Gurken-Kokos-Relish ist bei mir das, was auf den Tisch kommt, wenn der Grill schon qualmt, vielleicht mit meiner Biermarinade für die Nackensteaks, und mir noch etwas Frisches dazu fehlt.
Es ist in 20 Minuten geschnippelt und braucht danach nur noch Zeit zum Ziehen. Genau richtig für einen Abend, an dem ich keine Lust auf großes Kochen habe.
Auf die Idee kam ich letzten Sommer, als mein Mann mal wieder Würstchen auf den Grill gelegt hat und ich außer Ketchup nichts im Kühlschrank fand. Ich hatte drei Gurken aus dem Garten meiner Nachbarin übrig und eine angebrochene Packung Kokosraspel aus einem Kuchenrezept. Also einfach zusammengerührt, und es hat sofort funktioniert. Mein Sohn hat erst skeptisch geguckt, weil er bei „Kokos“ an Süßes denkt, dann aber die halbe Schüssel leer gegessen. Seitdem mache ich es fast jedes Wochenende im Sommer, wenn Gurken günstig sind und der Grill sowieso angeschmissen wird.
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Zutaten für Gurken-Kokos-Relish
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meistens ohnehin da habe, bis auf die Kokosraspel, die kaufe ich extra dafür. Koriander und Knoblauch kombiniere ich auch gern für mein Koriander-Knoblauch-Öl, das genauso gut zu Gegrilltem passt.
- 500 g Gurke, geschält, entkernt, in Stücken
- 2 TL Salz
- 15 Stängel frischer Koriander, grob gehackt (Petersilie geht notfalls auch, schmeckt aber milder)
- 1–2 Knoblauchzehen, halbiert
- 1 frische Chili, entkernt, halbiert (wer es mag, lässt die Kerne einfach drin)
- 50 g Apfelessig
- 30 g Pflanzenöl
- 20 g Zucker
- 40 g Kokosraspel, nach Belieben angeröstet
Mein Tipp: Ich nehme immer die etwas gröberen Kokosraspel aus dem Bioladen, die werden beim Ziehen nicht so schnell matschig wie das feine Kokosette zum Backen. Aus meiner Erfahrung lohnt sich das kurze Anrösten der Kokosraspel in der Pfanne, das bringt noch mal deutlich mehr Aroma.
Zubereitung Schritt für Schritt
Ohne Thermomix geht das genauso gut, ich brauche nur ein scharfes Messer oder einen Blitzhacker und ein Sieb.
Schritt 1: Gurken mit ½ TL Salz fein würfeln, entweder im Blitzhacker in kurzen Stößen oder von Hand. Es sollen kleine Stücke bleiben, kein Brei. In ein Sieb geben und 10 Minuten abtropfen lassen, in der Zeit kann ich schon den Rest vorbereiten.
Schritt 2: Koriander, Knoblauch und Chili fein hacken. Meine bewährte Methode ist, alles zusammen auf dem Brett zu hacken, dann verteilt sich die Schärfe gleichmäßiger.
Schritt 3: Apfelessig, Öl, Zucker, 1½ TL Salz und die Kokosraspel in einer Schüssel verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Schritt 4: Die Gurken gut ausdrücken (das ist wichtig, sonst wird das Relish wässrig), zusammen mit Koriander, Knoblauch und Chili unter die Marinade heben. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen, dann abschmecken und servieren.

Gurken-Kokos-Relish
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Gurken mit ½ TL Salz fein würfeln, es sollen kleine Stücke bleiben. In ein Sieb geben und 10 Minuten abtropfen lassen.
- Koriander, Knoblauch und Chili fein hacken.
- Apfelessig, Öl, Zucker, 1½ TL Salz und Kokosraspel in einer Schüssel verrühren.
- Gurken gut ausdrücken, mit Koriander, Knoblauch und Chili unter die Marinade heben. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen, dann abschmecken und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Gurken-Kokos-Relish
Gegrilltes Fleisch: die Säure und Schärfe schneiden schön durch die Röstaromen vom Grill, ähnlich wie bei meiner scharfen Grillsauce.
Currys und Eintöpfe: die Frische gleicht schwere, cremige Gerichte gut aus.
Reis oder Fladenbrot: nimmt die Marinade gut auf und macht aus dem Relish fast eine kleine Beilage.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Relish gut zwei Tage in einer geschlossenen Dose, danach verliert die Gurke an Biss. Einfrieren würde ich nicht, die Konsistenz leidet zu sehr.
Am besten schmeckt es direkt aus dem Kühlschrank, ich nehme es nur kurz vor dem Servieren raus. Wer mag, tauscht die Chili gegen etwas milderen Paprika, wenn Kinder mitessen, oder lässt sie ganz weg.
Ich mache das Relish auch gern als Meal-Prep für die Woche, dann steht am Grillabend schon etwas Frisches bereit, ohne dass ich nochmal in die Küche muss.

Fazit
Dieses Relish ist inzwischen fester Bestandteil meiner Grillabende geworden, meine Kinder fragen im Sommer von sich aus danach. Am meisten überrascht mich immer wieder, wie gut die Kombination aus Gurke und geröstetem Kokos funktioniert, obwohl das auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt. Wer es lieber pur mag, findet bei meiner klassischen Version vom Gurken-Relish eine Alternative ohne Kokos, und wer noch mehr Kokos-Aromen sucht, sollte auch meine Kokosmarinade für Lammspieße probieren.






