Grünes Burger-Relish ist meine Antwort auf labbrige Fertigsoßen vom Grillabend. Es ist würzig, leicht scharf und in etwa 40 Minuten fertig. Ich koche es jeden Sommer gleich in zwei Gläsern ein, eines davon ist meist schon nach der ersten Grillparty leer.
Bei mir zuhause beginnt die Grillsaison nicht mit dem Fleisch, sondern mit diesem Relish. Während mein Mann den Rost anheizt, stehe ich am Herd und rühre die grüne Mischung aus Paprika, Chili und Kräutern zusammen. Mein Sohn nascht dabei grundsätzlich die rohen Kräuterreste vom Brett, obwohl er sonst kein Fan von Koriander ist.
Letzten Sommer habe ich das Relish zu einem Nachbarschaftsgrillen mitgebracht, und das Glas kam als erstes leer zurück. Seitdem koche ich gleich die doppelte Menge, ein Glas bleibt bei mir, eines wandert weiter. Während das Relish leise vor sich hin köchelt, bleibt mir Zeit, noch den Tisch zu decken.
Table of Contents
Zutaten für Grünes Burger-Relish
Das brauche ich für mein grünes Burger-Relish, dazu ein paar Zutaten, bei denen ich gern variiere, ähnlich wie bei meinem würzigen Zwiebel-Paprika-Senf, je nachdem, was gerade im Kühlschrank liegt oder wie scharf es werden darf.
- 5 g Dill, abgezupft
- 5 g Koriander, abgezupft
- 200 g grüne Spitzpaprika, in Stücken
- 1 grüne Chilischote, frisch, halbiert und entkernt (mein Tipp: wer es milder mag, entkernt großzügiger oder lässt die Peperoni ganz weg)
- 50 g Peperoni, grün, halbiert, entkernt, in Stücken
- 2 Knoblauchzehen
- 15 g Ingwer, frisch, in dünnen Scheiben
- 70 g Zwiebeln, halbiert
- 30 g Olivenöl
- 1 TL Senfkörner (enthält Senf)
- 1 ½ TL Schwarzkümmelsamen
- 1 TL Korianderkörner
- 2 TL Salz
- 100 g grüne Paprika, in kleinen Stücken (1 cm)
- 100 g Gelierzucker 2:1 (ich nehme dafür immer den 2:1er, mit normalem Zucker wird das Relish nicht fest genug)
- 35 g Apfelessig
- 1 Limette, unbehandelt, Schale fein abgerieben, Saft ausgepresst (aus meiner Erfahrung bringt frisch abgeriebene Schale deutlich mehr Aroma als der Saft allein)
- 3 TL Speisestärke
- 3 EL Wasser
Enthält Senf (Senfkörner). Bitte bei Unverträglichkeiten beachten.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, erst alles klein zu schneiden und dann in Ruhe am Herd zu arbeiten, so bleibt keine Zutat zu lange in der heißen Pfanne liegen.
- Dill und Koriander fein hacken und beiseitestellen.
- Spitzpaprika, Chili und Peperoni fein würfeln.
- Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln fein hacken.
- Olivenöl in einem Topf erhitzen, Senfkörner, Schwarzkümmel und Korianderkörner zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten andünsten, bis es in der Küche schon würzig duftet.
- Salz, die gewürfelte Paprika-Chili-Mischung, Gelierzucker, Apfelessig, Limettenabrieb und -saft zugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze 12 bis 13 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit Speisestärke mit Wasser glattrühren. Mein Tipp: Wer nicht rührt, riskiert, dass die Mischung am Topfboden ansetzt.
- Die angerührte Speisestärke einrühren und unter Rühren weitere 2 bis 3 Minuten aufkochen lassen, bis die Masse sichtbar andickt.
- Kräutermischung unterrühren, abschmecken, sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und verschließen.

Grünes Burger-Relish
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Dill und Koriander fein hacken und beiseitestellen.
- Spitzpaprika, Chili und Peperoni fein würfeln.
- Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln fein hacken.
- Olivenöl in einem Topf erhitzen, Senfkörner, Schwarzkümmel und Korianderkörner zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten andünsten.
- Salz, die gewürfelte Paprika-Chili-Mischung, Gelierzucker, Apfelessig, Limettenabrieb und -saft zugeben, aufkochen und 12 bis 13 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Speisestärke mit Wasser glattrühren.
- Angerührte Speisestärke einrühren und unter Rühren weitere 2 bis 3 Minuten aufkochen lassen, bis die Masse andickt.
- Kräutermischung unterrühren, abschmecken, sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und verschließen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Grünem Burger-Relish
Am liebsten kombiniere ich das Relish mit Deftigem, die Säure und Frische gleichen fettige Röstaromen gut aus, genau wie es meine scharfe Grillsauce bei anderen Grillgerichten übernimmt.
- Burger: der Klassiker, das Relish bringt Frische und Biss zum Fleisch, alternativ landet bei mir auch mal meine Guacamole obenauf.
- Bratwurst: eine würzige Alternative zu Senf.
- Gegrilltes Gemüse: die leichte Süße gleicht die Röstaromen aus.
- Käseplatte: überraschend gut zu kräftigem Cheddar oder Ziegenkäse, fast so wie meine Feta-Creme mit Chili, Sesam und Honig.
Aufbewahrung & Serviertipps
Fest verschlossen hält sich mein grünes Burger-Relish im Kühlschrank mehrere Wochen. Angebrochen sollte man es innerhalb von ein bis zwei Wochen aufbrauchen und dabei immer mit einem sauberen Löffel entnehmen.
Aufgewärmt wird das Relish nicht, es kommt kalt direkt aus dem Glas auf den Teller oder Burger.
Über den Grillteller hinaus landet es bei mir auch auf Butterbrot, im Wrap mit gebratenem Halloumi oder als kleiner Klecks neben Rührei.

Fazit
Neben meinem Stachelbeer-Chutney ist dieses Relish inzwischen mein liebstes Glas im Kühlschrank. Es dauert kaum länger als ein Salat, hält aber wochenlang und passt zu fast allem vom Grill. Beim nächsten Nachbarschaftsgrillen bringe ich gleich drei Gläser mit, ein Glas allein reicht bei mir offenbar nicht mehr aus.






