Kichererbsencreme ist bei mir die Antwort auf die Frage „Was gibt’s zum Brot?“, wenn ich keine Lust auf gekauften Aufstrich mit langer Zutatenliste habe, egal ob es mein klassisches Hummus-Rezept oder diese Variante mit extra viel Zitrone wird. Cremig, mit Tahin, Zitrone und einer feinen Kreuzkümmelnote, dazu Fladenbrot oder Gemüsesticks, fertig ist die schnelle Brotzeit oder ein herzhafter Snack zwischendurch.
Ich mache mir die Kichererbsencreme meistens sonntags, wenn ich sowieso in der Küche stehe und die Kinder nach etwas zum Naschen fragen. Mein Sohn taucht am liebsten Karottensticks hinein, meine Tochter besteht auf warmem Fladenbrot. Am Anfang habe ich die Kichererbsen noch aus der Dose genommen, mittlerweile weiche ich sie lieber selbst ein, das Ergebnis ist einfach cremiger.
Wenn der Topf dann auf dem Herd köchelt und die Küche nach Knoblauch und Zitrone riecht, weiß ich schon, dass am Nachmittag nichts mehr davon übrig sein wird. Aus der Ruhe der Einweichzeit wird am Ende ein Rezept, das ich fast im Schlaf zubereiten kann.
Table of Contents
Zutaten für Kichererbsencreme
Das nehme ich für meine Kichererbsencreme, plus ein paar Alternativen, die genauso gut funktionieren, wenn gerade etwas fehlt.
- 300 g Kichererbsen, getrocknet
- 500 g Wasser (und etwas mehr zum Einweichen)
- 1 Knoblauchzehe
- 3 Stängel Petersilie, abgezupft
- 30 g Tahin (Sesampaste)
- 20 g Zitronensaft, frisch gepresst
- 30 g Rapsöl
- ½ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer
- 3 Prisen Paprika edelsüß
- ¼ TL Kreuzkümmel, gemahlen
Mein Tipp: Ich achte beim Tahin auf helle, cremige Qualität ohne bitteren Beigeschmack, das macht bei der Creme einen echten Unterschied. Aus meiner Erfahrung lohnt sich frisch gemahlener Kreuzkümmel, er schmeckt deutlich runder als das abgepackte Pulver, das schon länger im Schrank steht.
Kleiner Hinweis vorab: Durch das Tahin steckt Sesam in der Creme.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, die Kichererbsen abends einzuweichen, dann sind sie am nächsten Tag fertig zum Kochen und ich muss nichts extra planen.
Schritt 1: Kichererbsen in eine große Schüssel geben, mit reichlich Wasser bedecken und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, einweichen lassen. Sie verdoppeln dabei etwa ihr Volumen.
Schritt 2: Eingeweichte Kichererbsen in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
Schritt 3: Kichererbsen mit den 500 g frischem Wasser in einen Topf geben, aufkochen und bei milder Hitze etwa 60 Minuten köcheln lassen, bis sie sich zwischen den Fingern zerdrücken lassen. Vom Herd nehmen und 30 Minuten abkühlen lassen.
Schritt 4: Knoblauch fein hacken oder durch die Presse drücken.
Schritt 5: Kichererbsen mit etwas Kochflüssigkeit, Knoblauch, Petersilie, Tahin, Zitronensaft, Rapsöl, Salz, Pfeffer, Paprika und Kreuzkümmel in den Food Processor geben und cremig pürieren. Nach und nach mehr Kochflüssigkeit zugeben, bis die Konsistenz stimmt. Abschmecken und in eine Schüssel füllen.
Typischer Fehler: zu wenig Kochflüssigkeit dazugeben, dann wird die Creme schnell zu fest. Ich gieße immer löffelweise nach und probiere zwischendurch.

Kichererbsencreme
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Kichererbsen in eine große Schüssel geben, mit reichlich Wasser bedecken und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, einweichen lassen.
- Eingeweichte Kichererbsen in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
- Kichererbsen mit den 500 g Wasser in einen Topf geben, aufkochen und bei milder Hitze etwa 60 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und 30 Minuten abkühlen lassen.
- Knoblauch fein hacken oder durch die Presse drücken.
- Kichererbsen mit etwas Kochflüssigkeit, Knoblauch, Petersilie, Tahin, Zitronensaft, Rapsöl, Salz, Pfeffer, Paprika und Kreuzkümmel im Food Processor cremig pürieren, nach Bedarf mehr Kochflüssigkeit zugeben, abschmecken.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Kichererbsencreme
Kichererbsencreme schmeckt am besten zu Dingen, die etwas Biss oder Wärme mitbringen und den milden Geschmack ausgleichen.
Warmes Fladenbrot: saugt die Creme auf und bringt genau die richtige Wärme dazu, ich backe dafür gern mein persisches Fladenbrot mit Kräuter-Walnuss-Dip.
Rohes Gemüse: Karotten, Gurke und Paprika liefern den Crunch, den die Creme selbst nicht hat.
Falafel: passt geschmacklich zusammen und macht aus der Creme ein kleines Mittagessen.
Gegrilltes Hähnchen: die Säure der Creme gleicht die Röstaromen vom Grill gut aus.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Kichererbsencreme in einem verschlossenen Behälter etwa 4 Tage, das Aroma wird am zweiten Tag sogar noch runder. Zum Einfrieren fülle ich sie in kleine Portionsdosen, aufgetaut wird sie kurz durchgerührt, damit sie wieder cremig ist.
Zum Aufwärmen brauche ich nichts, ich nehme die Creme einfach 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, dann lässt sie sich besser streichen. Wer es würziger mag, rührt vor dem Servieren noch etwas Zitronensaft oder ein Spritzer Olivenöl unter. Für die Lunchbox packe ich sie in ein kleines Schraubglas, das hält bis zur Mittagspause dicht.

Fazit
Kichererbsencreme gehört mittlerweile fest zu meiner Brotzeit dazu, weil sie schnell gemacht ist, sobald die Kichererbsen eingeweicht sind. Sie hält sich gut, schmeckt zu fast allem und ist bei den Kindern beliebter als so manches gekaufte Glas. Wenn ich Abwechslung will, greife ich zu meinem Möhren-Hummus oder zum Curry-Dattel-Hummus mit seiner leichten Süße.






