Vegane Paprika-Rahmsauce ist genau das, was ich mache, wenn es an einem Wochentag schnell gehen muss und trotzdem niemand am Tisch das Gefühl haben soll, dass etwas fehlt. In 40 Minuten steht eine cremige, rote Sauce auf dem Tisch, die selbst meine fleischliebenden Kinder ohne Murren essen.
Ich erinnere mich noch gut an den Abend, an dem ich diese Sauce zum ersten Mal gemacht habe. Meine Tochter hatte gerade beschlossen, für eine Woche „vegan zu testen“, und ich stand mit einer halb leeren Kühlschranktür da und musste improvisieren. Die Champignons und die rote Paprika lagen noch vom Wochenende übrig, ein Rest Rotwein stand offen in der Küche.
Aus meiner Erfahrung weiß ich: Wenn Gemüse erst richtig angedünstet wird, bevor die Flüssigkeit dazukommt, bekommt die Sauce diese Tiefe, die man sonst nur von Sauce mit Sahne kennt. Genau das ist hier passiert, und meine Tochter hat zweimal nachgenommen. Seitdem steht das Rezept regelmäßig auf meinem Wochenplan.
Table of Contents
Zutaten für Vegane Paprika-Rahmsauce
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meistens sowieso im Haus habe, plus ein paar Alternativen, falls dir etwas fehlt.
- 120 g rote Zwiebeln (halbiert)
- 20 g Sellerie (in Stücken)
- 150 g Champignons
- 1 Knoblauchzehe
- 330 g rote Paprika (in Stücken)
- 10 g Öl
- 100 g Wasser
- 50 g Rotwein, trocken (vegan)
- 15 g Tomatenmark
- 20 g Sojasauce
- 1 geh. TL Gewürzpaste für Gemüsebrühe (selbst gemacht) oder 1 Würfel Gemüsebrühe (für 0,5 l)
- 1 geh. TL Paprika edelsüß
- ½ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer
- 200 g Sahnealternative aus Soja
- 20 g Mehl
Enthält Soja (Sojasauce, Sahnealternative).
Mein Tipp: Achte beim Kauf der Sojasahne auf eine Variante, die extra fürs Kochen gemacht ist, die läuft beim Erhitzen nicht so leicht aus. Wenn du keinen Rotwein verwenden möchtest, ersetze ihn 1:1 durch Gemüsebrühe, der Geschmack wird dadurch etwas milder, aber trotzdem rund.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, das Gemüse erst richtig anzudünsten, bevor Flüssigkeit dazukommt, das macht bei dieser Sauce den entscheidenden Unterschied im Geschmack.
Schritt 1: Zwiebeln, Sellerie, Champignons, Knoblauch und Paprika in den Mixtopf geben und 8 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Mit dem Spatel nach unten schieben, damit nichts am Rand kleben bleibt.
Schritt 2: Öl zugeben, den Gareinsatz statt Messbecher auf den Deckel setzen und 10 Minuten bei 120°C auf Stufe 1 dünsten. Das Gemüse sollte danach weich und leicht glasig aussehen, nicht braun.
Schritt 3: Wasser, Rotwein, Tomatenmark, Sojasauce, Gewürzpaste, Paprikapulver, Salz und Pfeffer zugeben und 10 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 köcheln lassen. Danach den Messbecher einsetzen und 30 Sekunden auf Stufe 5 bis 9 schrittweise steigend pürieren, bis die Sauce schön glatt ist.
Schritt 4: Sahnealternative und Mehl zugeben und bei 100°C andicken lassen. Ich koste an dieser Stelle immer nochmal nach, manchmal braucht sie noch eine Prise Salz oder etwas mehr Paprikapulver.
Ohne Thermomix: Das Gemüse klein hacken und in einem großen Topf in Öl andünsten, dann die Flüssigkeiten zugeben und köcheln lassen. Mit einem Pürierstab direkt im Topf fein pürieren, Sahnealternative und Mehl einrühren und unter Rühren andicken lassen.

Vegane Paprika-Rahmsauce
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Zwiebeln, Sellerie, Champignons, Knoblauch und Paprika in den Mixtopf geben, 8 Sek./Stufe 5 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.
- Öl zugeben, Gareinsatz anstelle des Messbechers auf den Mixtopfdeckel setzen und 10 Min./120°C/Stufe 1 dünsten.
- Wasser, Rotwein, Tomatenmark, Sojasauce, Gewürzpaste, Paprikapulver, Salz und Pfeffer zugeben und 10 Min./100°C/Stufe 1 kochen, dann Messbecher einsetzen und 30 Sek./Stufe 5-9 schrittweise ansteigend pürieren.
- Sahnealternative und Mehl zugeben und bei 100°C andicken lassen. Abschmecken und nach Bedarf verwenden.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Vegane Paprika-Rahmsauce
Diese Sauce ist vielseitig genug für ziemlich viele Beilagen, je nachdem, worauf du gerade Lust hast.
- Pasta: Die cremige Konsistenz umhüllt Nudeln wunderbar, besonders breite Sorten wie Tagliatelle.
- Reis: Neutraler Reis nimmt den würzigen Paprikageschmack gut auf und macht das Ganze sättigender.
- Ofengemüse: Geröstetes Gemüse wie Kartoffeln oder Zucchini passt farblich und geschmacklich perfekt dazu.
- Gebratener Tofu: Für mehr Protein serviere ich dazu angebratenen Tofu, das macht aus der Sauce ein vollständiges Gericht.
Aufbewahrung & Serviertipps
Die Sauce hält sich im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter etwa 3 bis 4 Tage. Für längere Lagerung kannst du sie portionsweise einfrieren, sie hält sich im Gefrierfach bis zu 3 Monate.
Zum Aufwärmen nehme ich sie am liebsten langsam auf dem Herd bei niedriger Hitze, dabei ab und zu umrühren. Falls sie zu dick geworden ist, einfach einen Schuss Wasser oder Pflanzenmilch dazugeben.
Ich mache das normalerweise so, dass ich eine doppelte Portion koche und die Hälfte einfriere, dann steht an einem stressigen Abend in Minuten eine warme Mahlzeit bereit. Die Sauce eignet sich auch gut als Basis für einen Auflauf oder als Füllung in einem Wrap.

Fazit
Diese vegane Paprika-Rahmsauce ist bei mir mittlerweile fest im Wochenplan verankert, weil sie schnell geht und trotzdem satt und zufrieden macht. Probier sie einmal aus und pass die Würzung nach deinem Geschmack an, so wie ich es auch immer mache.






