Aprikosenmarmelade mache ich jedes Jahr im Hochsommer, wenn die Aprikosen auf dem Markt so reif sind, dass sie fast von selbst aufplatzen. In nur 35 Minuten steht sie fertig in den Gläsern, fruchtig, nicht zu süß und mit einem kleinen Schuss Schnaps für die besondere Note. Genau das richtige Rezept, wenn du eine Kiste Aprikosen zu Hause hast und nicht weißt, wohin damit, so wie bei meiner Aprikosen-Gremolata, die ich im selben Sommer aus dem Rest der Kiste gemacht habe.
Letzten August habe ich bei einem Bauern am Ortsrand eine ganze Kiste Aprikosen für ein paar Euro bekommen, viel zu viele für den direkten Verzehr. Also stand ich abends in der Küche und habe eingekocht, während die Kinder am Tisch saßen und mit Wachsmalstiften Etiketten für die Gläser gemalt haben. Meine bewährte Methode ist, die Aprikosen nicht komplett zu pürieren, sondern grob zu schneiden, dann bleiben kleine Stückchen in der Marmelade und man schmeckt die Frucht richtig raus.
Der Duft von kochenden Aprikosen und Zitrone zog bis ins Kinderzimmer, und mein Sohn kam extra runter, um am Kochlöffel zu naschen. Am Ende standen fünf Gläser auf der Fensterbank, drei davon waren schon am nächsten Morgen zum Frühstück offen. So geht meine Aprikosenmarmelade.
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Zutaten fĂĽr Aprikosenmarmelade
Für meine Aprikosenmarmelade brauchst du nur vier Zutaten, das ist auch für Anfänger gut machbar. Beim Schnaps entscheide ich je nach Anlass: für Gläser zum Verschenken nehme ich gern die Wiener Variante mit Rum, für mich selbst öfter den Marillenschnaps, genau wie bei meiner Zitronenmarmelade, wo ich das Prinzip mit Gelierzucker 1:1 zum ersten Mal so ausprobiert habe.
- 1000 g reife Aprikosen (gewaschen, halbiert, entsteint). Mein Tipp: Nimm Aprikosen, die schon richtig reif und weich sind, dann wird die Marmelade von Anfang an fruchtiger.
- 1 Packung Gelierzucker 1:1 (1000 g). Aus meiner Erfahrung bindet Gelierzucker 1:1 zuverlässiger als 2:1, wenn die Früchte sehr reif und saftig sind.
- 40 g Zitronensaft
- 20 g Marillenschnaps (Wachauer Art) oder 20 g Rum (Wiener Art)
Zubereitung Schritt fĂĽr Schritt
Ich stelle immer zuerst einen kleinen Teller ins Gefrierfach, das spart später Zeit bei der Gelierprobe. So gehst du vor:
Schritt 1: Gläser mit Twist-off-Deckeln (à ca. 370 ml) in kochendem Wasser oder im Backofen bei 100 °C etwa 10 Minuten sterilisieren, danach kopfüber auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen. Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen.
Schritt 2: Aprikosenhälften grob klein schneiden und zusammen mit Gelierzucker und Zitronensaft in einen großen Topf geben.
Schritt 3: Unter Rühren aufkochen und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Masse eindickt und glänzt. Immer wieder umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Schritt 4: Marillenschnaps oder Rum unterrühren, Schaum mit einem Schaumlöffel abschöpfen und die Gelierprobe machen. Häufigster Fehler an dieser Stelle: zu früh abfüllen, bevor der Tropfen auf dem kalten Teller fest wird, dann bleibt die Marmelade flüssig. Heiße Marmelade mit einem Marmeladentrichter randvoll in die Gläser füllen, Rand sauber wischen und sofort verschließen.

Aprikosenmarmelade
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Gläser mit Twist-off-Deckeln (à ca. 370 ml) in kochendem Wasser oder im Backofen bei 100 °C etwa 10 Minuten sterilisieren, danach kopfüber auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen. Einen kleinen Teller ins Gefrierfach stellen. Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen.
- Aprikosenhälften grob klein schneiden und zusammen mit Gelierzucker und Zitronensaft in einen großen Topf geben.
- Unter Rühren aufkochen und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Masse eindickt. Immer wieder umrühren, damit nichts ansetzt.
- Marillenschnaps oder Rum unterrühren. Schaum mit einem Schaumlöffel abschöpfen und die Gelierprobe machen. Heiße Marmelade mit einem Marmeladentrichter randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen, Rand sauber wischen und sofort verschließen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Aprikosenmarmelade
Am liebsten kombiniere ich die Marmelade mit Dingen, die selbst nicht zu süß sind, dann kommt die Fruchtsäure der Aprikosen richtig zur Geltung.
- Frisches Brötchen oder Toast: klassisch zum Frühstück, die Süße der Marmelade passt gut zu würzigem Butterbrot.
- Käsekuchen oder Rührkuchen: als Füllung oder Glasur, die Fruchtsäure gleicht die Süße des Kuchens aus.
- Naturjoghurt oder Quark: ein Löffel Marmelade verwandelt ein schnelles Frühstück in etwas Besonderes, ähnlich wie bei meiner Aprikosen-Frischkäse-Creme, die ich gern zum Brunch dazustelle.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert hält sich die Aprikosenmarmelade mindestens 12 Monate. Ein geöffnetes Glas bewahre ich im Kühlschrank auf und verbrauche es innerhalb von etwa vier Wochen.
Sollte die Marmelade beim Lagern etwas fest werden, stelle ich das Glas kurz in ein warmes Wasserbad, dann lässt sie sich wieder leichter streichen.
Sie eignet sich nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch als Kuchenfüllung, zum Verrühren in Joghurt oder als Glasur für einen Aprikosenkuchen. In hübsche Gläser gefüllt, ist sie außerdem ein Mitbringsel, das bei mir immer gut ankommt.

Fazit
Diese Aprikosenmarmelade landet bei mir jedes Jahr aufs Neue in den Gläsern, sobald die Aprikosen reif sind. Sie ist unkompliziert, hält sich lange und eignet sich genauso gut zum Selbstessen wie zum Verschenken. Als Nächstes will ich eine Version mit etwas Vanille ausprobieren, ähnlich wie bei meiner Pflaumen-Lebkuchen-Konfitüre, mal sehen, ob die bei mir ankommt.






