Kräuterpesto ist bei mir das Rezept, das ich mache, wenn der Kühlschrank leer aussieht, aber eigentlich noch alles da ist. Fünf Kräuter, ein paar Mandeln, Parmesan, und in 10 Minuten steht eine Sauce auf dem Tisch, die nach viel mehr Aufwand schmeckt.
Bei mir wächst im Sommer mehr Petersilie und Liebstöckel im Balkonkasten, als ich je aufbrauchen kann. Letzte Woche stand ich abends um sechs vor der Frage, was es zu essen gibt, und mein Sohn rief aus dem Wohnzimmer „Nudeln mit dem grünen Zeug“, weil er das Pesto von der Woche davor noch im Kopf hatte.
Ich habe die Kräuter abgezupft, die Mandeln kurz in der Pfanne geröstet, und während das Nudelwasser kochte, war die Sauce schon fertig. Genau deshalb landet dieses Kräuterpesto bei mir so oft auf dem Wochenplan.
Table of Contents
Zutaten für Kräuterpesto
Ich nehme dafür, was gerade an Kräutern verfügbar ist, Basilikum und Petersilie sind aber das Rückgrat. Liebstöckel gibt eine kräftige, fast würzige Note, wer ihn nicht mag, lässt ihn einfach weg und nimmt stattdessen mehr Petersilie.
- 30 g Mandeln, gehobelt
- 80 g Parmesan, in Stücken (ca. 2 cm)
- 40 g Basilikum, abgezupft
- 30 g Petersilie, abgezupft
- 10 g Liebstöckel, abgezupft (Ich nehme dafür gerne etwas weniger, wenn ich unsicher bin, der Geschmack ist intensiv)
- 5 Blätter Salbei
- 1 Knoblauchzehe
- 150 g Olivenöl
- 1 Prise Salz
- 5 g Honig (Mein Tipp: rundet die Schärfe von Knoblauch und Salbei angenehm ab)
Statt Mandeln funktionieren auch Pinienkerne oder Walnüsse, je nachdem, was gerade im Schrank steht. Enthält Milch (Parmesan) und Schalenfrüchte (Mandeln).
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, die Mandeln nicht zu überspringen, sie geben dem Pesto erst die richtige Tiefe.
Schritt 1: Mandeln in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis sie duften und leicht golden sind. Danach vom Herd nehmen und abkühlen lassen, sonst wird das Pesto zu warm und die Kräuter verlieren Farbe.
Schritt 2: Parmesan in Stücke schneiden und in einer Küchenmaschine oder einem Standmixer fein zerkleinern.
Schritt 3: Basilikum, Petersilie, Liebstöckel, Salbei, die abgekühlten Mandeln, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Honig dazugeben. Kurz pulsen, bis eine cremige, aber noch leicht stückige Masse entsteht. Wer es feiner mag, mixt einfach länger.

Kräuterpesto
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Mandeln in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis sie duften und leicht golden sind. Abkühlen lassen.
- Parmesan in Stücke schneiden und in einer Küchenmaschine oder einem Standmixer fein zerkleinern.
- Basilikum, Petersilie, Liebstöckel, Salbei, die abgekühlten Mandeln, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Honig dazugeben und zu einem cremigen Pesto verarbeiten.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Kräuterpesto
Das Pesto ist vielseitig einsetzbar, von warmen Nudelgerichten bis zu kalten Vorspeisen.
- Pasta: Klassiker, einfach unter heiße Nudeln heben, bei Bedarf mit etwas Nudelwasser verdünnen.
- Geröstetes Baguette: Für den schnellen Snack oder als Vorspeise mit etwas Mozzarella.
- Gebratenes Hähnchen oder Fisch: Das Pesto übernimmt die komplette Würzung, mehr braucht es meist nicht.
- Ofengemüse: Ein Klecks nach dem Rösten macht auch einfaches Gemüse zum Highlight.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Pesto in einem gut verschlossenen Glas etwa eine Woche. Wichtig ist, dass es immer mit einer dünnen Ölschicht bedeckt ist, das schützt vor Oxidation. Zum Einfrieren fülle ich das Pesto gerne in Eiswürfelbehälter, so kann ich später einzelne Portionen auftauen, ohne das ganze Glas zu öffnen.
Reste vom Vortag verwende ich am liebsten für ein schnelles Sandwich mit Rührei, oder ich rühre einen Löffel Kräuterpesto direkt in eine warme Gemüsesuppe.

Fazit
Dieses Kräuterpesto ist bei mir mittlerweile öfter im Kühlschrank als Ketchup. Es braucht kaum Zutaten, dafür aber frische Kräuter, die den ganzen Unterschied machen. Für mich ist es das Rezept, das aus einem leeren Kühlschrank-Abend in zehn Minuten ein gutes Essen macht.






