auberginen vom Grill.
- Kartoffeln: als Dip zu Ofenkartoffeln oder Pellkartoffeln.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Pesto in einem verschlossenen Glas etwa drei bis vier Tage. Eine dünne Schicht Olivenöl obendrauf hält es länger frisch.
Zum Einfrieren eignen sich kleine Portionsgläser oder Eiswürfelformen gut, so taue ich mir immer genau die Menge auf, die ich gerade brauche.
Statt Parmesan funktioniert auch ein anderer Hartkäse, und wer es milder mag, nimmt statt Bärlauch einfach Basilikum. Meine Familie liebt das Pesto auch als Sauce zu Gnocchi.

Fazit
Dieses Pesto gehört bei uns fest zur Bärlauchsaison dazu. Fünf Minuten Aufwand für so viel Geschmack, das überzeugt mich jedes Jahr aufs Neue. Als Nächstes will ich eine Version mit Walnüssen statt Pinienkernen ausprobieren, so wie in meinem Bärlauch-Walnuss-Pesto.






