Gurken-Relish ist genau das Richtige, wenn im Garten mal wieder mehr Gurken reif werden, als man in einer Woche essen kann. Ich koche es mit Ingwer, Kurkuma und Senfkörnern ein, süßsauer und mit einer feinen Schärfe. In gut 40 Minuten steht es fertig in den Gläsern.
Angefangen hat das bei mir an einem Samstag im August, als meine Nachbarin mir einen ganzen Korb Gurken vorbeigebracht hat, weil ihr Beet gerade aus allen Nähten platzte. Meine Kinder haben zuerst skeptisch geguckt, als das Relish auf dem Tisch stand, aber spätestens beim zweiten Hotdog war es Konsens: das kommt jetzt öfter auf den Grillabend.
Aus meiner Erfahrung schmeckt es umso besser, je länger es im Kühlschrank durchzieht, ein, zwei Tage machen da schon einen Unterschied. Seitdem stehen bei mir im Sommer immer ein paar Gläser bereit, gern zusammen mit meiner scharfen Grillsauce für spontane Grillabende, genauso wie für den schnellen Kartoffelsalat unter der Woche. Wer die Gurken gerade frisch vom Markt oder aus dem eigenen Beet hat, kann direkt loslegen.
Table of Contents
Zutaten für Gurken-Relish
Ich nehme dafür am liebsten Salatgurken, weil sie schön fest bleiben, aber Landgurken funktionieren genauso gut. Beim Essig reicht normaler Apfelessig aus dem Supermarkt völlig aus.
- 15 g Dill, gezupft
- 40 g Ingwer, frisch, in dünnen Scheiben
- 300 g Zwiebeln, halbiert
- 1000 g Salatgurke, in Stücken (3 cm)
- 2 TL Kurkuma, gemahlen
- 25 g Senfkörner
- 30 g Salz
- 280 g Apfelessig
- 40 g Speisestärke
- 220 g Zucker
Mein Tipp: Statt frischem Ingwer geht notfalls auch eine gute Prise Ingwerpulver, dann aber vorsichtig dosieren, sonst wird es schnell zu scharf. Wer es milder mag, lässt einen Teil der Senfkörner weg, oder findet eine ähnliche Würze auch in meinem Zwiebel-Paprika-Senf.
Allergenhinweis: Dieses Relish enthält Senf (Senfkörner).
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, alle Zutaten vorher abzuwiegen und griffbereit hinzustellen, dann geht das Kochen danach zügig.
Schritt 1: Dill fein hacken und den Ingwer sehr fein hacken oder reiben.
Schritt 2: Zwiebeln in feine Würfel schneiden.
Schritt 3: Gurke in kleine Würfel schneiden, etwa 0,5 bis 1 cm groß.
Schritt 4: Dill, Ingwer, Zwiebeln, Gurkenwürfel, Kurkuma, Senfkörner und Salz in einem großen Topf vermengen.
Schritt 5: Essig und Speisestärke in einer kleinen Schüssel glattrühren, mit dem Zucker in den Topf geben und alles gut verrühren.
Schritt 6: Unter gelegentlichem Rühren aufkochen, dann bei mittlerer Hitze offen etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Masse deutlich eindickt und glänzt. Ein typischer Fehler ist, zu früh vom Herd zu nehmen, das Relish soll noch leicht breiig, aber nicht mehr wässrig wirken.
Schritt 7: Heiß in saubere, ausgekochte Schraubgläser füllen, sofort fest verschließen und vollständig auskühlen lassen.

Gurken-Relish
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Dill fein hacken und den Ingwer sehr fein hacken oder reiben.
- Zwiebeln in feine Würfel schneiden.
- Gurke in kleine Würfel schneiden, etwa 0,5 bis 1 cm groß.
- Dill, Ingwer, Zwiebeln, Gurkenwürfel, Kurkuma, Senfkörner und Salz in einem großen Topf vermengen.
- Essig und Speisestärke in einer kleinen Schüssel glattrühren, mit dem Zucker in den Topf geben und alles gut verrühren.
- Unter gelegentlichem Rühren aufkochen, dann bei mittlerer Hitze offen etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Masse deutlich eindickt.
- Heiß in saubere, ausgekochte Schraubgläser füllen, sofort fest verschließen und vollständig auskühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Gurken-Relish
Das Relish passt überall dort, wo es etwas Säure und Frische braucht, von Deftigem bis zu einfachen Broten.
- Hotdogs und Bratwurst: die süßsäuerliche Note gleicht die Würze der Wurst aus, ähnlich wie meine Pfirsich-BBQ-Sauce, die ich dafür auch gern mag.
- Gebratener Fisch: frischer Fisch bekommt durch das Relish eine angenehme Säure.
- Kartoffelsalat: ein Löffel Relish untergerührt ersetzt Essig und Zucker im Dressing.
- Käsebrot: ein einfaches Butterbrot mit Käse wirkt damit gleich viel spannender, ähnlich wie mit einem Klecks Kräuterquark.
Aufbewahrung & Serviertipps
Fest verschlossen und heiß abgefüllt hält sich das Relish im Kühlschrank mehrere Wochen, angebrochene Gläser sollte man innerhalb von zwei bis drei Wochen aufbrauchen. Zum Servieren einfach direkt aus dem Glas löffeln, es muss nicht extra erwärmt werden.
Wer größere Mengen einkocht, kann die Gläser auch für Meal-Prep-Boxen nutzen, ein kleiner Löffel voll reicht meistens schon als Dressing-Basis. Statt Gurke lässt sich das Relish mit demselben Grundrezept auch aus Zucchini machen, dann wird die Konsistenz etwas weicher.

Fazit
Gurken-Relish gehört bei mir inzwischen fest zum Sommer, vor allem, wenn wieder zu viele Gurken im Kühlschrank liegen. Es braucht kaum Aufwand und hält sich lange genug, um über mehrere Grillabende zu reichen. Wenn mir mal die Gurken ausgehen, mache ich stattdessen gern mein grünes Burger-Relish, das schmeckt in eine ähnliche Richtung. Am meisten überrascht mich immer wieder, wie gut es zum einfachen Käsebrot passt.






