Gegrillte Süßkartoffelscheiben mit Topping sind bei mir inzwischen der Grund, warum meine Kinder überhaupt noch zum Grill kommen, bevor die Würstchen fertig sind. In 35 Minuten steht ein Teller auf dem Tisch, der satt macht, ohne schwer im Magen zu liegen, und der auch bei Gästen ohne Fleisch keine Diskussionen auslöst.
Angefangen hat das an einem Samstagabend, an dem ich eigentlich nur die Reste vom Grillgemüse verwerten wollte. Ich hatte noch eine Süßkartoffel im Korb liegen, etwas Avocado, die schnell weich wurde, und eine offene Packung veganer Frischkäse. Mein Sohn wollte zuerst nichts davon probieren, weil kein Fleisch drauf war.
Nach dem ersten Bissen hat er nachgefragt, ob es das jetzt öfter gibt. Seitdem steht das Rezept regelmäßig auf meinem Grillplan, genau wie bei meiner veganen Süßkartoffel-Bowl, meistens dann, wenn ich merke, dass wieder zu viel Gemüse im Kühlschrank liegt und weg muss. Wie ich die Scheiben würze und das Topping zusammenstelle, zeige ich dir jetzt Schritt für Schritt.
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Zutaten für Gegrillte Süßkartoffelscheiben mit Topping
Für die Süßkartoffelscheiben, das Topping und die Sauce brauchst du überschaubar viele Zutaten, die meisten hast du wahrscheinlich sowieso im Haus. Für die vegane Frischkäse-Alternative nehme ich meistens eine mit Kräutern der Provence, weil sie der Sauce direkt eine runde Würze gibt.
- 1 Knoblauchzehe
- 1 unbehandelte Zitrone (Schale und 10 g Saft)
- 5 g glatte Petersilie, abgezupft
- 5 g Schnittlauch, in feinen Röllchen (etwas mehr zum Garnieren)
- 100 g vegane Frischkäse-Alternative mit Kräutern der Provence
- 50 g neutrales Öl, aufgeteilt
- ½ TL Paprika edelsüß
- 30 g Haferdrink
- 10 g Weißweinessig
- 10 g Agavendicksaft
- 5 g Senf
- 2 bis 3 Prisen Pfeffer
- 2 bis 3 Prisen Salz
- 80 g Tomaten, in feinen Würfeln
- 100 g Avocado, in kleinen Würfeln
- 3 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
- 100 g Mais aus der Dose, abgetropft
- 10 g Harissa
- 400 g Süßkartoffel, in Scheiben (ca. 5 mm)
Mein Tipp: Kauf eine große, gerade gewachsene Süßkartoffel. Die Scheiben werden dann gleichmäßiger und du kannst das Topping besser darauf verteilen, ohne dass es an den Rändern runterfällt. Wenn du keinen Haferdrink da hast, nehme ich ersatzweise auch mal Mandeldrink, das schmeckt kaum anders.
Enthält Senf. Je nach verwendeter Marke können Hafer und die vegane Frischkäse-Alternative auch Gluten oder Soja enthalten, bitte prüfe dazu die Verpackungsangaben deiner Produkte.
Zubereitung Schritt für Schritt
Am schnellsten geht es, wenn du zuerst den Grill vorheizt und in der Zwischenzeit Sauce und Topping vorbereitest. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, die Süßkartoffel schon während des Vorheizens in gleichmäßige Scheiben zu schneiden, damit später nichts hektisch wird.
Schritt 1: Knoblauch fein hacken. Von der Zitrone die Schale dünn abreiben und den Saft auspressen.
Schritt 2: Petersilie und Schnittlauch fein hacken.
Schritt 3: Für die Sauce Frischkäse-Alternative, 10 g Öl, Zitronensaft, Paprikapulver und Haferdrink in einer Schüssel glattrühren, bis eine streichfähige, cremige Sauce entsteht.
Schritt 4: Für das Dressing 15 g Öl, Essig, Agavendicksaft, Senf, Pfeffer und Salz in einer zweiten Schüssel verrühren.
Schritt 5: Tomaten, Avocado, Frühlingszwiebeln und Mais unter das Dressing heben und vorsichtig mischen, damit die Avocado nicht zerdrückt wird.
Schritt 6: 25 g Öl mit der Harissa verrühren und die Süßkartoffelscheiben von beiden Seiten damit bestreichen. Auf dem heißen Grill etwa 20 Minuten grillen und einmal wenden, bis sie außen leicht gebräunt und innen weich sind. Ein Messer sollte ohne Widerstand hineingleiten, dann sind sie fertig.
Schritt 7: Süßkartoffelscheiben auf Tellern verteilen, das Gemüse-Topping darauf verteilen, die Frischkäse-Sauce darüberträufeln und mit Schnittlauch garnieren.

Gegrillte Süßkartoffelscheiben mit Topping
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Knoblauch fein hacken. Von der Zitrone die Schale dünn abreiben und den Saft auspressen.
- Petersilie und Schnittlauch fein hacken.
- Für die Sauce Frischkäse-Alternative, 10 g Öl, Zitronensaft, Paprikapulver und Haferdrink in einer Schüssel glattrühren.
- Für das Dressing 15 g Öl, Essig, Agavendicksaft, Senf, Pfeffer und Salz in einer zweiten Schüssel verrühren.
- Tomaten, Avocado, Frühlingszwiebeln und Mais unter das Dressing heben und vorsichtig mischen.
- 25 g Öl mit der Harissa verrühren, die Süßkartoffelscheiben damit bestreichen und auf dem Grill etwa 20 Minuten von beiden Seiten grillen, bis sie weich sind.
- Süßkartoffelscheiben auf Tellern verteilen, das Topping darauf geben, die Sauce darüberträufeln und mit Schnittlauch garnieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Gegrillten Süßkartoffelscheiben mit Topping
Die Scheiben sind mild und leicht süßlich, dazu passt alles, was etwas Biss oder Frische mitbringt.
- Gegrilltes Fladenbrot: nimmt die Sauce gut auf und macht aus dem Teller eine richtige Mahlzeit.
- Grüner Salat mit Zitronendressing: bringt Säure rein und gleicht die milde Süße der Kartoffel aus.
- Gegrillter Tofu: wer mehr Eiweiß auf dem Teller möchte, kann ihn einfach mitgrillen und dazulegen.
- Mein veganer Caesar Salat: bringt Crunch und cremige Würze, die gut zur milden Süße der Kartoffel passt.
- Ein leichter Glasnudelsalat: sorgt für Frische und Biss, wenn dir die Kombination sonst zu schwer wird.
Aufbewahrung & Serviertipps
Übrig gebliebene Süßkartoffelscheiben halten sich im Kühlschrank abgedeckt etwa zwei Tage, das Topping bewahre ich davon getrennt auf, weil die Avocado sonst schnell braun wird.
Zum Aufwärmen reicht eine Pfanne bei mittlerer Hitze oder ein paar Minuten im Backofen bei 180 Grad, in der Mikrowelle werden die Scheiben eher weich statt knusprig.
Meine Familie liebt das Gericht auch kalt als Mitbringsel fürs Picknick, dann einfach die Sauce separat in einem kleinen Glas mitnehmen und erst vor dem Essen darüberträufeln.

Fazit
Für mich ist das Rezept genau die Art von Grillgericht, die ich mir am Wochenende ohne viel Aufwand wünsche. Es ist bunt, macht satt und lässt sich gut vorbereiten, während der Grill noch heiß wird. Wer noch mehr Eiweiß auf dem Teller möchte, kombiniert die Scheiben gern mit meinen veganen Frikadellen mit Kartoffelsalat, und für den nächsten Grillabend steht bei mir schon meine gelingsichere vegane Paprika auf dem Plan.






