Kräuterpolenta mit Ratatouille ist eines der Gerichte, die bei mir immer dann auf den Tisch kommen, wenn der Kühlschrank noch Gemüsereste hergibt, aber niemand Lust auf ein kompliziertes Rezept hat. Cremige Polenta, außen knusprig gebraten, dazu ein würziges Ratatouille. In einer Stunde steht alles fertig auf dem Tisch.
Ich habe das Rezept an einem Dienstagabend zum ersten Mal ausprobiert, an dem ich eigentlich nur die letzten Zucchini und zwei etwas müde Paprika verwerten wollte. Genau wie bei meiner veganen Pasta mit Gemüse und Tomaten-Walnuss-Pesto lande ich dabei fast immer bei den Resten aus der Gemüseschublade. Mein Sohn stand neben mir am Herd und hat gefragt, ob das jetzt „die gelbe Pizza ohne Boden“ wird, weil die Polenta so aussah. Seitdem heißt das Gericht bei mir tatsächlich so. Meine bewährte Methode ist inzwischen, die Polenta schon morgens vorzubereiten, damit sie abends nur noch angebraten werden muss. Das spart am Ende der Woche echt Nerven. Und jetzt zeig ich dir, wie es bei mir in die Pfanne kommt.
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Zutaten für Kräuterpolenta mit Ratatouille
Das nehme ich dafür, dazu ein paar Alternativen, die bei mir genauso gut funktioniert haben. Für die Polenta reicht die günstige Schnellkoch-Variante aus dem Supermarkt völlig aus, ich greife selten zur teuren Bio-Polenta.
Für die Kräuterpolenta:
- 20 g vegane Margarine
- 750 ml Wasser
- 3 TL Gemüsebrühpaste (oder 1 Brühwürfel)
- 2 Prisen Muskatnuss, gemahlen
- 1 TL getrockneter Salbei, gehackt
- 1 TL getrockneter Thymian
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL fein geriebene Zitronenschale + 1 Prise Salz
- 2 Prisen Pfeffer, frisch gemahlen
- 150 g Polenta (Schnellkoch-Polenta)
- 4 EL Hefeflocken (mein Tipp für eine leicht käsige Note ganz ohne Käse, genau wie in meiner veganen Mac and Cheese)
Für das Ratatouille:
- 100 g rote Zwiebeln, fein gewürfelt
- 1–2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 rote Paprikaschote, grob gewürfelt
- 1 grüne Paprikaschote, grob gewürfelt
- 20 g Olivenöl, plus etwas mehr zum Braten
- 100 g Zucchini, in 5-mm-Würfeln
- 100 g Aubergine, in 5-mm-Würfeln
- 2 Tomaten, in 5-mm-Würfeln
- 2 TL Zucker
- 1 TL getrockneter Oregano
- ½ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer, frisch gemahlen
- 20 g Tomatenmark
- 100 g passierte Tomaten
Hinweis für Allergiker:innen: Vegane Margarine kann Spuren von Soja enthalten. Bei einer Sojaunverträglichkeit lohnt sich ein Blick aufs Etikett oder der Wechsel zu einer sojafreien Margarine.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, die Polenta zuerst zu machen, weil sie Zeit zum Abkühlen braucht. Das Ratatouille köchelt dann nebenbei fast von allein.
Kräuterpolenta:
Schritt 1: Eine Auflaufform (ca. 30 x 25 x 6 cm) mit Frischhaltefolie auslegen.
Schritt 2: Margarine, Wasser und Gemüsebrühpaste in einem Topf aufkochen und etwa 7 Minuten köcheln lassen.
Schritt 3: Muskat, Salbei, Thymian, Oregano, Zitronenschale, Salz und Pfeffer einrühren. Polenta und Hefeflocken langsam einrieseln lassen, dabei ständig rühren, sonst klumpt sie.
Schritt 4: Weitere 5 Minuten unter Rühren köcheln, bis die Masse fest und cremig wird. In die vorbereitete Form füllen, glattstreichen und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Ratatouille und Fertigstellung:
Schritt 5: Zwiebeln, Knoblauch und Paprika fein hacken. Mit Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten andünsten, bis alles leicht glasig wird.
Schritt 6: Zucchini-, Auberginen- und Tomatenwürfel, Zucker, Oregano, Salz, Pfeffer, Tomatenmark und passierte Tomaten zugeben. Zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen.
Schritt 7: Abgekühlte Polenta aus der Form stürzen, Folie abziehen, in Dreiecke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Dreiecke von beiden Seiten knusprig braten, das dauert bei mir etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite.
Schritt 8: Ratatouille auf vier Tellern verteilen, die gebratenen Polentadreiecke daraufsetzen und sofort servieren.

Kräuterpolenta mit Ratatouille
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Eine Auflaufform (ca. 30 x 25 x 6 cm) mit Frischhaltefolie auslegen.
- Margarine, Wasser und Gemüsebrühpaste in einem Topf aufkochen und etwa 7 Minuten köcheln lassen.
- Muskat, Salbei, Thymian, Oregano, Zitronenschale, Salz und Pfeffer einrühren. Polenta und Hefeflocken langsam einrieseln lassen, dabei ständig rühren.
- Weitere 5 Minuten unter Rühren köcheln, bis die Masse fest und cremig wird. In die vorbereitete Form füllen, glattstreichen und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Zwiebeln, Knoblauch und Paprika fein hacken. Mit Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten andünsten.
- Zucchini-, Auberginen- und Tomatenwürfel, Zucker, Oregano, Salz, Pfeffer, Tomatenmark und passierte Tomaten zugeben. Zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen.
- Abgekühlte Polenta aus der Form stürzen, Folie abziehen und in Dreiecke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Dreiecke von beiden Seiten knusprig braten, etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite.
- Ratatouille auf vier Tellern verteilen, die gebratenen Polentadreiecke daraufsetzen und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Kräuterpolenta mit Ratatouille
Das Gericht ist an sich schon vollständig, aber diese Kombinationen mag ich besonders gern dazu:
- Knuspriges Baguette: zum Auftunken der Tomatensoße, wenn noch etwas auf dem Teller übrig ist.
- Grüner Salat mit Zitronendressing: bringt eine frische, säuerliche Note gegen die Würze der Polenta.
- Geröstete Pinienkerne: für etwas Biss und einen leicht nussigen Kontrast obendrauf.
- Ein Klecks veganer Joghurt: kühlt die Würze ab und macht das Gericht cremiger, genau wie in meinem veganen Tzatziki mit Dampfgemüse.
Aufbewahrung & Serviertipps
Polenta und Ratatouille halten sich getrennt im Kühlschrank etwa 3 Tage, am besten in gut schließenden Dosen. So bleibt die Polenta beim erneuten Braten knuspriger.
Zum Aufwärmen brate ich die Polentadreiecke nochmal kurz in der Pfanne an, das Ratatouille erwärme ich einfach im Topf. In der Mikrowelle wird die Polenta leider schnell weich statt knusprig.
Mein Tipp für mehr Protein: ein paar weiße Bohnen oder Kichererbsen ins Ratatouille rühren. Wer keine Polenta mag, kann stattdessen auch gebratenen Tofu oder ein Stück Vollkornbrot dazu servieren.

Fazit
Diese Kräuterpolenta mit Ratatouille ist für mich mittlerweile die erste Wahl für Abende, an denen ich wenig Zeit, aber Lust auf etwas Warmes habe. Die Kombination aus knuspriger Polenta und würzigem Gemüse überzeugt selbst meinen polenta-skeptischen Sohn. Wer nach der Ratatouille noch mehr Lust auf würzige Gemüsegerichte hat, findet in meinem veganen Paprika-Gulasch eine ähnliche Richtung. Nächstes Mal probiere ich eine Version mit gerösteten Kürbiswürfeln im Ratatouille.






