Möhren-Hummus ist mein Rezept für Tage, an denen ich schnell etwas zum Dippen brauche, aber keine Lust auf eine weitere Hummus-Variante mit Bärlauch habe. Der Dip besteht aus gerösteten Möhren, Tahin, Zitrone und gerösteten Gewürzen und ist in 50 Minuten fertig. Er schmeckt leicht süßlich, nussig und passt zu Gemüsesticks genauso gut wie zu warmem Fladenbrot.
Ich habe ihn zum ersten Mal gemacht, weil im Gemüsefach fünf einsame Möhren lagen und ich einfach etwas damit anfangen wollte. Mein Sohn kam genau in dem Moment in die Küche, als die Möhren aus dem Ofen kamen, und wollte sofort probieren, noch bevor alles püriert war. Er hat dann tatsächlich mit dem Löffel aus der Küchenmaschine genascht, was bei ihm sonst nur bei Schokolade vorkommt. Seitdem steht der Dip bei mir öfter auf dem Tisch, meistens freitags, wenn ich Reste aus dem Gemüsefach verwerten will. Mein Tipp: die Gewürze kurz in der Pfanne rösten, das macht am Ende wirklich den Unterschied im Geschmack.
Table of Contents
Zutaten für Möhren-Hummus
Nichts Exotisches, fast alles hatte ich schon zu Hause. Wer keinen Kreuzkümmel oder Koriander im Ganzen hat, kann auch gemahlene Gewürze nehmen, dann einfach den Röstschritt in der Pfanne weglassen.
- 1 TL Kreuzkümmelsamen
- 1 TL Korianderkörner
- 600 g Möhren (in Stücke von 2-3 cm geschnitten)
- 60 g Olivenöl
- 20 g Honig
- 1 TL Salz
- ½ TL Pfeffer
- 3 Knoblauchzehen (halbiert)
- 25 g Zitronensaft
- 120 g Tahin
- 20 g Wasser
Ich nehme dafür immer Bio-Möhren mit dünner Schale, die muss man dann nicht extra schälen, nur gut waschen. Beim Tahin achte ich auf eine cremige Sorte ohne abgesetztes Öl obendrauf, sonst wird der Dip schnell zu fest. Wer die Kombination aus Möhren und Hülsenfrüchten mag, findet ähnliche Aromen auch in meinem Aufstrich aus Möhren und Kichererbsen.
Hinweis: Enthält Sesam (aus Tahin).
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt sich der kurze Röstschritt für die Gewürze wirklich, er bringt deutlich mehr Aroma als wenn man sie einfach roh mitpüriert.
Schritt 1: Backofen auf 190 °C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen.
Schritt 2: Kreuzkümmel und Koriander in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten rösten, bis sie duften und leicht dunkler werden. Kurz abkühlen lassen, dann im Mörser grob zerstoßen.
Schritt 3: Möhren in einer Schüssel mit Olivenöl, Honig, den gerösteten Gewürzen, Salz und Pfeffer vermengen. Auf dem Blech verteilen, halbierte Knoblauchzehen dazugeben und etwa 30 Minuten rösten. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden, damit nichts zu dunkel wird.
Schritt 4: Geröstete Möhren und Knoblauch zusammen mit Zitronensaft, Tahin und Wasser in die Küchenmaschine oder einen hohen Becher zum Pürierstab geben. Etwa 30 Sekunden pürieren, dabei die Ränder zwischendurch mit dem Spatel nach unten schieben.
Schritt 5: Noch einmal 10 Sekunden fein pürieren, bis der Dip glatt ist. Umfüllen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen. Wer es dünnflüssiger mag, rührt noch einen Löffel Wasser unter.

Möhren-Hummus
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 190 °C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Kreuzkümmel und Koriander in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten rösten, bis sie duften. Kurz abkühlen lassen, dann grob mörsern.
- Möhren in einer Schüssel mit Olivenöl, Honig, gerösteten Gewürzen, Salz und Pfeffer vermengen. Auf dem Blech verteilen, Knoblauch dazugeben und etwa 30 Minuten rösten, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
- Geröstete Möhren und Knoblauch mit Zitronensaft, Tahin und Wasser in die Küchenmaschine geben, etwa 30 Sekunden pürieren, Ränder mit dem Spatel nach unten schieben.
- Noch einmal 10 Sekunden fein pürieren, umfüllen und vor dem Servieren etwas abkühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Möhren-Hummus
Der Dip ist mild genug für Kinder und passt zu warmen wie kalten Beilagen.
Fladenbrot oder Pita: frisch aufgebacken und in Streifen geschnitten, klassisch und schnell.
Rohes Gemüse: Gurken- und Paprikasticks nehmen den nussigen Geschmack gut auf.
Falafel: als Dip statt der üblichen Joghurtsoße, dann wird aus dem Snack fast eine Mahlzeit.
Wenn ich mehrere Dips gleichzeitig anbiete, kombiniere ich ihn gern mit meinem klassischen Tzatziki oder mit einer frischen Guacamole.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Möhren-Hummus in einem verschlossenen Gefäß gut zwei bis drei Tage. Er lässt sich auch gut einfrieren, dann am besten portionsweise in kleinen Behältern.
Zum Servieren einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen und kurz umrühren, falls sich etwas Flüssigkeit absetzt. Aufwärmen ist nicht nötig, der Dip schmeckt kalt am besten.
Meine Familie liebt ihn auch als Brotaufstrich oder als cremige Basis für einen Wrap mit gebratenem Gemüse und ein paar Kräutern.

Fazit
Möhren-Hummus ist bei mir der Dip geworden, den ich mache, wenn noch Möhren übrig sind und ich keine Lust auf Standard-Hummus habe. Er ist milder als die Kichererbsen-Version und bei den Kindern beliebter, gerade wegen der leichten Süße. Ich mache ihn inzwischen fast jede Woche vor und nehme ihn mit, wenn ich irgendwo eingeladen bin. Wer nach mehr Abwechslung sucht, findet bei mir auch meinen ungewöhnlicheren Schoko-Hummus.






