Champignoncreme mache ich, wenn es schnell gehen muss und trotzdem etwas Gutes auf dem Tisch stehen soll. Die Creme ist in zehn Minuten fertig, ohne Herd, ohne Ofen, nur mit ein paar Zutaten aus dem Kühlschrank. Sie schmeckt kräftig nach Pilz und Kräutern und passt auf fast jedes Brot.
Entstanden ist das Rezept an einem Nachmittag, an dem der Kühlschrank fast leer war, aber noch eine Packung Champignons und ein Stück Butter herumlagen. Mein Sohn kam aus der Schule, hatte Hunger und wollte „irgendwas mit Brot“. Also habe ich Zwiebel, Knoblauch und Champignons klein gehackt, mit der Butter cremig gerührt und das Ganze auf eine Scheibe dunkles Brot gestrichen. Er hat zwei Scheiben gegessen, bevor ich überhaupt zu meiner eigenen kam. Seitdem steht die Champignoncreme regelmäßig auf meinem Wochenplan, besonders an Tagen, an denen die Zeit knapp ist. So wie bei meiner veganen Walnuss-Pilz-Pate merke ich immer wieder, wie viel Geschmack sich mit ein paar wenigen Zutaten zaubern lässt. Aus meiner Erfahrung schmeckt sie am nächsten Tag sogar noch etwas intensiver, weil sich die Aromen von Knoblauch und Petersilie über Nacht setzen.
Table of Contents
Zutaten für Champignoncreme
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meistens ohnehin zu Hause habe. Statt frischer Petersilie geht notfalls auch Schnittlauch, und wer es milder mag, lässt den Knoblauch einfach weg. Wer eine mildere Alternative sucht, findet in meinem Kräuterquark eine ähnlich schnelle Option.
- 1 Zwiebel, halbiert
- 1 Knoblauchzehe
- 100 g Champignons, je nach Größe halbiert oder geviertelt
- 10 g Zitronensaft
- 150 g Butter, weich, in Stücken (mein Tipp: die Butter wirklich rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, sonst wird die Creme nicht schön geschmeidig)
- ¼ TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 2 EL Petersilie, gehackt
Wer laktosefrei kochen möchte, ersetzt die Butter einfach durch eine pflanzliche Alternative, geschmacklich bleibt die Creme dann trotzdem cremig.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, erst alles fein zu hacken und dann in einem Rutsch weiterzuverarbeiten, das spart Zeit und Abwasch.
Schritt 1: Zwiebel und Knoblauch im Blitzhacker oder mit dem Messer sehr fein hacken, bis keine großen Stücke mehr zu sehen sind.
Schritt 2: Champignons klein hacken und mit dem Zitronensaft vermengen. Der Zitronensaft verhindert, dass die Pilze braun werden, und bringt gleichzeitig etwas Frische in die Creme.
Schritt 3: Zwiebel-Knoblauch-Mischung und Champignons zusammen im Blitzhacker oder Standmixer fein pürieren, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht.
Schritt 4: Weiche Butter mit dem Handrührgerät einige Sekunden cremig aufschlagen. Dann die Champignonmasse, Salz, Pfeffer und Petersilie unterrühren, bis alles gut vermischt ist. Am besten schmeckt die Creme frisch zubereitet, direkt aufs Brot gestrichen.

Champignoncreme
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Zwiebel und Knoblauch im Blitzhacker oder mit dem Messer sehr fein hacken.
- Champignons klein hacken und mit dem Zitronensaft vermengen.
- Zwiebel-Knoblauch-Mischung und Champignons zusammen fein pürieren, bis eine cremige Masse entsteht.
- Weiche Butter cremig aufschlagen, dann die Champignonmasse, Salz, Pfeffer und Petersilie unterrühren. Am besten sofort servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Champignoncreme
Die Creme ist vielseitig einsetzbar und passt zu herzhaften wie auch knackigen Beilagen.
- Dunkles Brot: Die kräftige Pilzcreme kommt auf Roggen- oder Vollkornbrot besonders gut zur Geltung.
- Radieschen und Gurkenscheiben: Als knackiger Kontrast zur cremigen Konsistenz, ideal für ein schnelles Abendbrot, ähnlich wie bei meinem Radieschen-Dip.
- Gekochte Eier: Für ein herzhaftes Frühstück, das auch am Wochenende schnell geht.
Wer noch mehr Dip-Ideen sucht, schaut gern auch bei meiner Knoblauch-Käse-Creme oder dem österreichischen Liptauer vorbei, wenn es etwas würziger sein darf.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Champignoncreme abgedeckt etwa zwei bis drei Tage. Vor dem Servieren lasse ich sie kurz bei Raumtemperatur stehen, dann lässt sie sich wieder streichfähig rühren.
Aufwärmen ist bei dieser Creme nicht nötig, sie schmeckt kalt am besten. Wer mag, rührt kurz vor dem Servieren noch einen Löffel Frischkäse unter, das macht sie milder und etwas leichter im Geschmack.
Meine Familie liebt die Creme auch als Füllung für ein schnelles Sandwich oder als Dip zu Gemüsesticks, wenn spontan Besuch kommt.

Fazit
Champignoncreme gehört bei mir zu den Rezepten, die ich fast im Schlaf zubereiten kann, und genau deshalb landet sie so oft auf meinem Tisch. Zehn Minuten, wenige Zutaten, und trotzdem schmeckt es, als hätte ich mir mehr Mühe gegeben. Als Nächstes will ich eine Variante mit geräuchertem Paprikapulver ausprobieren. Bis dahin greife ich gern auch auf meinen gerösteten Knoblauch-Feta-Dip zurück, wenn es noch würziger sein soll.






