Walnuss-Pesto mache ich, wenn der Kühlschrank fast leer ist, aber trotzdem Lust auf etwas Gutes da ist. In 15 Minuten steht eine cremige, nussige Soße auf dem Tisch, die zu fast allem passt. Kein Basilikum nötig wie beim klassischen Basilikum-Pesto, nur ein paar Zutaten aus dem Vorratsschrank.
Entstanden ist das Rezept, weil im Brotkorb mal wieder zwei Scheiben altes Weißbrot lagen, die sonst im Müll gelandet wären. Meine Oma hat nie Brot weggeworfen, sie hat es immer irgendwo untergebracht, in der Suppe, im Knödel oder eben in einer Soße wie dieser. Ich habe das Prinzip übernommen und mit Walnüssen und Parmesan aufgepeppt.
Mein Sohn, der normales Basilikum-Pesto nicht mag, isst diese Variante anstandslos, vermutlich weil sie milder und nussiger schmeckt. Seitdem steht bei mir fast immer eine Portion im Kühlschrank, wenn Nudeln oder Ofengemüse auf dem Plan stehen.
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Zutaten für Walnuss-Pesto
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meistens sowieso zu Hause habe. Statt Walnüssen funktionieren auch geröstete Haselnüsse, das Ergebnis wird dann nur etwas süßer. In der Bärlauchsaison mache ich stattdessen gern meine Bärlauch-Walnuss-Pesto-Variante.
- 40 g Weißbrot, 2-3 Tage alt, in Stücken (2-3 cm)
- 100 g Milch
- 100 g Parmesan, in Stücken (2 cm)
- 120 g Walnusshälften, geröstet (mein Tipp: kurz in der trockenen Pfanne nachrösten, das bringt nochmal mehr Aroma)
- ½-1 TL Chiliflocken (optional)
- 1 Knoblauchzehe
- 90 g natives Olivenöl
- 1-2 Spritzer Zitronensaft (optional, macht die Soße etwas frischer)
- 1 TL Salz
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus Erfahrung lohnt es sich, das Brot wirklich die volle Zeit einweichen zu lassen, sonst bleibt die Soße zu grob.
- Weißbrot in Stücke schneiden und mit der Milch in einer Schüssel vermengen. Ca. 10 Minuten einweichen lassen, bis das Brot komplett weich ist.
- Parmesan, Walnüsse, Chiliflocken und Knoblauch in eine Küchenmaschine geben und ca. 20 Sekunden fein zerkleinern. Zwischendurch mit einem Teigschaber den Rand abstreifen, sonst bleibt oben Trockenes liegen.
- Eingeweichtes Brot samt Milch, Olivenöl, Zitronensaft und Salz dazugeben. Ca. 30-40 Sekunden pulsen, bis eine cremige, gleichmäßige Masse entsteht. Abschmecken und bei Bedarf nachsalzen oder mehr Zitrone zugeben.

Walnuss-Pesto
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Weißbrot in Stücke schneiden und mit der Milch in einer Schüssel vermengen. Ca. 10 Minuten einweichen lassen.
- Parmesan, Walnüsse, Chiliflocken und Knoblauch in eine Küchenmaschine geben und ca. 20 Sekunden fein zerkleinern, zwischendurch den Rand abstreifen.
- Eingeweichtes Brot samt Milch, Olivenöl, Zitronensaft und Salz dazugeben. Ca. 30-40 Sekunden pulsen, bis eine cremige Masse entsteht. Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Walnuss-Pesto
Pasta: klassisch mit Bandnudeln oder Tagliatelle, das Pesto einfach unter die noch warmen Nudeln heben.
Ofen-Kürbis: als Kruste vor dem letzten Backdurchgang aufstreichen, wird leicht knusprig.
Gebackener Ziegenkäse: dieselbe Kruste funktioniert auch hier, passt gut zu Salat als Beilage.
Bruschetta: einfach auf geröstetes Brot streichen, dazu passen ein paar Cocktailtomaten oder ein Klecks Tomatenpesto für mehr Fruchtigkeit.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Pesto luftdicht verschlossen 3-4 Tage, am besten mit einer dünnen Schicht Olivenöl obenauf, damit nichts oxidiert. Zum Einfrieren eignen sich Eiswürfelformen gut, so kannst du dir einzelne Portionen abtauen, sobald du sie brauchst.
Da es eine rohe Soße ist, serviere ich sie kalt oder lauwarm, nicht erhitzt, sonst verliert sie an Frische. Wer keinen Parmesan verträgt oder eine vegane Variante möchte, tauscht ihn gegen 2-3 EL Hefeflocken.
Enthält Gluten (Weißbrot), Milch (Parmesan, Milch) und Schalenfrüchte (Walnüsse).

Fazit
Dieses Walnuss-Pesto hat bei mir das klassische Basilikum-Pesto fast verdrängt, weil es milder schmeckt und mein Sohn es tatsächlich mag. Es braucht kaum Aufwand und rettet nebenbei das alte Brot vor der Mülltonne. Ich mache meistens die doppelte Menge und friere die Hälfte ein.
Für eine komplett vegane Variante schmeckt auch mein veganes Walnuss-Pilz-Pâté in eine ähnliche Richtung. Wer lieber bei einer klassischeren Basis bleibt, findet in meinem Kräuterpesto eine frische Alternative ohne Chili.






