Mein veganes Paprika-Gulasch mit Räuchertofu steht bei mir immer dann auf dem Tisch, wenn der Kühlschrank noch drei halbe Paprika von der Woche übrig hat. Es ist herzhaft, leicht rauchig durch den Tofu und in 45 Minuten fertig, ganz ohne stundenlanges Schmoren.
Auf die Idee kam ich an einem Dienstag, als meine Tochter partout kein Fleisch mehr wollte, mein Sohn aber unbedingt „das rote Gulasch wie bei Oma“ haben wollte, ganz ähnlich wie bei meinen veganen Frikadellen mit Kartoffelsalat, die bei ihm immer gut ankommen. Ich hatte Räuchertofu im Kühlschrank und drei angebrochene Paprika, also habe ich einfach improvisiert. Die Miso-Paste kam eher aus Verzweiflung rein, weil mir die Würze noch fehlte, und seitdem gehört sie fest dazu. Mein Sohn hat tatsächlich zweimal nachgenommen, was bei ihm selten vorkommt. Inzwischen mache ich das Gulasch fast jede zweite Woche, meistens mit Reis, manchmal auch mit Fladenbrot, wenn es schnell gehen muss. Hier kommt mein Rezept dafür.
Table of Contents
Zutaten für Veganes Paprika-Gulasch
Ich nehme dafür gern eine Mischung aus rot, grün und gelb, ähnlich wie bei meiner gelingsicheren veganen Paprika, das sieht auf dem Teller einfach appetitlicher aus. Wer keinen Räuchertofu da hat, kann auch normalen Tofu nehmen und etwas mehr Paprikapulver dazugeben.
- 2 Knoblauchzehen
- 30 g Öl (und etwas mehr zum Braten)
- 200 g rote Zwiebeln, in Ringen (ca. 4 mm)
- 250 g rote Paprika, gewürfelt (ca. 3 cm)
- 500 g Räuchertofu
- 200 g grüne Paprika, gewürfelt (ca. 3 cm)
- 200 g gelbe Paprika, gewürfelt (ca. 3 cm)
- 350 g Kartoffeln, gewürfelt (ca. 3 cm)
- 500 ml Wasser
- 1 TL Salz
- ½ TL Pfeffer
- 100 g dunkle Miso-Paste
Kurzer Hinweis: Die Miso-Paste enthält Soja, das solltest du bei einer Unverträglichkeit beachten.
Meine bewährte Methode ist, die Miso-Paste vorher in etwas warmem Wasser aufzulösen, dann verteilt sie sich gleichmäßiger im Gulasch und klumpt nicht.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, den Tofu wirklich scharf anzubraten, das bringt den Rauchgeschmack erst richtig raus.
Schritt 1: Knoblauch fein hacken.
Schritt 2: Öl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch kurz mitschwitzen lassen. Zwiebeln und rote Paprika zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. In der Zwischenzeit den Tofu in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten, bis er von allen Seiten braun ist.
Schritt 3: Grüne und gelbe Paprika, Kartoffeln, Wasser, Salz, Pfeffer und Miso-Paste in den Topf geben, verrühren und zugedeckt etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Ein Tipp von mir: Kartoffelwürfel möglichst gleich groß schneiden, sonst sind manche noch hart, während andere schon zerfallen.
Schritt 4: Angebratenen Tofu zugeben, kurz unterrühren und weitere 5 Minuten mitköcheln lassen. Abschmecken und servieren.

Veganes Paprika-Gulasch
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Knoblauch fein hacken.
- Öl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch kurz mitschwitzen lassen. Zwiebeln und rote Paprika zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. In der Zwischenzeit den Tofu in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten, bis er von allen Seiten braun ist.
- Grüne und gelbe Paprika, Kartoffeln, Wasser, Salz, Pfeffer und Miso-Paste in den Topf geben, verrühren und zugedeckt etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
- Angebratenen Tofu zugeben, kurz unterrühren und weitere 5 Minuten mitköcheln lassen. Abschmecken und servieren, zum Beispiel mit Reis und Frühlingszwiebeln.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Veganem Paprika-Gulasch
Das Gulasch ist von Haus aus schon recht sättigend, aber mit der richtigen Beilage wird eine ganze Mahlzeit daraus.
Reis: nimmt die Sauce gut auf und macht das Gericht zum vollwertigen Familienessen.
Fladenbrot: praktisch zum Auftunken, wenn es an einem hektischen Abend schnell gehen muss.
Bulgur: etwas nussiger als Reis und liefert zusätzlich Ballaststoffe.
Frühlingszwiebeln: frisch drübergestreut, bringen etwas Biss und Farbe.
Glasnudelsalat: erfrischend leicht und passt gut, wenn es nicht nur schwer und deftig sein soll.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Gulasch in einer verschlossenen Box etwa drei Tage. Es eignet sich auch gut zum Einfrieren, dann lässt es sich bis zu drei Monate aufbewahren.
Zum Aufwärmen reicht ein paar Minuten in einem Topf bei mittlerer Hitze, am besten mit einem Schluck Wasser, damit nichts anbrennt. In der Mikrowelle geht es genauso, dann lieber zwischendurch einmal umrühren.
Wer mag, tauscht die Kartoffeln gegen Süßkartoffeln oder ersetzt den Tofu durch weiße Bohnen. Auch als Wrap-Füllung mit etwas Joghurtsauce hat es bei mir schon funktioniert.

Fazit
Dieses Gulasch ist bei mir mittlerweile fester Bestandteil im Wochenplan, weil es schnell geht und selbst mein skeptischer Sohn es mag. Die Miso-Paste war ursprünglich ein Notbehelf, ist inzwischen aber nicht mehr wegzudenken. Am liebsten mache ich es an Tagen, an denen sowieso noch Gemüsereste im Kühlschrank liegen. Wenn es mal schnell und trotzdem herzhaft sein soll, greife ich genauso gern zu meiner easy veganen Bolognese, und an kälteren Tagen darf es bei meinen Kindern auch mal meine vegane Erdnuss-Ramensuppe sein.






