Zwiebel-Bhajis mit Koriander-Chili-Dip sind bei mir das, was ich mache, wenn ich Lust auf etwas Knuspriges statt auf ein normales Abendessen habe. Die Zwiebeln werden im heißen Öl karamellig süß, der Teig bleibt außen kross und innen weich. Dazu der Dip mit frischem Koriander und einem Hauch Chili, der alles noch mal wach macht.
Ich habe die Bhajis zum ersten Mal an einem Freitagabend gemacht, als im Kühlschrank eigentlich nichts für ein richtiges Essen mehr da war, aber eine halbe Tüte Zwiebeln übrig blieb. Mein Sohn stand neben mir in der Küche und wollte unbedingt wissen, warum der Teig grün wird, sobald der Koriander reinkommt. Seitdem frage ich ihn beim Hacken immer, ob er die Chili lieber mit oder ohne Kerne mag, das entscheidet nämlich, wie scharf es am Ende wird.
Inzwischen mache ich die Bhajis öfter als geplant, meistens samstags, wenn Freunde spontan vorbeikommen und etwas zum Reinbeißen brauchen. Der Dip ist in der Zeit fertig, in der die erste Portion Bhajis in der Pfanne brutzelt. Genau so ist das Rezept auch gedacht: schnell, unkompliziert, und trotzdem mit echtem Geschmack.
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Zutaten für Zwiebel-Bhajis mit Koriander-Chili-Dip
Das nehme ich dafür, und ein paar Alternativen, die auch funktionieren, wenn gerade nicht alles im Haus ist. Der Joghurt-Dip funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie mein Tzatziki, nur eben mit Koriander statt Gurke.
Für die Zwiebel-Bhajis
- 300 g Zwiebeln, halbiert
- ½–1 grüne Chilischote, frisch (nach Wunsch entkernt, in Ringen)
- 10 g Koriander, abgezupft
- 100 g Kichererbsenmehl (mein Tipp: im Bioladen oder online, hält sich gut vorrätig)
- ½ TL Backpulver
- 1 TL Salz
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- ½ TL Kurkuma, gemahlen
- 1 TL schwarze Senfkörner
- 20 g Zitronensaft
- 100 g Wasser
- Öl zum Frittieren
Für den Koriander-Chili-Dip
- 50 g Koriander (Blätter und Stängel), in Stücken
- 1–2 grüne Chilischoten, frisch (nach Wunsch entkernt, in Ringen)
- 5 g Ingwer, frisch, in dünnen Scheiben
- 20 g Zitronensaft
- 50 g griechischer Joghurt, 10 % Fett (ich nehme dafür immer den vollfetten, der Dip wird sonst schnell zu flüssig)
- ¾ TL Kreuzkümmel, gemahlen
- ¼–½ TL Salz
Enthält: Milch (Joghurt). Bei Senfallergie die Senfkörner weglassen.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, den Dip zuerst zu machen, dann zieht er kurz durch, während die Bhajis in der Pfanne sind.
Zwiebel-Bhajis
- Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden, mit dem Messer oder auf der groben Reibe.
- Chilischote und Koriander fein hacken.
- Kichererbsenmehl, Backpulver, Salz, Kreuzkümmel, Kurkuma und Senfkörner in einer großen Schüssel vermischen. Zitronensaft und Wasser einrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.
- Zwiebelstreifen, gehackte Chili und Koriander unterheben, bis alles gleichmäßig vom Teig umhüllt ist.
- Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Mit einem Esslöffel portionsweise Teig hineinsetzen und die Bhajis etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite goldbraun braten, bis sie fest und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mein Tipp: Öl testen, indem du einen kleinen Klecks Teig hineingibst, steigt er sofort mit Bläschen auf, ist die Temperatur richtig.
Koriander-Chili-Dip
- Koriander, Chili und Ingwer fein hacken.
- Mit Zitronensaft, Joghurt, Kreuzkümmel und Salz glatt verrühren. Vor dem Servieren kurz abschmecken, da Chilis unterschiedlich scharf sein können.

Zwiebel-Bhajis mit Koriander-Chili-Dip
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Zwiebeln schälen, halbieren und mit dem Messer oder einer Küchenreibe in dünne Streifen schneiden.
- Chilischote und Koriander fein hacken.
- Kichererbsenmehl, Backpulver, Salz, Kreuzkümmel, Kurkuma und Senfkörner in einer großen Schüssel vermischen. Zitronensaft und Wasser einrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
- Zwiebelstreifen, Chili und Koriander unterheben, bis alles gleichmäßig vom Teig umhüllt ist.
- Öl in einer Pfanne erhitzen. Portionsweise Teig hineinsetzen und die Bhajis von beiden Seiten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Für den Dip Koriander, Chili und Ingwer fein hacken.
- Mit Zitronensaft, Joghurt, Kreuzkümmel und Salz glatt verrühren und zu den Bhajis servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Zwiebel-Bhajis mit Koriander-Chili-Dip
Die Bhajis sind würzig und etwas fettig durchs Frittieren, deshalb passt am besten etwas Frisches oder Säuerliches dazu.
- Mango-Chutney: die Süße gleicht die Schärfe der Chili gut aus. Ich mag dafür am liebsten mein eigenes Mango-Chutney.
- Krautsalat mit Essig-Dressing: bringt Frische und Biss neben dem knusprigen Teig.
- Minzjoghurt: kühlt zusätzlich ab, falls die Chili im Dip zu präsent wird.
- Koriander-Knoblauch-Öl: für alle, die den Kräutergeschmack noch intensivieren wollen, passt Koriander-Knoblauch-Öl gut zum Dippen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Die gebratenen Bhajis halten sich im Kühlschrank etwa 2 Tage in einer geschlossenen Dose. Den Dip bewahre ich separat auf, er bleibt dann bis zu 3 Tage frisch.
Zum Aufwärmen kommen die Bhajis am besten kurz in die Pfanne oder den Ofen bei 180 Grad, so werden sie wieder knusprig statt weich wie in der Mikrowelle.
Der Teig lässt sich auch mit anderem Gemüse strecken, geraspelte Karotte oder Zucchini passen gut dazu. Für eine mildere Variante einfach die Chili in beiden Teilen weglassen oder durch eine Prise Paprikapulver ersetzen.

Fazit
Zwiebel-Bhajis mit Koriander-Chili-Dip sind bei mir inzwischen fester Bestandteil vom Wochenende geworden, besonders wenn spontan Besuch kommt. Am meisten mag ich, dass der Teig so anpassungsfähig ist, mehr Gemüse, weniger Schärfe, alles funktioniert. Wer es noch schärfer mag, kann die Bhajis auch mit einer süß-scharfen Chilisauce servieren, das funktioniert genauso gut wie der Koriander-Dip. Probier es gern mit der milderen Version, falls Kinder mitessen.






