Mein veganer Caesar Salat kommt ganz ohne Ei und Anchovis aus, trotzdem bleibt er richtig cremig. Das Geheimnis steckt im Cashew-Dressing mit Kapern und Worcester-Sauce. Wer den Klassiker liebt, aber gerade pflanzlich unterwegs ist, findet hier eine ehrliche Alternative.
Letzte Woche hatte ich mal wieder einen dieser Tage, an denen der Kühlschrank fast leer war, aber Besuch vor der Tür stand. Cashewkerne, ein Rest Römersalat und eine reife Avocado waren noch da, also musste ein Plan her. Ich nehme dafür immer Cashewkerne statt Mayonnaise, weil sie beim Pürieren eine Cremigkeit bekommen, die selbst meine Kinder überzeugt hat, obwohl sie sonst um alles Grüne einen Bogen machen.
Mein Sohn hat tatsächlich nach den gerösteten Kichererbsen gefragt, ob es die auch pur als Snack gibt. Das Dressing war in zehn Minuten fertig, während die Kichererbsen im Ofen knusprig wurden. Jetzt kommt der Salat bei mir regelmäßig auf den Tisch, wenn es schnell gehen muss und trotzdem etwas her machen soll.
Table of Contents
Zutaten für Veganer Caesar Salat
Für dieses Rezept brauche ich nur wenige Grundzutaten, die meiste Arbeit übernimmt der Mixer. Meine bewährte Methode ist, das Dressing direkt am Vortag zuzubereiten, dann zieht es noch etwas nach. Ein Hinweis vorweg: Das Dressing enthält Cashewkerne, für Nussallergiker:innen ist dieses Rezept also nichts.
- 1 EL Olivenöl
- 1 ¼ TL Salz
- ¾ TL Pfeffer
- 250 g Kichererbsen (aus der Dose, abgetropft)
- 150 g Cashewkerne, ungeröstet (aus meiner Erfahrung werden ungeröstete Kerne beim Pürieren am cremigsten)
- 180 g Wasser (plus heißes Wasser zum Einweichen)
- 15 g Kapernäpfel, eingelegt und abgetropft
- 2 TL Dijon-Senf
- 2 TL Limettensaft
- 1-2 Knoblauchzehen
- 10 g vegane Worcester-Sauce
- 400 g Römersalat
- 2 reife Avocados, in Scheiben
- Baguette zum Servieren
- 250 g Cherry-Tomaten, halbiert
Zubereitung Schritt für Schritt
Das Dressing braucht nur einen leistungsstarken Mixer oder Pürierstab, den Rest erledigt der Ofen fast von allein. Mein Tipp: die Cashewkerne wirklich die volle Zeit einweichen lassen, sonst bleibt die Sauce körnig.
Schritt 1: Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Schritt 2: Kichererbsen mit Öl, ¾ TL Salz und ½ TL Pfeffer vermischen. Auf das Blech geben und 25-35 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind. Zwischendurch einmal wenden, damit sie gleichmäßig rösten.
Schritt 3: Cashewkerne in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser bedecken und 15 Minuten einweichen. Danach abgießen. Wer es eilig hat, kann hier abkürzen, das Dressing wird dann nur etwas weniger fein.
Schritt 4: Abgetropfte Cashewkerne, Wasser, Knoblauch, Kapern, Worcester-Sauce, Senf, Limettensaft, ½ TL Salz und ¼ TL Pfeffer in einen Mixer geben. So lange pürieren, bis eine glatte, cremige Sauce entsteht. Das dauert je nach Gerät ein bis zwei Minuten.
Schritt 5: Römersalat, Cherry-Tomaten und Avocadoscheiben auf einer großen Platte anrichten. Mit dem Dressing beträufeln, die gerösteten Kichererbsen darüber geben und mit Baguette servieren.
Ohne Thermomix: Die Sauce lässt sich genauso gut im Standmixer oder mit dem Pürierstab zubereiten. Wichtig ist nur, dass die Cashewkerne vorher gut eingeweicht sind, sonst wird die Sauce nicht fein genug.

Veganer Caesar Salat
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Kichererbsen mit Öl, 3/4 TL Salz und 1/2 TL Pfeffer vermischen, auf das Blech geben und 25-35 Minuten backen, dabei gelegentlich wenden.
- Cashewkerne mit heißem Wasser bedecken, 15 Minuten einweichen lassen und abgießen.
- Abgetropfte Cashewkerne, Wasser, Knoblauch, Kapern, Worcester-Sauce, Senf, Limettensaft, 1/2 TL Salz und 1/4 TL Pfeffer fein pürieren.
- Römersalat, Cherry-Tomaten und Avocados auf einer Platte anrichten, mit dem Dressing beträufeln, mit den gerösteten Kichererbsen bestreuen und mit Baguette servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Veganem Caesar Salat
Der Salat ist schon für sich genommen sättigend, aber ein paar Beilagen runden ihn ab.
- Knuspriges Baguette: nimmt das restliche Dressing perfekt auf und macht aus dem Salat eine vollständige Mahlzeit.
- Gebratener Tofu: bringt zusätzliches Eiweiß und einen leicht rauchigen Kontrast zur cremigen Sauce.
- Geröstetes Gemüse: wie Zucchini oder Paprika passt farblich und geschmacklich gut dazu und macht den Teller bunter.
Aufbewahrung & Serviertipps
Das Dressing hält sich luftdicht verschlossen bis zu drei Tage im Kühlschrank. Den Salat selbst bereite ich aber immer erst kurz vor dem Servieren fertig, sonst wird der Römersalat schnell weich.
Zum Aufwärmen eignen sich nur die Kichererbsen, kurz im Backofen oder in der Pfanne aufgeknuspert schmecken sie fast wie frisch geröstet.
Wer mag, kann Kichererbsen gegen geröstete Sonnenblumenkerne tauschen oder den Salat als Wrap servieren, dafür einfach alles in ein großes Fladenbrot rollen.

Fazit
Dieser vegane Caesar Salat hat sich bei mir als schneller Feierabend-Klassiker etabliert. Cremig, würzig und trotzdem in unter einer Stunde fertig, das überzeugt auch skeptische Esser am Tisch.






