Mein veganes Thunfisch-Baguette hat mich selbst überrascht. Kichererbsen, Nori und ein Löffel vegane Mayo ergeben eine Creme, die verblüffend an Thunfischsalat erinnert, ganz ohne Fisch. In 10 Minuten steht das Baguette auf dem Tisch, das schafft nicht mal die Bäckerei um die Ecke.
Aufgefallen ist mir das an einem Mittwoch, an dem der Kühlschrank fast leer war und ich trotzdem etwas Warmes, äh, eigentlich Kaltes zum Mittag brauchte. Eine Dose Kichererbsen, ein Rest Sellerie, eine halbe Gurke. Ich habe alles in den Blitzhacker geworfen, mit Mayo und Senf verrührt und war selbst skeptisch, ob das schmeckt. Mein Sohn hat probiert, bevor ich überhaupt fragen konnte, und meinte nur „schmeckt nach Thunfischbrot, aber anders“.
Aus meiner Erfahrung überzeugt diese Creme selbst Leute, die von veganem Essen sonst nicht viel halten. Seitdem landet sie regelmäßig auf unserem Mittagstisch, vor allem an Tagen, an denen schnell etwas Sättigendes her muss, ähnlich wie bei meiner veganen Erdnuss-Ramensuppe, die bei uns aus demselben Grund oft auf den Tisch kommt.
Und so wird aus ein paar Resten ein Baguette, das nach mehr schmeckt, als die Zutatenliste vermuten lässt.
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Zutaten für Veganes Thunfisch-Baguette
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die meistens sowieso im Kühlschrank oder Vorrat liegen, ähnlich unkompliziert wie bei meinem veganen Rührei. Statt Roggenbrötchen funktionieren auch normale Brötchen oder ein Baguette zum Aufschneiden.
- 1 Nori-Blatt, grob zerzupft
- 50 g Gewürzgurken, in Stücken
- 60 g Knollensellerie, in Stücken
- 1 rote Zwiebel, klein, halbiert
- 120 g vegane Mayonnaise (meine bewährte Methode: fertig kaufen, spart Zeit)
- 1 TL Senf
- 3–4 Spritzer Zitronensaft
- ½ TL Salz
- ¼ TL Pfeffer
- 1 Dose Kichererbsen, abgetropft (240 g)
- 4 Roggenbrötchen, waagerecht eingeschnitten
- 4 grüne Salatblätter
- 12 Scheiben Salatgurke, dünn geschnitten (ca. 2 mm)
- 1 Kresse-Beet, abgeschnitten
Mein Tipp: Das Nori-Blatt nicht weglassen, es sorgt für den leicht maritimen Geschmack, der die Creme erst wie „Thunfisch“ wirken lässt.
Enthält Gluten (Roggenbrötchen) und Senf. Wer auf Gluten verzichten muss, greift zu glutenfreien Brötchen.
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich mache das normalerweise komplett im Blitzhacker, das geht am schnellsten und die Konsistenz wird gleichmäßig cremig.
Schritt 1: Nori-Blatt im Blitzhacker oder mit einem scharfen Messer grob zerkleinern. Gewürzgurken, Sellerie und Zwiebel dazugeben und ebenfalls fein zerkleinern, bis eine krümelige Masse entsteht.
Schritt 2: Mayonnaise, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer unterrühren, bis alles cremig verbunden ist.
Schritt 3: Kichererbsen abtropfen lassen und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Zur Creme geben und gut vermengen. Kurz probieren und bei Bedarf nachwürzen, das macht am Ende den Unterschied.
Schritt 4: Brötchen aufschneiden, mit Salatblättern und Gurkenscheiben belegen, die Kichererbsen-Creme großzügig daraufgeben und mit Kresse bestreuen.

Veganes Thunfisch-Baguette
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Nori-Blatt im Blitzhacker oder mit einem scharfen Messer grob zerkleinern. Gewürzgurken, Sellerie und Zwiebel dazugeben und ebenfalls fein zerkleinern.
- Mayonnaise, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht.
- Kichererbsen abtropfen lassen, mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken und zur Creme geben. Gut vermengen und abschmecken.
- Brötchen mit Salatblättern und Gurkenscheiben belegen, die Kichererbsen-Creme daraufgeben, mit Kresse bestreuen und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Veganem Thunfisch-Baguette
Ein paar Beilagen, die die Creme gut ergänzen:
- Gegrillte Süßkartoffelscheiben: bringen eine leichte Süße gegen die herzhafte Creme.
- Krautsalat: sorgt für Crunch und passt farblich wie geschmacklich gut dazu.
- Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat: machen aus dem Baguette ein vollständiges Mittagessen, ideal am Wochenende.
- Veganer Glasnudelsalat: passt gut, wenn es an heißen Tagen etwas leichter sein soll.
Aufbewahrung & Serviertipps
Die Kichererbsen-Creme hält sich im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose etwa 2 bis 3 Tage. Am besten getrennt von den Brötchen aufbewahren, damit nichts durchweicht.
Zum Servieren die Creme erst kurz vor dem Essen auf die Brötchen geben. Aufwärmen ist nicht nötig, das Baguette schmeckt kalt am besten.
Statt Brötchen funktioniert die Creme genauso gut als Wrap-Füllung, auf Vollkornbrot oder als Dip zu Gemüsesticks. Meine Familie liebt sie inzwischen auch einfach so, mit ein paar Cräckern.

Fazit
Dieses Baguette hat sich bei uns von einer Resteverwertung zu einem festen Mittagsritual entwickelt. Es beweist, dass vegane Küche nicht kompliziert sein muss, um zu überzeugen. Als Nächstes probiere ich eine Variante mit geräuchertem Paprikapulver in der Creme, ähnlich würzig wie meine gelingsichere vegane Paprika.






