Vegane Lasagne-Suppe ist genau das, wonach es klingt: alles, was ich an klassischer Lasagne liebe, nur als Löffelgericht aus einem Topf. Tomatig, herzhaft, mit weichen Nudelstücken statt geschichteten Platten, und genau wie bei meiner veganen Bolognese sorgen geröstete Sojaschnetzel für die herzhafte Tiefe. In einer Stunde steht sie auf dem Tisch, ohne dass ich den Ofen anwerfen muss.
Bei mir kam das Rezept an einem Montagabend zustande, an dem ich einfach keine Lust auf das Schichten einer richtigen Lasagne hatte. Ich habe die Platten kurzerhand in Stücke gebrochen und mit in den Topf geworfen. Mein Sohn hat beim ersten Löffel gefragt, ob das „kaputte Lasagne“ ist, und seitdem heißt das Gericht bei mir genau so. Meine bewährte Methode ist inzwischen, die doppelte Menge zu kochen, denn aufgewärmt schmeckt sie am nächsten Tag fast noch besser. Für mich ist das der Beweis, dass ein gutes Rezept nicht kompliziert sein muss. Jetzt zeige ich dir, wie ich sie zubereite.
Table of Contents
Zutaten für Vegane Lasagne-Suppe
Ich nehme dafür bewusst wenige, aber kräftige Zutaten, Sojaschnetzel für die Textur, Balsamico für die Tiefe. Wer keine Lasagneplatten da hat, kann auch grob gebrochene Bandnudeln nehmen. Und wer nach der Suppe noch Lust auf ein zweites schnelles Nudelgericht hat, findet in meiner veganen Mac and Cheese eine ebenso einfache Feierabend-Option.
- 2 Knoblauchzehen
- 50 g Knollensellerie (in Stücken)
- 50 g Zwiebel (halbiert)
- 30 g Öl
- 30 g Tomatenmark
- 100 g Sojaschnetzel, fein
- 800 g stückige Tomaten (aus der Dose)
- 350 g Wasser
- 20 g Balsamico, dunkel
- 50 g Rotwein, trocken, vegan (optional)
- 1 Lorbeerblatt, getrocknet
- 1 gehäufter TL Oregano
- 1 gehäufter TL Gewürzpaste für Gemüsebrühe, selbst gemacht (oder 1 Würfel vegane Gemüsebrühe für 0,5 l)
- ½ TL Salz
- ½ TL Pfeffer
- 1 Prise Zucker
- 5 vegane Lasagneplatten (in Stücke gebrochen)
- 4 TL vegane Schmand-Alternative
- 4 TL geriebene vegane Käse-Alternative
- 4 Stängel Basilikum (abgezupft)
Mein Tipp: Die Sojaschnetzel unbedingt mit anrösten, bevor die Flüssigkeit dazukommt, das bringt deutlich mehr Röstaroma in die Suppe.
Allergenhinweis: Diese Suppe enthält Gluten (Lasagneplatten) und Soja (Sojaschnetzel sowie die veganen Schmand- und Käse-Alternativen).
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, das Gemüse schon vor dem Kochen fertig zu schneiden, dann geht der Rest fast von allein.
Schritt 1: Knoblauch, Sellerie und Zwiebel fein hacken, am schnellsten geht das mit der Küchenmaschine.
Schritt 2: Öl in einem großen Topf erhitzen und das gehackte Gemüse bei mittlerer Hitze 2 Minuten andünsten, bis es leicht glasig wird.
Schritt 3: Tomatenmark und Sojaschnetzel dazugeben und 3 Minuten mitrösten, dabei öfter umrühren, damit nichts anbrennt.
Schritt 4: Tomaten, Wasser, Balsamico, Rotwein, Lorbeerblatt, Oregano, Gewürzpaste oder Brühwürfel, Salz, Pfeffer und Zucker zugeben, aufkochen lassen und zugedeckt 12 Minuten köcheln.
Schritt 5: Die zerbrochenen Lasagneplatten unterrühren und weitere 13 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind. Zwischendurch umrühren, damit nichts zusammenklebt.
Schritt 6: Lorbeerblatt herausfischen, abschmecken und in tiefe Teller füllen. Mit je 1 TL Schmand-Alternative, 1 TL geriebenem Käse und etwas Basilikum toppen.
Profi-Tipp: Wenn die Nudelstücke zu weich werden, sind sie meist zu lange mitgekocht worden, lieber 1 bis 2 Minuten früher testen.

Vegane Lasagne-Suppe
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Knoblauch, Sellerie und Zwiebel fein hacken.
- Öl in einem großen Topf erhitzen und das gehackte Gemüse 2 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten.
- Tomatenmark und Sojaschnetzel zugeben und 3 Minuten mitrösten.
- Tomaten, Wasser, Balsamico, Rotwein, Lorbeerblatt, Oregano, Gewürzpaste bzw. Brühwürfel, Salz, Pfeffer und Zucker zugeben, aufkochen und zugedeckt 12 Minuten köcheln lassen.
- Zerbrochene Lasagneplatten unterrühren und weitere 13 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind.
- Lorbeerblatt entfernen, abschmecken, auf Teller verteilen und mit Schmand-Alternative, Käse-Alternative und Basilikum garnieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Vegane Lasagne-Suppe
Die Suppe ist herzhaft genug für sich allein, aber mit der richtigen Beilage wird eine ganze Mahlzeit daraus. Wer mag, serviert dazu meinen veganen Caesar Salat statt Rucola, oder streut meine Nussbutter-Brösel anstelle der Kürbiskerne darüber, für einen anderen Crunch.
- Knuspriges Brot: zum Auftunken der Tomatensauce, bei mir meistens ein einfaches Baguette.
- Rucolasalat mit Zitronendressing: die Säure gleicht die Tomatennote schön aus.
- Geröstete Kürbiskerne: geben zusätzlichen Biss und passen farblich zum Basilikum.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Suppe in einem verschlossenen Behälter etwa 3 Tage. Für längere Vorratshaltung friere ich sie ohne die Toppings portionsweise ein, das klappt gut bis zu 2 Monate.
Zum Aufwärmen einfach in einem Topf bei kleiner Hitze erwärmen und bei Bedarf etwas Wasser dazugeben, da die Nudeln beim Stehen weiter Flüssigkeit aufnehmen.
Statt Lasagneplatten funktionieren auch andere Nudelsorten, und wer mag, tauscht die Sojaschnetzel gegen rote Linsen für eine proteinreiche Variante.

Fazit
Diese Suppe ist bei mir fest im Wochenplan verankert, weil sie schnell geht und trotzdem satt macht. Ich koche sie meistens montags, wenn der Kühlschrank noch gut gefüllt ist und ich keine Lust auf Aufwand habe. Neben meiner veganen Erdnuss-Ramensuppe ist das inzwischen mein zweites Ein-Topf-Rezept für stressige Abende, und an den Tagen dazwischen kommt bei mir oft eine vegane Süßkartoffel-Bowl auf den Tisch, wenn es schnell und trotzdem ausgewogen sein soll. Für mich ist sie der Beweis, dass Resteverwertung nicht langweilig schmecken muss.






