Mein veganer Bärlauch-Dip ist meine Antwort auf den ersten warmen Tag im März, wenn der Bärlauch im Garten meiner Nachbarin wieder wild wuchert. Er braucht nur fünf Zutaten, ist in zehn Minuten fertig und schmeckt so kräftig nach Frühling, dass er bei mir zuhause notorisch schnell leer ist.
Ich erinnere mich noch gut an den Nachmittag, an dem meine Tochter mit einer ganzen Tüte frisch gepflücktem Bärlauch aus dem Wald kam und stolz verkündete, sie hätte „grünes Gold“ gefunden. Der Duft im Auto auf dem Heimweg war so intensiv, dass mein Sohn die Fenster runterkurbeln wollte. Zuhause habe ich die Blätter kurz gewaschen, mit gerösteten Cashewkernen püriert und mit etwas Haferdrink cremig gemixt, fertig war ein Dip, der selbst meinem skeptischen Sohn geschmeckt hat. Seitdem kommt er bei mir jedes Frühjahr wieder auf den Tisch, ähnlich wie mein Bärlauch-Walnuss-Pesto, sobald der erste Bärlauch da ist. Für dieses Rezept brauchst du kein Kochbuch und keine Übung, nur einen Mixer und fünf gute Zutaten.
Table of Contents
Zutaten für Bärlauch-Dip
Das brauchst du für meinen Bärlauch-Dip, dazu ein paar Alternativen, falls dir mal eine Zutat fehlt. Cashewkerne sorgen für die Cremigkeit, ganz ähnlich wie bei meinem veganen Paprika-Cashew-Dip, Bärlauch für die intensive, frische Schärfe. Du brauchst dafür nur eine Handvoll Zutaten und zehn Minuten Zeit.
Achtung, enthält Nüsse (Cashewkerne).
- 30 g Bärlauchblätter, frisch (in Stücken, 2-3 cm)
- 130 g Cashewkerne, geröstet und ungesalzen (ich nehme dafür immer geröstete Cashews, roh wird der Dip schnell bitter)
- 20 g Olivenöl
- 100 g Haferdrink, ungesüßt (geht auch mit Mandel- oder Sojadrink)
- ½ TL Salz
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, Bärlauch und Cashews zuerst allein zu mixen, bevor die Flüssigkeit dazukommt, so wird der Dip gleichmäßig fein.
Schritt 1: Bärlauch und geröstete Cashewkerne in einen Mixer oder Food Processor geben und fein pürieren, bis eine krümelige, dunkelgrüne Masse entsteht. Bei Bedarf zwischendurch mit einem Spatel die Ränder abkratzen.
Schritt 2: Olivenöl, Haferdrink und Salz dazugeben und weiter mixen, bis der Dip cremig und glatt ist, das dauert etwa 20 bis 30 Sekunden. Schmeckt er dir noch zu dick, einfach einen Schluck mehr Haferdrink zugeben.
Schritt 3: Den Dip in ein Glas oder eine Schüssel füllen und bis zum Servieren kalt stellen. Frisch gemixt schmeckt er am intensivsten, nach ein paar Stunden im Kühlschrank wird der Knoblauchgeschmack milder.

Bärlauch-Dip
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch und geröstete Cashewkerne in einen Mixer oder Food Processor geben und fein pürieren, bis eine krümelige, dunkelgrüne Masse entsteht. Bei Bedarf mit einem Spatel die Ränder abkratzen.
- Olivenöl, Haferdrink und Salz dazugeben und weiter mixen, bis der Dip cremig und glatt ist, etwa 20 bis 30 Sekunden.
- In ein Glas oder eine Schüssel füllen und bis zum Servieren kalt stellen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Bärlauch-Dip
Der Dip passt zu vielem, was gerade Saison hat oder schnell gehen muss.
Frisches Baguette: saugt die cremige Konsistenz auf und bringt Biss rein.
Ofengemüse: die Süße von geröstetem Gemüse gleicht die Schärfe vom Bärlauch aus.
Pellkartoffeln: klassisch und herzhaft, erinnert an Kartoffeln mit Kräuterquark.
Gegrilltes: ein Löffel Dip statt Sauce macht Fleisch oder Halloumi vom Grill sofort besser.
Auf einer größeren Dip-Platte mache ich gerne Abwechslung, etwa mit meiner Bärlauchbutter fürs Brot oder einem cremigen Möhren-Hummus daneben, dann ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Dip in einem gut verschlossenen Glas etwa drei Tage. Für längere Vorräte kannst du ihn portionsweise einfrieren, zum Beispiel in einem Eiswürfelbehälter.
Aufgetaut einfach kurz umrühren, falls sich das Öl leicht absetzt. Der Dip lässt sich problemlos am Vortag vorbereiten, der Geschmack wird durchs Durchziehen sogar runder.
Statt Haferdrink kannst du auch Wasser oder Mandeldrink nehmen, statt Cashews gehen geröstete Sonnenblumenkerne für eine nussfreie Variante. Als Brotaufstrich, Nudelsauce mit etwas Nudelwasser verdünnt oder Topping fürs Ofengemüse funktioniert er genauso gut.

Fazit
Dieser Bärlauch-Dip ist für mich der Beweis, dass fünf einfache Zutaten reichen können, um ein ganzes Abendessen besser zu machen. Er braucht keine Übung und keine besondere Ausrüstung, nur einen Mixer und zehn Minuten Geduld. Wenn du Lust auf noch mehr Frühlingsgrün hast, schau dir auch meinen Bärlauch-Hummus an. Bei mir steht dieser Dip inzwischen jedes Frühjahr mehrmals auf dem Tisch, sobald der erste Bärlauch da ist.






