Kokosmarinade zu Lammspießen steht bei mir immer dann auf dem Grill, wenn der Abend warm genug ist, um draußen zu essen. Die Marinade macht das Lamm zart und würzig, ohne dass ich stundenlang in der Küche stehe. In 25 Minuten aktiver Zeit ist alles vorbereitet, der Rest übernimmt der Kühlschrank.
Ich habe das Rezept zum ersten Mal an einem Freitagabend im Juni ausprobiert, als mein Mann kurzfristig den Grill angeworfen hat und ich noch schnell Fleisch aus der Tiefkühltruhe holen musste. Ingwer, Chili und Koriander hatte ich zufällig noch im Kühlschrank, die Kokosmilch stand seit einer Currynacht offen im Regal.
Meine Tochter hat beim ersten Bissen gefragt, ob das jetzt „das Thailand-Lamm“ heißt, und der Name ist seitdem hängen geblieben. Mein Tipp: Wer mehr Zeit hat, lässt die Marinade über Nacht ziehen, dann wird das Fleisch noch zarter. Für den schnellen Feierabend reicht aber auch die eine Stunde locker aus.
Table of Contents
Zutaten für Kokosmarinade zu Lammspießen
Ich nehme dafür Lammnacken, weil er auch nach dem Grillen saftig bleibt und den Geschmack der Marinade gut annimmt. Wer kein Lamm mag, kann genauso gut Hähnchenbrust oder Schweinenacken nehmen, die Marinade passt zu beidem.
- 40 g brauner Zucker
- 1 Zwiebel, halbiert
- 2 Knoblauchzehen
- 20 g frischer Ingwer, in dünnen Scheiben
- ½ Bund Koriander, mit den feinen Stielen
- 1-2 TL Salz, nach Geschmack
- 1 rote Chilischote, frisch, nach Wunsch entkernt
- 500 g Lammfleisch (Nackensteaks ohne Knochen), in Stücken (3 cm)
- 200 g Kokosmilch
- 1-2 Spritzer Limettensaft
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, die Kokosmilch vorher kurz zu schütteln, da sich das Fett sonst oben absetzt und die Marinade zu dünn wird. Meine Familie mag es etwas schärfer, dann lasse ich die Kerne der Chili einfach drin.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, alles für die Marinade grob vorzuschneiden, bevor der Mixer läuft, dann geht das Zerkleinern deutlich schneller.
Schritt 1: Zucker, Zwiebel, Chili, Knoblauch, Ingwer, Koriander und Salz im Blitzhacker oder Standmixer fein zerkleinern. Ohne Mixer geht es auch mit dem Messer, dann alles möglichst klein hacken.
Schritt 2: Kokosmilch und Limettensaft unterrühren. Die Marinade über das Lammfleisch geben, gut vermengen und zugedeckt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
Schritt 3: Etwa 30 Minuten vor Ende der Marinierzeit 8 Holzspieße in warmem Wasser einweichen, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen.
Schritt 4: Mariniertes Fleisch auf die Spieße stecken und auf dem Grill 6-8 Minuten unter mehrmaligem Wenden grillen. Das Fleisch sollte außen Farbe angenommen haben und innen noch leicht rosa sein.
Schritt 5: Warm servieren, am besten direkt vom Grill.

Kokosmarinade zu Lammspießen
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Zucker, Zwiebel, Chili, Knoblauch, Ingwer, Koriander und Salz im Blitzhacker oder Standmixer fein zerkleinern. Alternativ von Hand fein hacken.
- Kokosmilch und Limettensaft unterrühren. Marinade über das Lammfleisch geben, gut vermengen und mindestens 1 Stunde zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
- Etwa 30 Minuten vor Ende der Marinierzeit 8 Holzspieße in warmem Wasser einweichen.
- Mariniertes Fleisch auf die Spieße stecken und auf dem Grill 6-8 Minuten unter mehrmaligem Wenden grillen.
- Warm servieren, dazu passen Salat oder Fladenbrot.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Kokosmarinade zu Lammspießen
Die Marinade ist würzig und leicht süßlich, deshalb passen frische, knackige Beilagen am besten dazu.
- Krautsalat mit Limette: gleicht die Süße der Marinade aus und bringt Frische auf den Teller.
- Fladenbrot: nimmt die Marinade gut auf und macht aus den Spießen eine vollständige Mahlzeit.
- Gegrilltes Gemüse: Zucchini oder Paprika vom Grill passen geschmacklich und lassen sich gleichzeitig zubereiten.
- Reis mit Koriander: nimmt den Geschmack der Marinade auf, ohne sie zu überdecken.
Aufbewahrung & Serviertipps
Übrig gebliebene Spieße halten sich im Kühlschrank etwa 2 Tage in einer verschlossenen Dose. Das rohe, marinierte Fleisch kann ich auch schon am Vortag vorbereiten, das spart am Grillabend selbst Zeit.
Zum Aufwärmen nehme ich lieber die Pfanne als die Mikrowelle, dann bleibt das Fleisch saftiger und trocknet nicht so schnell aus.
Wer mag, tauscht das Lamm gegen Hähnchen oder festen Tofu und bekommt so eine vegetarische Variante mit der gleichen Marinade.

Fazit
Diese Marinade landet bei mir regelmäßig auf dem Grill, weil sie wenig Aufwand macht und trotzdem nach mehr aussieht, als sie tatsächlich ist. Am liebsten mag ich sie mit Fladenbrot und dem Joghurt-Minz-Dip, dann ist das ganze Abendessen in etwa anderthalb Stunden fertig. Für mich ist das eines dieser Rezepte, die ich auch spontan noch hinbekomme, wenn der Grillabend kurzfristig entschieden wird.






