Meine vegane Erdnuss-Ramensuppe ist genau das, was ich mir an einem verregneten Dienstag wünsche: warm, cremig und mit genug Schärfe, dass ich beim Essen kurz die Augen zumache. In 45 Minuten steht sie auf dem Tisch, und ich brauche dafür nur einen Topf und eine Pfanne.
Entstanden ist sie letzten Winter, als mein Sohn mit Erkältung auf dem Sofa lag und nach „der scharfen Suppe mit den Nudeln“ verlangte, die er bei einem Thai-Imbiss um die Ecke probiert hatte. Ich hatte weder Zeit noch Lust, extra einkaufen zu fahren, also habe ich mit dem gearbeitet, was ich im Vorratsschrank hatte: Erdnusscreme, eine angebrochene Dose Kokosmilch, den Rest Currypaste vom letzten Curry.
Der Tofu brutzelt nebenbei in der Pfanne, während die Brühe köchelt, das ist der Teil, den ich am liebsten mag, weil die ganze Küche nach Ingwer und geröstetem Sesam riecht. Mein Sohn hat seine Schüssel damals leer gegessen, Erkältung hin oder her, und seitdem gehört das Rezept fest zu meinem Winterrepertoire.
Table of Contents
Zutaten für Vegane Erdnuss-Ramensuppe
Für die Brühe nehme ich Kokosmilch und Erdnusscreme, das gibt ihr die Cremigkeit, ohne dass ich Sahne oder Ei brauche. Bei der Currypaste taste ich mich lieber langsam an die Schärfe heran, mein Tipp: erst 1 TL nehmen und am Ende nachwürzen. Die rote Paprika bringt zusätzliche Frische rein, ähnlich wie in meiner gelingsicheren veganen Paprika, falls ihr Lust auf noch mehr Paprika-Gerichte habt.
Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Erdnuss, Soja, Sesam und Gluten (Mie-Nudeln). Bei Unverträglichkeiten bitte Zutaten entsprechend austauschen.
- 2–3 Knoblauchzehen
- 25 g Ingwer, frisch, in dünnen Scheiben
- 1 Zwiebel, halbiert
- 20 g Sesamöl, und etwas mehr zum Braten
- 1–2 TL rote Currypaste (schmeckt unterschiedlich scharf, ich fange lieber niedrig an)
- 400 g Kokosmilch
- 700 g Wasser
- 2 geh. TL Gemüsebrühpaste, vegan (oder 2 Würfel Gemüsebrühe für je 0,5 l)
- 80 g Erdnusscreme
- 5 EL Sojasauce
- 2 EL Reiswein (Mirin)
- 1 EL Limettensaft
- 1 EL Agavendicksaft
- 1 EL Reissirup
- 300 g Tofu, fest, in Würfeln (2 cm)
- 1 TL Kurkuma, gemahlen
- 2 EL Speisestärke
- Salz und Pfeffer zum Würzen
- 150 g braune Champignons, in Scheiben (5 mm)
- 1 rote Paprika, in Würfeln (1,5 cm)
- 100 g Zuckerschoten, halbiert
- 250 g Mie-Nudeln, ohne Ei
- 1 Bund Koriander, frisch, grob gehackt
- 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
- Sesam zum Bestreuen
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich brate den Tofu am liebsten schon parallel zur Brühe an, dann ist am Ende alles gleichzeitig fertig.
Schritt 1: Knoblauch und Ingwer fein hacken, Zwiebel fein würfeln.
Schritt 2: Sesamöl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch, Ingwer und Zwiebel darin kurz andünsten, bis es duftet. Currypaste zugeben und 3 Minuten mitdünsten.
Schritt 3: Kokosmilch, Wasser, Gemüsebrühpaste, Erdnusscreme, 4 EL Sojasauce, Reiswein und Agavendicksaft einrühren, aufkochen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Tofuwürfel mit Kurkuma und Speisestärke vermengen, in einer Pfanne in etwas Öl knusprig anbraten und mit Salz, Pfeffer und 1 EL Sojasauce würzen. Sobald der Tofu goldbraun ist, vom Herd nehmen.
Schritt 4: Champignons, Paprika und Zuckerschoten in den Topf geben und weitere 6 Minuten mitköcheln lassen, bis das Gemüse bissfest ist. In der Zwischenzeit die Nudeln in eine große Servierschüssel geben.
Schritt 5: Die heiße Suppe über die Nudeln gießen, Schüssel abdecken und etwa 6 Minuten ziehen lassen, bis die Nudeln gar sind. Ein typischer Fehler an dieser Stelle: zu kurz ziehen lassen, dann bleiben die Nudeln hart in der Mitte.
Schritt 6: Suppe abschmecken, auf Schüsseln verteilen, mit dem gebratenen Tofu garnieren und mit Koriander, Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen.

Vegane Erdnuss-Ramensuppe
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Knoblauch und Ingwer fein hacken, Zwiebel fein würfeln.
- Sesamöl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch, Ingwer und Zwiebel darin kurz andünsten. Currypaste zugeben und 3 Minuten mitdünsten.
- Kokosmilch, Wasser, Gemüsebrühpaste, Erdnusscreme, 4 EL Sojasauce, Reiswein und Agavendicksaft einrühren, aufkochen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Tofuwürfel mit Kurkuma und Speisestärke vermengen, in einer Pfanne in etwas Öl knusprig anbraten und mit Salz, Pfeffer und 1 EL Sojasauce würzen.
- Champignons, Paprika und Zuckerschoten in den Topf geben und weitere 6 Minuten mitköcheln lassen. In der Zwischenzeit die Nudeln in eine große Servierschüssel geben.
- Die heiße Suppe über die Nudeln gießen, Schüssel abdecken und etwa 6 Minuten ziehen lassen, bis die Nudeln gar sind.
- Suppe abschmecken, auf Schüsseln verteilen, mit dem gebratenen Tofu garnieren und mit Koriander, Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Vegane Erdnuss-Ramensuppe
Die Suppe ist schon ein vollständiges Gericht, aber diese Beilagen runden sie ab:
- Frühlingsrollen: knusprig als Kontrast zur cremigen Brühe.
- Gurkensalat mit Reisessig: frisch und säuerlich, gleicht die Süße der Kokosmilch aus.
- Geröstete Erdnüsse: zusätzlicher Crunch obendrauf, wenn es bei uns mal mehr sein darf.
- Veganer Glasnudelsalat: leicht und frisch, passt super, wenn’s bei uns noch eine zweite Beilage sein darf.
Aufbewahrung & Serviertipps
Die Brühe hält sich im Kühlschrank gut zwei Tage, ich bewahre sie am liebsten getrennt von den Nudeln auf, sonst quellen die zu stark auf. Eingefroren hält sich nur die Brühe ohne Nudeln, etwa zwei Monate.
Zum Aufwärmen die Brühe langsam auf dem Herd erhitzen, nicht kochen, sonst setzt sich die Kokosmilch leicht ab. Die Nudeln erst kurz vor dem Servieren dazugeben oder frisch aufgießen.
Statt Mie-Nudeln passen auch Reisnudeln oder normale Eiernudeln, wenn es nicht vegan sein muss. Der Tofu lässt sich durch angebratene Räuchertofu-Würfel ersetzen, für eine kräftigere Note.

Fazit
Diese Suppe ist bei uns die Antwort auf kalte Tage, an denen es schnell gehen muss und trotzdem etwas Wärmendes auf den Tisch soll. Die Currypaste lässt sich gut an den Geschmack der Familie anpassen, und der knusprige Tofu macht sie auch für Fleischesser interessant. Ich mache sie inzwischen fast jeden Monat einmal, meistens dann, wenn der Kühlschrank leer wird und noch eine Dose Kokosmilch im Schrank steht. Wenn bei uns danach noch Lust auf was Süßes ist, gibt’s manchmal meine vegane Kakao-Mousse hinterher.






